Freitag, 13. Januar 2017

Rückblick 2016

Mir war schon klar, dass ich im letzten Jahr nicht soviel genäht habe, wie in den Jahren davor, besonders nicht für mich. Aber dass es soo wenig war, das hätte ich nicht gedacht. Für mich sind genau ein Kleid, eine kurze Hose und 3 Oberteile entstanden:


Das sind alles Teile, die ich sehr gern trage. Alle absichtlich etwas lässiger und passend zu meinem alten Job. Im neuen Job muss ich sie extrem auf Business stylen oder eben freitags tragen. Ich habe aktuell einen hohen Bedarf an Büro-Mode und würde gern mehr davon nähen. Meine Pläne für 2017 gehen also in diese Richtung. Klar ist aber auch, dass ich nicht plötzlich mehr Zeit zum Nähen haben werde. Ich werde also weiterhin abwarten und schauen müssen, ob sich irgendwann eine Gelegenheit zum Nähen findet. Ganz kurzfristig gibt es so eine Gelegenheit an diesem Wochenende. Ich bin zwar völlig unvorbereitet, freue mich aber schon riesig! Auch im März werde ich zum Nähen wegfahren, 2017 scheint toll zu werden!

Für die Kinder ist mehr entstanden. Leider hatte ich das Problem, dass irgendwie alle unsere Fotos von den ersten 3 Monaten 2016 von der Festplatte verschwunden sind, nicht nur die Klamottenfotos :-(

Gottseidank sind sie ja im Blog, ich brauchte nur etwas länger, um alles zusammenzusuchen:



So, jetzt muss ich schnell weg, sonst fährt der Zug ohne mich!

Dienstag, 27. Dezember 2016

Schnelle Fledermäuse

Ich habe doch keine Zeit :-P
In den letzten Wochen und Monaten kam ich weder zum Nähen noch zum Bloggen. Da aber natürlich trotzdem ab und zu was entstand, nur gerade nicht für mich, möchte ich die Sachen gern noch verbloggen. Denn mein Blog ist, wie für viele andere auch, für mich so eine Art Ablage zum Dokumentieren, Sortieren, Erinnern.

Am meisten haben mich in diesem Jahr fünf Kostüme blockiert, die ich für den Kinder- und Jugendzirkus genäht habe, in dem meine Tochter trainiert. Ich habe drei Meerjungfrauen genäht (für eine Kautschuk-Nummer) und je einmal Goldmarie und Pechmarie (Trapez). Leider sind die Lichtverhältnisse beim alljährlichen großen Weihnachtszirkus immer so schlecht, dass ich hier wirklich gar keine Fotos zeigen kann. Egal, ich bin einfach nur froh, dass ich es geschafft habe. Ich weiß, dass es viele gibt, die sagen, warum machst du sowas, bloß nicht für andere nähen. usw. Ich sage: Doch! Unbedingt! Weil ich diesen Zirkus einfach nur toll finde! Weil alles was dort geschieht, nur geschieht, weil sich die Kinder und Jugendlichen dafür einsetzen, einfach machen. Die Großen kümmern sich um die Kleinen, behinderte Kinder werden ganz selbverständlich integriert, Ferientrainingslager organisiert, usw. Und das allerbeste ist, jeder kann dort mitmachen, völlig egal ob groß oder klein, dick oder dünn, talentiert oder eben weniger. Die einzige Voraussetzung ist, dass man mitmachen möchte. Und da helfe ich wirklich gern. Nee, ich bin sogar froh, dass ich die Kinder unterstützen kann. So!



Ende Oktober haben wir meinen Geburtstag nachgefeiert und weil die Kinder schon immer mal richtig Halloween feiern wollten, war mein Vierzigster also eine Halloween-Party. Nun ja, es gibt Schlimmeres! Die Große wollte eine Fledermaus sein und die Kleine - na ratet mal! Da ich noch mit den Zirkuskostümen (s.o.) beschäftigt war, habe ich mich für ganz schnelle Kostüme nach dieser Anleitung entschieden. Damit es noch einfacher wird, habe ich schwarzen Badeanzug-Stoff verwendet, nicht super-billig, aber da brauchte ich mir keine Gedanken um offene Kanten machen. Und die Fledermäuse sind elastisch genug, um vielleicht noch ein Jahr länger mitzuwachsen. Auch die Ohren gingen mit Filz und Haarreifen ganz schnell. Die Kleine rannte die ganze Zeit mit den Worten "flieg, flieg" oder "flatter, flatter" durch die Gegend. Mein Kostüm war einfach mal gekauft.

