Mittwoch, 20. Mai 2015

MeMadeMittwoch Nr. 53 im Batistrock mit gesmoktem Bund


 Heute gibt es wieder ein Dienstags-Outfit, anscheinend nimmt sich das Wetter in diesem Frühling vor, immer am Mittwoch schlechter zu werden. Die Inspiration zu diesem Rock kommt von Modell 119 aus der Burda 5/2014. Aus einem zum Schlauch geschlossenen Stoffstück einen Rock zu machen, ist sicher nichts neues, aber dass man dafür ein fertiges Band benutzen kann, diese Idee habe ich aus der Burda übernommen (Burda muss natürlich übertreiben und dem Bund durch Annähen eines Ripsband die Elastizizät nehmen und dann noch einen Reisverschluss einnähen, damit man doch reinkommt!?!).


Zunächst mal habe ich das Band nirgendwo gefunden. Ich weiß gerade gar nicht mehr, wie es in der Burda bezeichnet wurde, war es Stiftelband? Das gab es nur im lokalen Einzelhandel im Süddeutschen Raum aber nicht in Online-Shops. Durch Zufall stieß ich irgendwann bei Buttinette auf "Elastik-Kräuselband" und habe dieses bestellt. Es war ganz und gar nicht billig, da der Umfang meines Stoffschlauches riesig war (zweimal die Stoffbreite) und ich zwei Reihen Band aufnähen wollte (ergibt ein ungefähr 10cm breites Smok-Teil). Bei einem Nähtreffen war man übrigens fest der Meinung, ich würde Gardinen nähen, da das Band aussieht, wie ein so ein Gardinenreiband nur eben mit elastischen Fäden.


Anders als erwartet, war es überhaupt nicht einfacher mit diesem Band. Diesen riesigen Mengen an herausgezogenen Gummifäden muss man erstmal Herr werden! Andererseits muss ich wahrscheinlich nie wieder dünnen Gümmi zum Smoken kaufen :-)
Ich habe sehr viel hin und hergeschoben und überlegt, weil ich nicht so richtig zufrieden war. Am Ende habe ich Einiges an Umfang wieder heraus genommen und finde, ich habe jetzt einen schönen Alltags-Rock.


Der Stoff ist ein sehr schöner Baumwollbatist vom Stoffmarkt. Die Farbe (Koralle?) gehört zwar nicht so ganz zu meinen Farben, aber es kommt auch dunkelblau vor und damit kann ich wieder schön kombinieren. Das Shirt habe ich letztes Jahr zu diesem Rock genäht. Der Schnitt ist Onion 5022, ein Raglanschnitt, den ich schon oft in der Kurzarmvariante genäht habe. Es passt mit seinem sportlichen Ausschnittgummi nicht hundertprozentig, aber ich hatte morgens einfach nicht genug Zeit zum sorgfältigen Auswählen.


Da der Stoff doch etwas durchsichtig ist, habe ich ihn mit einer ganz dünnen Baumwolle in hellgrau (kommt auch im Oberstoff vor) von Stoff + Stil gedoppelt.

Mal schauen, was die anderen Damen beim MeMadeMittwoch tragen, Claudia ist jedenfalls auch in einer Rock-Oberteil-Kombination zu sehen. Apropos: in den den letzten Wochen habe ich ja meine Pläne, kombinierbare Teile zu nähen, umgesetzt. Dieser Rock war der letzte Teil des Plans. Jetzt habe ich keine Lust mehr. Ich will wieder Kleider nähen! Gelohnt hat es sich aber trotzdem. Nächste Woche fange ich mit meinem neuen Job an und bin dafür gut gerüstet. Denn die Zeit zum Nähen wird sich dann reduzieren. So ein bisschen Planen und Kombinieren beim Nähen ist also sehr nützlich, man muss halt nur schauen, dass die Motivation nicht auf der Strecke bleibt.

Mittwoch, 13. Mai 2015

MeMadeMittwoch Nr. 52 im Fake-Wickelkleid

Ich zeige heute das Kleid, das ich gestern trug. Da war es nämlich warm genug dafür.


Es handelt sich um das Patrones-Kleid, dass ich letzten September schon angefangen hatte und dessen Unterkleid ich im Winter zum Ufo-Abbau-Sew-Along nähte. In der Patrones sind am Ausschnitt noch kleine Blümchen, mal sehen, ob ich nachträglich welche aus dem Kleidstoff mache.


Dass man so ein Kleid Fake-Wickelkleid nennt, war mir bisher gar nicht bewußt. Klar, es gibt zwei überlappende Vorderteile, die an ein Wickelkleid erinnern. Aber für mich ist der entscheidende Vorteil des Wickelkleides eben das wickeln und damit das an-seine-Figur-anpassen. Das entfällt beim Fake-Wickelkleid, weshalb es eben nur ein "Kleid" ist. Krümelkackermodus aus.

