Mittwoch, 1. Oktober 2014

MeMadeMittwoch Nr. 44, gestreift

Zum ersten Mal habe ich ein Kleidungstück aus dem gleichen Stoff genäht, wie der Schnittanbieter (Burda 01/2014, Modell 122), noch dazu ist es das Titelmodell! Derselbe Stoff ist es sicher nicht, meiner ist ein Coupon vom Stoffmarkt in Marine/Weiß. Ich bin überzeugt, dieser Schnitt entfaltet seine Wirkung nur mit diesen gleichmäßigen Streifen.


Das Shirt lässt sich gut nähen und tragen. Ich liebe ja sowieso Raglan, das betont die Schultern so schön. Und man spart sich das Ärmel einsetzen. Obwohl Burda es hinbekommt, auch bei Raglan-Schnitten erst Seiten- und Ärmelnähte zu schließen und dann tatsächlich den Ärmel einzusetzen. Jaja, selber schuld, wenn man die Anleitung liest. Mach ich immer und entscheide dann, wieviel ich davon ignoriere;-)


Für den Belegstreifen am Halsausschnitt habe ich den pinken Jersey vom Brigitte-Dress genommen, nur für mich, denn das sieht man ja von außen nicht.


Übrigens sagt Burda, man bräuchte 1,90m vom Streifenstoff. Mit ein bisschen Zuschneide-Tetris, das ich beim letzten gemeinsamen Nähen bei Frauenoberbekleidung absolviert hatte, haben die 1,50m des Coupons locker gereicht. Und das geforderte transparente Elastikband habe ich auch nicht vermisst.


Weiter MMM-Modelle gibt es wieder hier, heute zum ersten Mal mit Dodo.

Edit: Beim Überfliegen der MMM-Beträge habe ich gerade einen Zwilling entdeckt :-)

Dienstag, 23. September 2014

Basteln mit Kindern - Teil 1

Vor einiger Zeit postete Frau Crafteln zum Thema Kinder zu Nähnerds machen. Ich war erfreut, (auch in den Kommentaren) zu lesen, dass dieses Thema auch bei anderen Müttern eine Rolle spielt, auch wenn sie normalerweise nichts darüber schreiben. Meine Große ist jetzt 5 und vom Thema Nähen im weitesten Sinne sind wir noch weit entfernt. Aber es gibt noch jede Menge andere Fähig- bzw. Fertigkeiten, die ich meinem Kind gern mitgeben möchte, die aber in unserem Kindergarten offenbar überhaupt keine Rolle spielen. Ich rede von ganz einfachem Bastelkram, der aber bereits zu einem Erfolgserlebnis führt. Mir ist schon klar, dass man heutzutage (früher war ja alles anders ;-)) lieber sagt, die Kinder können jederzeit an ihr Malzeug ran, sie sollen sich kreativ austoben, wann und wie sie wollen. Klar, das hat was, aber wenn ihnen keiner zeigt, was man mit dem Material anstellen kann oder wie man ein Werkzeug benutzt, bleibt es eben bei gelangweiltem Gekritzel und langfristig leidet die Motivation.


Ich möchte ein wenig sammeln, was man mit Kindern alles machen kann oder könnte. Anfangen möchte ich mit einem Buch, das wir erst in der Bibliothek entdeckt und für toll befunden haben und das daraufhin von der Oma käuflich erworben wurde: 365 Dinge aus Papier und Pappkarton


Eigentlich geht es "nur" um ausgeschnittenes Papier, aber es werden tolle Ideen gezeigt. Wir blättern auch gern einfach mal nur so darin, um uns inspirieren zu lassen. Eines der ersten kompletten Werke aus dem Buch, waren die "Vögel auf der Leitung", die jetzt über dem Bett der Großen hängen (und auch die Kleine immer wieder faszinieren).


