Mittwoch, 17. September 2014

MeMadeMittwoch Nr. 43 mit der pinken Brigitte

Zum ersten MMM nach der langen Sommerpause trage ich heute mein neues Kleid. Es ist für die nicht mehr ganz so heißen Spätsommertage, wie heute, perfekt. Ich hatte schon im August damit angefangen und bei einem sehr schönen kleinen Nähkränzchen letzten Sonntag mit Frauenoberbekleidung und Malou weitergemacht. Fertig geworden bin ich erst heute morgen.

Bilder gibt's heute nur von drinnen mit zu wenig Licht...

Der Schnitt heißt Brigitte Dress und es gibt ihn als kostenlosen Download. Ich wollte schon immer mal eine Art Etuikleid, aber aus Jersey nähen. Also den konstruierten Look mit Abnähern und so, aber trotzdem bequem. Der pinke Single Jersey ist ein Coupon vom letzten Stoffmarkt. Obwohl er kein Elasthan enthält, konnte ich den Reisverschluss weglassen.

... oder von draußen mit zuviel Licht.

 Die Form gefällt mir wirklich gut, vielleicht gibt es einen Nachfolger. Ich hoffe nur, ich habe alle Änderungen dokumentiert, davon gab es nämlich einige. Ich habe das Kleid verlängert, sowohl um meine üblichen 4cm im Oberkörper, als auch am Saum. Eigentlich ist das Kleid eine Art verlängerte Tunika. Es gab auch einen Sew Along und wenn man mal nach Brigitte Dress googelt, findet man einige Versionen englischer Bloggerinnen, wo man die Länge gut sehen kann. Die Ärmel habe ich etwas schmaler (beim nächsten Mal noch mehr!) und kürzer gemacht. Was überhaupt nicht geht, sind die Brustabnäher. Ich habe zwar ein wenig korrigiert, aber mehr schlecht als recht, da mich das Schnittmuster dummerweise dazu verleitet hatte, die Abnäher auszuschneiden. Ich konnte sie also im Nachhinein nicht mehr richtig anpassen. 

Ich hoffe, im Herbst geht das Kleid auch mit Unterkleid und Strickjacke. Die Farbe mag ich sehr, ich würde nicht jedes Pink tragen, dieses schon. Alle Teilnehmerinnen treffen sich heute wieder auf dem MMM-Blog, diesmal angeführt vom Kirschenkind. Ich kann erst heute abend schauen, jetzt gehe ich erstmal mit Brigitte und meinen Kindern in den Zoo.

Donnerstag, 4. September 2014

Unfertiges Sommerkleid

Wie ich in meinem letzten Post schon schrieb, habe ich mit dem Nähen von Sommersachen schon vor einem Monat abgeschlossen. Dennoch möchte ich mein letztes Sommerkleid noch zeigen, obwohl es unfertig über den Winter gebracht werden muss. Ich brauche das vor allem für mich zur Dokumentation, denn es wäre schade, wenn das Kleid ein Ufo bliebe.


Der Schnitt ist das Titelmodell (Nr. 25) aus der Patrones April 2007 und für mich der erste Patrones-Schnitt. Ich hatte mal 2 Semester lang Spanisch für Anfänger, damit kann man zwar noch lange keine Nähanleitung lesen, aber ich habe irgendwie alle Fragen beantwortet bekommen, die ich hatte. Es handelt sich um ein Fake-Wickelkleid, das im schrägen Fadenverlauf geschnitten ist. Die Kombination Schnitt-Stoffqualität-Muster funktioniert ganz gut, einzeln wären zumindest zwei davon zum wegrennen. Ich bin kein Freund von ganzen Kleidern im schrägen Fadenverlauf, da leidet die Passform viel zu sehr. Mit 23 kann man das gut tragen oder wenn einem die Passform egal ist. Der (Kunst-)Stoff, man könnte ihn vielleicht als Crash-Chiffon bezeichnen, lässt sich bescheiden nähen, man bekommt eigentlich keine akurate Naht hin. Und vom Zuschneiden erzähle ich jetzt besser mal nichts. Aber zusammen heben sich die Problemchen auf und das unruhige Muster kaschiert locker die eine oder andere Nähungenauigkeit.