Genießt die verbleibende Zeit zum Jahreswechsel! Das ist für mich die Zeit, wo ich endlich entspannen kann und die Augenringe langsam etwas dezenter werden:-)

Mittwoch, 2. November 2016

MeMadeMittwoch Nr. 65 - Das Mädchen mit dem Perlenohrring

Mit dem Mädchen mit dem Perlenohrring bin ich quasi aufgewachsen, ein Druck davon hing bei meinen Eltern im Wohnzimmer. Deshalb musste ich diesen Stoff unbedingt haben, als ich ihn sah. Obwohl er schwarz ist und ich doch kein schwarz mehr kaufe.



Das Finden eines geeigneten Schnittes und die Anordnung des Druckes darauf waren etwas schwieriger, ich bin aber mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Mittig wollte ich den Druck nicht haben, das war mir irgendwie zu platt und hätte auch doof ausgesehen. Sylvia sagte sehr schön: "Die Formen deines Körpers würden ihr Gesicht zerstören". So an der Seite gefällt es mir viel besser. Dafür musste die linke Seitennaht weichen. Statt dessen hab ich hinten eine Naht eingefügt. Als das Shirt dann fertig war, war es viiiel zu weit und ich musste vorne auch noch eine Mittelnaht einfügen und vorn und hinten habe ich jeweils ca. 5 cm Weite rausgenommen.


Achso, der Schnitt, das war ein kostenloser aus dem Netz, nämlich das Mandy Boat Tee.

Jetzt geht's zum Me Made Mittwoch, heute mit Meike.

Mittwoch, 19. Oktober 2016

MeMadeMittwoch Nr. 64 - in kurzer Hose

Schon seit Juli wollte ich mal eine Velara-Hose (von Schnittgeflüster) probe nähen. Ich wollte wissen, ob die auch für's Büro taugt oder ob es eben doch nur eine Gummizug-Hose ist. Allerdings hatte ich nur noch ein kleines Stück Schurwoll-Stoff in dunkelgrau von diesem Rock übrig. Also habe ich mir eine kurze Schurwoll-Hose genäht. Wie immer ist es schon eine Weile her, dass ich damit anfing und ich konnte mir die Kombi damals im Sommer nicht so richtig vorstellen. Aber es sollte ein Probehose werden, ohne Anspruch darauf, getragen zu werden.

Die Fotos hat übrigens meine Siebenjährige geschossen...

Als es Herbst wurde, kam ich an einem Schaufenster vorbei und sah drei Schaufenster-Puppen mit kurzen Wollhosen und Strumpfhosen. Na klar, dass ich daran nicht gedacht hatte (logisch, da war im Sommer nicht dran zu denken)! Also habe ich das probiert und es hat ganz gut funktioniert. Die Bilder sind von Sonntag, als ich meinen 5-Shades-of-Grau-Look erst mal probieren wollte.

Es ist nämlich so, dass ich seit ein paar Tagen in einer neuen Firma arbeite. Kleidungstechnisch das volle Kontrastprogramm zu vorher! Während man in der alten Firma wirklich grottenschlecht angezogen sein musste, um nicht aufzufallen, muss darf ich mir jetzt wieder mehr Mühe geben. Die neuen Sneakers kann ich jetzt erstmal wieder zu Hause lassen. Ich hätte große Lust, mir einige neue Büro-Outfits zu nähen, nur die Zeit ...

... mit der Bemerkung "Mama, deine Klamotten sehen heute so richtig doof aus!"

Das Shirt ist übrigens dieses hier und zu meiner Graue-Maus-Verkleidung trug ich noch einen grauen Mantel, meine pinke Handtasche und pinke Ohrringe. Ich denke, ich kann durchaus so ins Büro gehen, zumal es ja gar keine formalen Vorschriften gibt. Was meint Ihr?

Endlich bin ich auch ml wieder beim MeMadeMittwoch dabei!

Freitag, 30. September 2016

Ihre erste Schlafanzughose!