Natürlich sind die allgegenwärtigen Loom-Bänder auch an uns nicht vorübergegangen. Bei allem negativen Aufstoßen (nicht verrottender Kunststoff, man muss erst das Material kaufen und kann nichts vorhandenes Einsetzen, wer braucht schon so viele Armbänder), finde ich die Dinger toll. Im Sommerurlaub haben sich drei von vier Kindern (4 bis 7 Jahre) lange selbst beschäftigen können. In den Pausen, zwischen dem Rumtoben. Und sie konnten völlig selbständig werkeln, ohne Erwachsene. Ich habe mein Kind bisher selten so lange still sitzen sehen. Im Vergleich dazu gibt die Strickliesl immer noch Anlass zum Frust und ist wieder in der Bastelkiste verschwunden.


Ein paar Ideen habe ich noch, die wir in der nächsten Zeit mal ausprobieren werden. Pinterest ist natürlich eine wahre Fundgrube. Was habt Ihr für Erfahrungen mit Euren Kindern gemacht? Habt Ihr Anregungen? Was kann man schnell und ganz leicht nachmachen?

Mittwoch, 17. September 2014

MeMadeMittwoch Nr. 43 mit der pinken Brigitte

Zum ersten MMM nach der langen Sommerpause trage ich heute mein neues Kleid. Es ist für die nicht mehr ganz so heißen Spätsommertage, wie heute, perfekt. Ich hatte schon im August damit angefangen und bei einem sehr schönen kleinen Nähkränzchen letzten Sonntag mit Frauenoberbekleidung und Malou weitergemacht. Fertig geworden bin ich erst heute morgen.

Bilder gibt's heute nur von drinnen mit zu wenig Licht...

Der Schnitt heißt Brigitte Dress und es gibt ihn als kostenlosen Download. Ich wollte schon immer mal eine Art Etuikleid, aber aus Jersey nähen. Also den konstruierten Look mit Abnähern und so, aber trotzdem bequem. Der pinke Single Jersey ist ein Coupon vom letzten Stoffmarkt. Obwohl er kein Elasthan enthält, konnte ich den Reisverschluss weglassen.

... oder von draußen mit zuviel Licht.

 Die Form gefällt mir wirklich gut, vielleicht gibt es einen Nachfolger. Ich hoffe nur, ich habe alle Änderungen dokumentiert, davon gab es nämlich einige. Ich habe das Kleid verlängert, sowohl um meine üblichen 4cm im Oberkörper, als auch am Saum. Eigentlich ist das Kleid eine Art verlängerte Tunika. Es gab auch einen Sew Along und wenn man mal nach Brigitte Dress googelt, findet man einige Versionen englischer Bloggerinnen, wo man die Länge gut sehen kann. Die Ärmel habe ich etwas schmaler (beim nächsten Mal noch mehr!) und kürzer gemacht. Was überhaupt nicht geht, sind die Brustabnäher. Ich habe zwar ein wenig korrigiert, aber mehr schlecht als recht, da mich das Schnittmuster dummerweise dazu verleitet hatte, die Abnäher auszuschneiden. Ich konnte sie also im Nachhinein nicht mehr richtig anpassen. 

Ich hoffe, im Herbst geht das Kleid auch mit Unterkleid und Strickjacke. Die Farbe mag ich sehr, ich würde nicht jedes Pink tragen, dieses schon. Alle Teilnehmerinnen treffen sich heute wieder auf dem MMM-Blog, diesmal angeführt vom Kirschenkind. Ich kann erst heute abend schauen, jetzt gehe ich erstmal mit Brigitte und meinen Kindern in den Zoo.

Donnerstag, 4. September 2014

Unfertiges Sommerkleid

Wie ich in meinem letzten Post schon schrieb, habe ich mit dem Nähen von Sommersachen schon vor einem Monat abgeschlossen. Dennoch möchte ich mein letztes Sommerkleid noch zeigen, obwohl es unfertig über den Winter gebracht werden muss. Ich brauche das vor allem für mich zur Dokumentation, denn es wäre schade, wenn das Kleid ein Ufo bliebe.