Laut Anleitung wird das Kleid doppelt genäht, es ist sonst auch viel zu transparent. Ich hatte eine blaue Viskose bei Stof und Stil bestellt, weil ich den Poly-Chiffon nicht als Futter auf der Haut haben wollte. Aber die Viskose ist ein bisschen zu dick und würde dem Kleid zu sehr das flatterhafte nehmen. Ich habe ein gekauftes Seidenkleid mit einem ganz zarten Viskosefutter, das trägt sich ganz wunderbar. Also habe ich beschlossen, ein Viskose-Unterkleid zu nähen. Das fehlt jetzt noch.

Der Grund, warum ich das Kleid aber im Juli schon in die Ecke gepfeffert habe, ist dieser:


Ein Rollsaum sollte doch perfekt geignet sein, für so einen dünnen Stoff. Natürlich habe ich an einem Stoffrest getestet und alles war gut. Aber dann löste sich der Saum an einigen Stellen. Das Dumme ist ja, dass der Saum jetzt schon die finale Länge hat ohne weiteren Platz für eine Nahtzugabe. Ich muss also nochmal Rollsaum versuchen und hoffen, dass nicht wieder dasselbe passiert. Sowas ärgert mich!

Naja, jetzt ist erstmal Herbst, bis zum nächsten Frühling hab ich genug Zeit, mich wieder abzuregen.

Dienstag, 22. Juli 2014

Sommer-Bluse

Ich muss mich beeilen. Weil ich mir die Regel auferlegt habe, im August keine Sommersachen mehr zu nähen. Ein Kleid ist aber immer noch in Arbeit, bzw. es liegt zerknüllt in der Ecke. Da warte ich auf einen großen Motivationsschub.


Die Bluse/das Top, die/das ich heute zeige, ist auch schon länger fast fertig und wartete nur auf den Druckknopf hinten. Bzw. die richtigen Werkzeuge. Ich hatte nämlich eigentlich alle Druckknopf-Teile da und konnte diese Werkzeug-Einsätze nicht finden, die man für die Vario-Zange braucht. Ja, ich hätte auch eine andere Verschluss-Lösung wählen können, allerdings hatte ich schon die Löcher für die Druckknöpfe in den Stoff gestanzt. Also musste ich mir nochmal eine Packung Knöpfe+Werkzeug kaufen und das hat halt eine Weile gedauert.


Nun zur Bluse. Es ist Modell 116 aus Burda 7/2012. Ich weiß, dass an dieser Stelle einige nicht mehr weiterlesen. Wie öde, schon wieder Burda :-( Aber wieso soll man sich teure Einzelschnitte kaufen, wenn man schon über ein relativ großes Schnitt-Archiv verfügt.


Der Stoff ist ein ganz leichter Baumwoll-Batist, der mal ein gekauftes Kleid war. So eine Art Baby-Doll. Gar nicht meins, aber eben ein toller Stoff. Für die Schrägbänder habe ich eine grau-weiß gestreifte Baumwolle vom Sterntaler-Werksverkauf genommen. An den Armausschnitten sind die Schrägbänder nur von innen sichtbar und lugen nur manchmal etwas heraus. Insgesamt habe ich Acht Zentimeter im Umfang rausgenommen und trotzdem muss ich mich immer wieder an solche weiten Sachen gewöhnen. Fühlt sich aber gut an und könnte was werden mit uns.


Mittwoch, 2. Juli 2014

MeMadeMittwoch Nr. 42 in Ajaccio

Endlich wird das Wetter mal so, dass ich mein neues Jersey-Kleid anziehen kann! Fertig ist es schon seit 1,5 Wochen, ich habe es nämlich bei einem sehr schönen Näh-Treffen in Leipzig fertig gestellt. Leider habe ich es nicht geschafft, darüber zu berichten, aber ihr könnt bei Wilka und Frauenoberbekleidung darüber lesen.


Ursprünglich war mir der Schnitt Ajaccio von Schnittquelle gar nicht so ins Auge gefallen. Da ich aber die Gelegenheit hatte, in Sylvias fertiges Kleid zu schlüpfen, habe ich gemerkt, dass er sehr gut sitzt. Das nähen ging sehr schnell und problemlos und nachdem Pannipunktinella mir die Seiten freundlicherweise noch ein wenig abgesteckt hat, passt es sogar noch besser!


 Der Stoff ist ein Coupon vom Stoffmarkt. Das Muster ist nicht gerade dezent, aber für den Sommer genau richtig.