Letzte Gelegenheit, im September noch einen Post zu veröffentlichen! Ich nähe durchaus ab und zu, bringe aber irgendwie gerade nichts zu ende. Oder mache nur Murks. Da trifft es sich gut, dass ich euch heute mal etwas zeigen kann, das ich gar nicht selber genäht habe, sondern meine große Tochter. Ihr erstes selbstgenähtes Stück ist eine Schlafanzughose aus einem alten Bettbezug. Den hat sie selbst für ihr Projekt gewählt, weil der Stoff so schön weich ist. An den Ecken war er schon ganz dünn und löchrig, er wurde also oft benutzt und gewaschen.


Meine Große ist ja nicht gerade ein Nachwuchs-Handarbeits-Bastel-Talent. Ihr fehlt die Geduld, sie ist viel zu hektisch, weiß schon alles besser, bevor man es ihr gezeigt hat usw. Aber an der Nähmaschine wird sie ganz entspannt (ok, für uns alte Hasen ist das nichts Neues, aber ich wusste nicht, dass das auch bei Kindern funktioniert). Vor einem Jahr haben wir für Papas Geburtstag eine Girlande gemacht. Mit einem Stanzer große Kreise aus buntem Papier gestanzt und mit der Nähmaschine aneinander genäht. Das Nähen hat sie ganz allein übernommen. Da war sie zwar erst Sechs, aber ich hatte gar kein schlechtes Gefühl, ihr meine "gute" Maschine zu überlassen.


In den Sommerferien hatten wir zwei eine Woche lang gemeinsam frei und ich habe mir verschiedene Ideen zurechtgelegt, falls Langeweile aufkommt. Da haben wir die Hose begonnen. Den Schnitt hatte ich vorher kopiert und auf den Stoff gesteckt (mit Stecknadeln steht sie noch auf Kriegsfuß). Sie hat abgemalt, zugeschnitten und dann die von mir gesteckten Teile mit der Overlock genäht. Dazu haben wir ein Fußbänkchen unter das Pedal gestellt und sie hatte es erstaunlich schnell raus, die Geschwindigkeit zu kontrollieren.

Der Schnitt ist B1665b aus der B*Trendy #7. Der Bund/Tunnel für den Gummi wird auch mit der Overlock angenäht, also nicht umgeklappt und festgesteppt. Das hielt ich für einfacher. So brauchten wir keine Nähmaschine, auch die Hosensäume sind nur versäubert. Die Hose lag bis vor zwei Wochen rum, obwohl nur noch der Gummi und die Hosensäume fehlten. Jetzt wird sie regelmäßig getragen.

Wir sind beide mächtig stolz ;-)


Montag, 15. August 2016

Zum Geburtstag ...


... des kleinen Kindes gab es diesmal einiges Genähtes. Zunächst mal ein stinknormles Shirt aber mit langem Arm, denn ich habe das Gefühl, da haben wir länger was davon. Ich habe wieder den Raglan-Leo von pattydoo verwendet. Weil ich weiß, dass der sehr schmal ausfällt, in 104, die eigentlich noch zu groß ist. Der Katzenstoff ist vom Stoffmarkt und die Bündchen sind aus Ribjersey von Stoff und Stil. Leider weigert sich das jetzt dreijährige Kind mal wieder, das Shirt anzuprobieren. Von der Oma gab es eine schöne Sweat-Jacke, auch da wissen wir nicht, ob die passt. Sachen anprobieren ist ja Quälerei!


Für die Puppe gab es ein Shirt nach diesem Schnitt und eine Jeans von hier. Ich habe nach Puppenschnitten für 18''-Puppen gesucht, da ich im deutschsprachigen Raum nichts gefunden habe. Zum Schnitte selber basteln hatte ich keine Zeit. Für die Hose habe ich eine alte Jeans von mir verwendet. Eigentlich hatte ich das Shirt zunächst aus einem anderen Stoff genäht (eignet sich ja super zur Resteverwertung), aber dieses war kurz nach der Fertigstellung verschwunden. Ich habe das ganze Haus durchsucht, meinen Stoffschrank durchwühlt (ich hatte nämlich zeitgleich ein paar Stoffe herausgezogen und befürchtet, das Shirt mit zurück in den Schrank gepackt zu haben), aber es blieb verschwunden. Leider befürchte ich ja, ich habe es zusammen mit Stoffschnipseln entsorgt. Aber so passt es ja auch ganz gut und die Puppe durfte ihre Sachen zumindest probieren.