Der Schnitt ist das Titelmodell (Nr. 25) aus der Patrones April 2007 und für mich der erste Patrones-Schnitt. Ich hatte mal 2 Semester lang Spanisch für Anfänger, damit kann man zwar noch lange keine Nähanleitung lesen, aber ich habe irgendwie alle Fragen beantwortet bekommen, die ich hatte. Es handelt sich um ein Fake-Wickelkleid, das im schrägen Fadenverlauf geschnitten ist. Die Kombination Schnitt-Stoffqualität-Muster funktioniert ganz gut, einzeln wären zumindest zwei davon zum wegrennen. Ich bin kein Freund von ganzen Kleidern im schrägen Fadenverlauf, da leidet die Passform viel zu sehr. Mit 23 kann man das gut tragen oder wenn einem die Passform egal ist. Der (Kunst-)Stoff, man könnte ihn vielleicht als Crash-Chiffon bezeichnen, lässt sich bescheiden nähen, man bekommt eigentlich keine akurate Naht hin. Und vom Zuschneiden erzähle ich jetzt besser mal nichts. Aber zusammen heben sich die Problemchen auf und das unruhige Muster kaschiert locker die eine oder andere Nähungenauigkeit.


Laut Anleitung wird das Kleid doppelt genäht, es ist sonst auch viel zu transparent. Ich hatte eine blaue Viskose bei Stof und Stil bestellt, weil ich den Poly-Chiffon nicht als Futter auf der Haut haben wollte. Aber die Viskose ist ein bisschen zu dick und würde dem Kleid zu sehr das flatterhafte nehmen. Ich habe ein gekauftes Seidenkleid mit einem ganz zarten Viskosefutter, das trägt sich ganz wunderbar. Also habe ich beschlossen, ein Viskose-Unterkleid zu nähen. Das fehlt jetzt noch.

Der Grund, warum ich das Kleid aber im Juli schon in die Ecke gepfeffert habe, ist dieser:


Ein Rollsaum sollte doch perfekt geignet sein, für so einen dünnen Stoff. Natürlich habe ich an einem Stoffrest getestet und alles war gut. Aber dann löste sich der Saum an einigen Stellen. Das Dumme ist ja, dass der Saum jetzt schon die finale Länge hat ohne weiteren Platz für eine Nahtzugabe. Ich muss also nochmal Rollsaum versuchen und hoffen, dass nicht wieder dasselbe passiert. Sowas ärgert mich!

Naja, jetzt ist erstmal Herbst, bis zum nächsten Frühling hab ich genug Zeit, mich wieder abzuregen.

Dienstag, 22. Juli 2014

Sommer-Bluse

Ich muss mich beeilen. Weil ich mir die Regel auferlegt habe, im August keine Sommersachen mehr zu nähen. Ein Kleid ist aber immer noch in Arbeit, bzw. es liegt zerknüllt in der Ecke. Da warte ich auf einen großen Motivationsschub.


Die Bluse/das Top, die/das ich heute zeige, ist auch schon länger fast fertig und wartete nur auf den Druckknopf hinten. Bzw. die richtigen Werkzeuge. Ich hatte nämlich eigentlich alle Druckknopf-Teile da und konnte diese Werkzeug-Einsätze nicht finden, die man für die Vario-Zange braucht. Ja, ich hätte auch eine andere Verschluss-Lösung wählen können, allerdings hatte ich schon die Löcher für die Druckknöpfe in den Stoff gestanzt. Also musste ich mir nochmal eine Packung Knöpfe+Werkzeug kaufen und das hat halt eine Weile gedauert.


Nun zur Bluse. Es ist Modell 116 aus Burda 7/2012. Ich weiß, dass an dieser Stelle einige nicht mehr weiterlesen. Wie öde, schon wieder Burda :-( Aber wieso soll man sich teure Einzelschnitte kaufen, wenn man schon über ein relativ großes Schnitt-Archiv verfügt.