Hier geht's zum MeMadeMittwoch mit dem heutigen Motto "Wickelkleid". Ihr könnt da zehn (!) unterschiedliche Wickelkleider bewundern!

Sonntag, 10. Mai 2015

Nähbloggerinnentreffen 2015 in Leipzig


Schön war's! Ich bin müde, aber voller neuer Eindrücke. Es war sehr schön, euch alle zu treffen. Natürlich schafft man es nie, mit allen gleich intensiv zu schwatzen, aber ich bin schon froh, wieder einigen Blogs mehr die entsprechenden Gesichter zuordnen zu können.


Ein großes Dankeschön an die Organisatorinnen Wilka, Frauenoberbekleidung, Ida ;-) und Wolleliese, denen sicher ein Stein vom Herzen gefallen ist, dass alles so wunderbar geklappt hat. Besonders erwähnt werden muss die tolle Barfrau, die als Freundschaftsdienst (!) die Bar so souverän geschmissen hat. Das einzige, was leider nicht bei allen funktioniert hat, war eine reibungslose Anreise, aber für den Bahnstreik können die Damen wirklich nichts.

schwatzen

Vom Stadtrundgang am Sonntag kann ich zwar keine Fotos bieten. Das war jedoch, gemeinsam mit dem anschließenden Café-Besuch ein entspannter (und teilweise recht frischer) Ausklang.

Stoffe tauschen
 Ich bin gespannt, wann und wo es mal wieder so ein Treffen geben wird. Es wäre ja schön, immer mal ein andere Region zu wählen, damit jeder mal den Heimvorteil nutzen kann.

Schnitte tauschen
 Ich hoffe, ihr seid mit den Fotos einverstanden, es hatte ja niemand wirklich widersprochen. Falls ihr meint, man kann doch zu viel erkennen, gebt mir bitte Bescheid!

Freitag, 8. Mai 2015

Kinderkleider mit selbstbemaltem Stoff

Beim Wühlen im Stoffvorrat fiel mir ein weißer festerer Viskose-Jersey in die Hände. Kann ich eigentlich nicht gebrauchen, aber als Leinwand eignet er sich ganz gut. Also habe ich die Kinder Rockteile mit Textilfarbe bemalen lassen. Bei der Kleinen hab ich natürlich geholfen. Zuerst wollten wir Hände stempeln, aber als sie sah, dass die Große mit Pinseln malte, wollte sie das auch. Die drei gestempelten Hände habe ich kurzerhand zu Blumen gemacht und noch ein paar dazugemalt. Das Kind hat kräftig mitgemischt und bei der Wiese war sie sowieso eifrig dabei, da kann man ja einfach drauflos pinseln. Die Große wollte unbedingt alles voller Herzen malen, beim Vorderteil war sie noch ganz enthusiastisch, beim Rückteil war sie dann schon sparsamer (keine Lust mehr).


Für die Schnitte habe ich vorhandene bewährte Oberteilschnitte genommen bzw. den Schnitt von vorhandenen Röcken der Kinder abgenommen. Für die Oberteile "mussten" sie sich Reststoffe aussuchen. Dadurch sind die Kleider zwar ziemlich bunt geworden, aber ich konnte Stoffreste abbauen. Man muss halt noch aussnutzen, dass so ein paar Reststücke genügen. Jedenfalls sind sie sehr zufrieden. So sehr, dass sie mal wieder durch die Gegend wirbelten und sich nicht richtig fotografieren ließen. Sie spielten lieber "in die Schule gehen".


Sehr froh war ich, dass ich die Coverlock mal wieder einsetzen konnte. Die Covernähte sind toll geworden auch bei den schlabberigen Oberteilstoffen. Bei meinem neuen Jerseykleid kann ich das leider nicht behaupten, obwohl ich hätte schwören können, dass die Maschine diesen Baumwolljersey lieben wird. Dazu bald mehr. Jetzt packe ich erstmal meine Sachen für das Nähbloggerinnen-Treffen in Leipzig. Sehen wir uns morgen?

Mittwoch, 6. Mai 2015

MeMadeMittwoch Nr. 51 im grauen Romanit-Rock

Heute gehe ich zu einem Vorstellungsgespräch. Ich finde, mein grauer Romanit-Bleistiftrock, den ich im Rahmen des Ufo-Abbau-Sew-Along fertig genäht habe, passt am besten zum roséfarbenen (Kauf-) Blazer. Deshalb habe ich den Rock kurzerhand doch noch gesäumt, sonst hätte ich mich nicht ganz wohl gefühlt.


Unter dem Blazer trage ich die ärmellose Bluse vom letzten Juli. Eventuell schwenke ich aber noch um auf ein cleanes gekauftes Shirt. Das geht mir oft so bei offiziellen Terminen, dass ich den Schwanz einziehe, zu Ungunsten des Selbstgenähten ;-)

Die anderen Damen zeigen ihre tollen Sachen heute wieder drüben auf dem MeMadeMittwoch-Blog.