Weil das kleine Mädchen eine gute Puppenmutter ist (im Gegensatz zu ihrer großen Schwester), habe ich nach diesem Schnitt eine Puppentrage genäht. Komplett aus vorhandenen Materialien. Mein Mann und ich waren uns einig, dass dieses Geschenk der Riesenknaller wird. Aber das Kind möchte uns wohl beweisen, dass es nicht so berechenbar ist. Also abwarten, bis der Geburtstags-Rummel verflogen ist;-)

Mittwoch, 20. Juli 2016

MeMadeMittwoch Nr. 63 - im "schnellen, leichten" Sommerkleid

Was ich heute zeige, wollte ich eigentlich schon letzten Mittwoch posten, aber dann traf mich die Blogunlust, über die ich inzwischen schon bei vielen anderen Nähbloggern gelesen habe. Bei Mein gewisses Etwas gibt es übrigens eine Reihe zum Thema "Sinn des Nähbloggens". Sehr lesenswert und ich bin gespannt, wer als nächstes Sindys Fragen beantwortet.


Da ich letzte Woche aber schon Fotos gemacht hatte, will ich die wenigstens heute zeigen, inklusive aller Sitz-Knitterfalten. Vor einigen Wochen hatte ich festgestellt, dass mir meine üblichen Sommerkleider entweder zu unbekleidet oder zu schwitzig waren. Mir war nach etwas Schlichtem, dass zwar luftiger als meine Jerseykleider (z.B. aus flatteriger Viskose), aber dennoch bürotauglich ist (schulterbedeckend, kein riesiger Ausschnitt). Einen schönen kleingemusterten Viskose-Webstoff hatte ich noch vom Stoffmarkt vor einem oder zwei Jahren hier liegen. Zunächst wollte ich daraus einen Jumpsuit nähen, fand keinen passenden Schnitt und habe mich dann doch für ein Kleid entschieden und dafür, den Schnitt einfach aus Vorhandenen zusammenzubasteln.


Für das Oberteil habe ich mich an Modell 127 aus der Burda 3/2015 orientiert. Dort ist es zwar das Oberteil eines Wickelkleides, aber mir gefiel der gemäßigte Ausschnitt und die angeschnittenen Ärmel/überschnittenen Schultern (die Schulternaht verläuft schräg nach hinten). Ich habe die beiden Vorderteile an der vorderen Mitte übereinandergelegt, sodass sich ein normales Vorderteil mit V-Ausschnitt ergab. Es passte auch alles ohne Reissverschluss über den Kopf, war mir aber doch ein kleines bisschen zu hoch geschlossen. Also habe ich den Ausschnitt nochmal etwas vergrößert. Die Abnäher habe ich offen gelassen, die Weite wird durch einen Gummizug in der Taille zusammengehalten (Nahtzugabe der Taillennaht zum Tunnel umgeklappt, Gummi rein, fertig) Den Rockteil habe ich von Modell 113 aus Burda 8/2009 übernommen (und ganz leicht weiter gemacht). Von welchem Schnitt die Nahttaschen kommen, weiß ich nicht mehr.


Normalerweise bin ich kein Freund von Gummizügen in der Taille, zumindest nicht für Erwachsene. Und davon, dass ein Gürtel ein Sackkleid auf Figur trimmt, auch nicht. Aber beides zusammen gefällt mir ganz gut. Der Gummi hält alles zusammen, durch den Gürtel sieht es besser aus. Aber Gürtelschlaufen müssen sein, die fehlen bei meinem Kleid noch. Hat jemand eine Quelle für schmalere Ledergürtel in nicht-schwarz oder -braun, ohne Nieten, Fransen u.ä.? Solange ich da noch suche, muss dieser schwarze Gürtel ran.



Ich fühle mich sehr wohl in dem Kleid, eben auch an den Tagen, wo man lieber etwas unauffälliger unterwegs sein möchte. Dass Muster lässt sich besch***en fotografieren, gefällt mir aber sehr gut. Ich glaube, aus zwei Metern Entfernung ist es gar nicht mehr als Muster wahrnehmbar (@Sylvia ;-))

Jetzt aber ab zum MeMadeMittwoch, wo Frau Crafteln heute einen "Waxirock" zeigt.

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