Der Stoff ist ein ganz leichter Baumwoll-Batist, der mal ein gekauftes Kleid war. So eine Art Baby-Doll. Gar nicht meins, aber eben ein toller Stoff. Für die Schrägbänder habe ich eine grau-weiß gestreifte Baumwolle vom Sterntaler-Werksverkauf genommen. An den Armausschnitten sind die Schrägbänder nur von innen sichtbar und lugen nur manchmal etwas heraus. Insgesamt habe ich Acht Zentimeter im Umfang rausgenommen und trotzdem muss ich mich immer wieder an solche weiten Sachen gewöhnen. Fühlt sich aber gut an und könnte was werden mit uns.


Mittwoch, 2. Juli 2014

MeMadeMittwoch Nr. 42 in Ajaccio

Endlich wird das Wetter mal so, dass ich mein neues Jersey-Kleid anziehen kann! Fertig ist es schon seit 1,5 Wochen, ich habe es nämlich bei einem sehr schönen Näh-Treffen in Leipzig fertig gestellt. Leider habe ich es nicht geschafft, darüber zu berichten, aber ihr könnt bei Wilka und Frauenoberbekleidung darüber lesen.


Ursprünglich war mir der Schnitt Ajaccio von Schnittquelle gar nicht so ins Auge gefallen. Da ich aber die Gelegenheit hatte, in Sylvias fertiges Kleid zu schlüpfen, habe ich gemerkt, dass er sehr gut sitzt. Das nähen ging sehr schnell und problemlos und nachdem Pannipunktinella mir die Seiten freundlicherweise noch ein wenig abgesteckt hat, passt es sogar noch besser!


 Der Stoff ist ein Coupon vom Stoffmarkt. Das Muster ist nicht gerade dezent, aber für den Sommer genau richtig.

Es ist wirklich ein schönes Alltagskleid. Anziehen und fertig. Aber so hundertprozentig meins ist es trotzdem nicht. Also ich meine dieses eine Kleid ist toll, aber ich denke, ich habe immer noch nicht den Schnitt gefunden, mit dem ich in Serie gehen möchte. Möglicherweise bin ich aber auch zu pingelig;-)

Viele schöne Kleidung gibt es heute wieder hier.

Samstag, 31. Mai 2014

Indianermädchen

Wenn man in unserer Stadt lebt, kommt man kaum um das jährliche Karl-May-Fest herum. Zumindest wenn man Kinder hat. Ansonsten könnte ich mir durchaus Besseres für das Himmelfahrtswochenende vorstellen.

Die Große wollte gern ein Indianer-Mädchen sein. Die Jungs aus dem Kindergarten waren lieber Cowboys. Ich habe sogar Kinder gesehen, die waren beides. Sie nehmen es da eben nicht so genau. Im Gegensatz zu den vielen Erwachsenen, die dort "mitspielen". Man bekommt leicht den Eindruck, dass die das für sich machen, weniger für die Besucher. Der gespielte Überfall einiger Banditen auf die Schmalspurbahn ist jedesmal so laut, dass viele Kinder heulend davon laufen. Ich schweife ab...


Jedenfalls habe ich auf einigen amerikanischen Seiten diese Kostüm-Idee gesehen, die ich gleich nachgemacht habe: Von einem großen T-Shirt, in unserem Fall vom Papa, die Säume abschneiden und dann Fransen schneiden. Auf einige der Fransen Holzperlen auffädeln, fertig. Um Arbeit zu sparen, habe ich nur auf jede dritte Franse gefädelt. Dazu habe ich mir aus einem Stück Perlonfaden (oder Angelschnur) eine Schlaufe geknotet, die ich dann wie einen Fadeneinfädler benutzt habe. Bei uns sind auch einige rosa Perlen dabei. Die waren halt schon vorhanden und ich wollte nicht so viel Neues kaufen. Außerdem haben moderne Indianermädchen sicher nichts gegen rosa.

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