Donnerstag, 30. April 2015

12 Tops Challenge April

Bei mir entsteht ein neues Kleidungssück meistens, weil zuerst ein Stoff zu mir spricht. Ganz selten ist es umgekehrt und ich habe zuerst ein Schnittmuster, zu dem ich dann den passenden Schnitt suche. Diesmal war es also wieder so (Achtung, ich hole etwas weiter aus): Wer mich kennt, der weiß, dass ich besonders kindliche Kinderstoffe nicht so gern mag. Vor ungefähr 6 Jahren, ich weiß nicht mehr, ob das vor oder nach der Geburt des großen Kindes war, stieß ich bei Karstadt auf einen schönen zarten gemusterten Batiststoff und nahm einen Meter mit, denn daraus könnte man sicher was Hübsches für ein kleines Mädchen machen. Dann vergaß ich den Stoff. Er kam zwar immer mal wieder zum Vorschein, wurde gestreichelt ("ah stimmt, daraus wolltest du doch...").


Eines Tages sah ich ihn wieder in meinem Schrank und dachte "Du bist doch blöd, das ist doch kein Kinderstoff, das ist DEIN Stoff! Wieso zum Henker hast du nur einen Meter gekauft?!" Also was macht man aus einem Meter? Schon mal nichts mit langen Ärmeln, soviel war klar. Ungefähr ein Jahr lang hielt ich die Augen offen, ob mir ein geeigneter Schnitt über den Weg läuft. Nichts lief, aber vor meinem inneren Auge entstand lansam so ein Bild von einem Ärmellosen Oberteil mit Falten am Ausschnitt. Ich war mir sicher, schon mehrere solcher Schnitte gesehen zu haben. Gefunden habe ich aber keinen. Dann kommentierte Malou zu meinem Schluppentop  (119 aus Burda 2/2008), dass sie dieses Top schon mal ohne die Schluppe genäht habe. Während ich überlegte, wie denn das aussehen könnte, fiel mir ein, dass die Mehrweite am Ausschnitt oben eingehalten wird. Hm, könnte man genauso gut in Falten legen. Klitzekleiner Beleg dran, fertig. Zumindest wußte ich ja schonmal, wie das Top so von der Form her ist und dass es mir gut passt. Und so kam es letztendlich zu diesem Top:


 Extra für Sylvia möchte ich nochmal betonen, es gibt also jetzt einen Schnitt, den ich schon 3 mal (drei mal!) genäht habe. Ich kann es also doch! Ha! Und ich habe sogar einen schnelles Probeteil aus einem riesengrößen Herrenhemd genäht, dessen Stoff einen ähnlichen Fall hatte, nur um zu sehen, wie ich die Falten anordne.


Ich muss ehrlich gestehen, so hundertprozent zufrieden bin ich nicht. Das kommt leider öfters vor, wenn Stoffe zu mir sprechen, ich sollte nicht auf diese Dinger hören, die wollen halt immer alles bestimmen. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich langsam genug vom Nähen von Kombigarderobe habe. Ich will wieder Kleider nähen! Ein paar Ideen für die nächsten Monate der 12 Tops Challenge habe ich aber trotzdem noch. Dort verlinke ich mich jetzt und freue mich schon auf die Oberteile der anderen.

Mittwoch, 8. April 2015

MeMadeMittwoch Nr. 50, (ohne) Frühlingserwachen


Zu mehreren gemusterten Frühlings-/Sommer-Oberteilen brauche ich einen einfachen Rock. Den Schnitt 104 aus der Burda 2/2010 wollte ich mal probieren. Ich liebe ja Bleistiftröcke, aber sie sind nicht wirklich alltagstauglich (außer vielleicht aus Romanit). A-Linien-Röcke sind mir meist zu weit ausgestellt. Dieser Schnitt schien mir eine gute Mischung zu sein. Ich habe ihn verlängert und gefüttert.


Ein bisschen langweilig sieht er ja aus, aber ich wollte eben ein Kombi-Talent. Den dunkelblauen Stoff habe ich als Wollmischung in Erinnerung, wenn er aber eine Weile liegt, bekommt er Falten. Also keine Ahnung, er war schon lange in meinem Lager. Um wenigstens einen klitzekleinen Hingucker zu bekommen, habe ich die Tascheneingriffe mit Bobbin-Stickerei abgesteppt. Dazu habe ich von Muttern geerbtes silbergrau-glänzendes Handstickgarn auf eine Unterfadenspule gewickelt und ganz normal gesteppt. Die besondere Optik entsteht dann auf der Unterseite, also muss der Oberstoff beim Absteppen unten sein.



Hier noch meine inzwischen obligatorischen Kombi-Beweis-Fotos:


Auf dem MeMadeMittwoch-Blog sieht Monika heute schon sehr frühlingshaft aus. Leider ist das Wetter heute hier eher herbstlich, aber morgen soll es besser werden.

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