Es ist wirklich ein schönes Alltagskleid. Anziehen und fertig. Aber so hundertprozentig meins ist es trotzdem nicht. Also ich meine dieses eine Kleid ist toll, aber ich denke, ich habe immer noch nicht den Schnitt gefunden, mit dem ich in Serie gehen möchte. Möglicherweise bin ich aber auch zu pingelig;-)

Viele schöne Kleidung gibt es heute wieder hier.

Samstag, 31. Mai 2014

Indianermädchen

Wenn man in unserer Stadt lebt, kommt man kaum um das jährliche Karl-May-Fest herum. Zumindest wenn man Kinder hat. Ansonsten könnte ich mir durchaus Besseres für das Himmelfahrtswochenende vorstellen.

Die Große wollte gern ein Indianer-Mädchen sein. Die Jungs aus dem Kindergarten waren lieber Cowboys. Ich habe sogar Kinder gesehen, die waren beides. Sie nehmen es da eben nicht so genau. Im Gegensatz zu den vielen Erwachsenen, die dort "mitspielen". Man bekommt leicht den Eindruck, dass die das für sich machen, weniger für die Besucher. Der gespielte Überfall einiger Banditen auf die Schmalspurbahn ist jedesmal so laut, dass viele Kinder heulend davon laufen. Ich schweife ab...


Jedenfalls habe ich auf einigen amerikanischen Seiten diese Kostüm-Idee gesehen, die ich gleich nachgemacht habe: Von einem großen T-Shirt, in unserem Fall vom Papa, die Säume abschneiden und dann Fransen schneiden. Auf einige der Fransen Holzperlen auffädeln, fertig. Um Arbeit zu sparen, habe ich nur auf jede dritte Franse gefädelt. Dazu habe ich mir aus einem Stück Perlonfaden (oder Angelschnur) eine Schlaufe geknotet, die ich dann wie einen Fadeneinfädler benutzt habe. Bei uns sind auch einige rosa Perlen dabei. Die waren halt schon vorhanden und ich wollte nicht so viel Neues kaufen. Außerdem haben moderne Indianermädchen sicher nichts gegen rosa.

Mittwoch, 21. Mai 2014

MeMadeMittwoch Nr. 41 im Streifenrock

Nach dem pinken (hier, hier und hier) habe ich nun den blauen Streifenjersey angeschnitten. Zuerst war ein Kleid geplant, mit einfarbigem Oberteil, mir wird das sonst ein bissl zu viel mit den Streifen.


Irgendwann kam mir dann aber glücklicherweise der Einfall, einfach einen Rock zu nähen und dazu dann passende Oberteile. Ist praktischer, wenn mir der Nachwuchs mal wieder aufs Shirt sabbert, da muss ich nicht gleich alles waschen. Ein Viskose-Jersey in der gleichen Farbe wie der ganz dunkle Streifen liegt bereits hier. Heute trage ich den Rock aber noch mit gekauftem Oberteil.

Einhändig Kirschen zu plücken ist gar nicht so leicht!!!

Einen Schnitt habe ich nicht benutzt, sondern einen Streifen (gesamte Stoffbreite) gekräuselt an einen Jersey-Bund genäht. In den Bund kam noch ein Gummi und fertig. Wenn man sich die rasante Verbreitung von Lady Skater Dress und Co ansieht, scheine nicht nur ich den Wunsch nach etwas schlichtem, bequemen zu haben.

Wer noch beim MeMadeMittwoch dabei ist, seht ihr wie immer hier.

Mittwoch, 7. Mai 2014

MeMadeMittwoch Nr. 40 im Jerseykleid

Gestern war es ausnahmsweise mal etwas wärmer, deshalb gibt es heute Bilder von gestern.

So natürlich nicht, ...

Bei einem kleinen, sehr schönen und unbedingt zu wiederholendem Nähkränzchen letzten Freitag habe ich dieses Jersey-Kleid zuende genäht. Auf der Suche nach einem Schnitt für ein Alltagskleid, dass ich eventuell mehrfach nähen könnte (das ist eines meiner neuen Ziele), bin ich bei Modell 123 aus Burda 2/2007 gelandet.

... sondern so.

Das Kleid ist ganz okay und tragbar geworden. Für den Alltrag wirklich in Ordnung, aber ich werde es sicher nicht noch einmal nähen. Ich musste ganz viel an der Passform ändern und bin trotzdem nicht vom Sitz überwältigt.

Heute ist es wieder kühler und ich trage zum Geburtstag von Oma die Jacke von letzter Woche.

Weitere Damenmode wie immer auf dem MMM-Blog.

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