Montag, 15. August 2016

Zum Geburtstag ...


... des kleinen Kindes gab es diesmal einiges Genähtes. Zunächst mal ein stinknormles Shirt aber mit langem Arm, denn ich habe das Gefühl, da haben wir länger was davon. Ich habe wieder den Raglan-Leo von pattydoo verwendet. Weil ich weiß, dass der sehr schmal ausfällt, in 104, die eigentlich noch zu groß ist. Der Katzenstoff ist vom Stoffmarkt und die Bündchen sind aus Ribjersey von Stoff und Stil. Leider weigert sich das jetzt dreijährige Kind mal wieder, das Shirt anzuprobieren. Von der Oma gab es eine schöne Sweat-Jacke, auch da wissen wir nicht, ob die passt. Sachen anprobieren ist ja Quälerei!


Für die Puppe gab es ein Shirt nach diesem Schnitt und eine Jeans von hier. Ich habe nach Puppenschnitten für 18''-Puppen gesucht, da ich im deutschsprachigen Raum nichts gefunden habe. Zum Schnitte selber basteln hatte ich keine Zeit. Für die Hose habe ich eine alte Jeans von mir verwendet. Eigentlich hatte ich das Shirt zunächst aus einem anderen Stoff genäht (eignet sich ja super zur Resteverwertung), aber dieses war kurz nach der Fertigstellung verschwunden. Ich habe das ganze Haus durchsucht, meinen Stoffschrank durchwühlt (ich hatte nämlich zeitgleich ein paar Stoffe herausgezogen und befürchtet, das Shirt mit zurück in den Schrank gepackt zu haben), aber es blieb verschwunden. Leider befürchte ich ja, ich habe es zusammen mit Stoffschnipseln entsorgt. Aber so passt es ja auch ganz gut und die Puppe durfte ihre Sachen zumindest probieren.


Weil das kleine Mädchen eine gute Puppenmutter ist (im Gegensatz zu ihrer großen Schwester), habe ich nach diesem Schnitt eine Puppentrage genäht. Komplett aus vorhandenen Materialien. Mein Mann und ich waren uns einig, dass dieses Geschenk der Riesenknaller wird. Aber das Kind möchte uns wohl beweisen, dass es nicht so berechenbar ist. Also abwarten, bis der Geburtstags-Rummel verflogen ist;-)

Mittwoch, 20. Juli 2016

MeMadeMittwoch Nr. 63 - im "schnellen, leichten" Sommerkleid

Was ich heute zeige, wollte ich eigentlich schon letzten Mittwoch posten, aber dann traf mich die Blogunlust, über die ich inzwischen schon bei vielen anderen Nähbloggern gelesen habe. Bei Mein gewisses Etwas gibt es übrigens eine Reihe zum Thema "Sinn des Nähbloggens". Sehr lesenswert und ich bin gespannt, wer als nächstes Sindys Fragen beantwortet.


Da ich letzte Woche aber schon Fotos gemacht hatte, will ich die wenigstens heute zeigen, inklusive aller Sitz-Knitterfalten. Vor einigen Wochen hatte ich festgestellt, dass mir meine üblichen Sommerkleider entweder zu unbekleidet oder zu schwitzig waren. Mir war nach etwas Schlichtem, dass zwar luftiger als meine Jerseykleider (z.B. aus flatteriger Viskose), aber dennoch bürotauglich ist (schulterbedeckend, kein riesiger Ausschnitt). Einen schönen kleingemusterten Viskose-Webstoff hatte ich noch vom Stoffmarkt vor einem oder zwei Jahren hier liegen. Zunächst wollte ich daraus einen Jumpsuit nähen, fand keinen passenden Schnitt und habe mich dann doch für ein Kleid entschieden und dafür, den Schnitt einfach aus Vorhandenen zusammenzubasteln.


Für das Oberteil habe ich mich an Modell 127 aus der Burda 3/2015 orientiert. Dort ist es zwar das Oberteil eines Wickelkleides, aber mir gefiel der gemäßigte Ausschnitt und die angeschnittenen Ärmel/überschnittenen Schultern (die Schulternaht verläuft schräg nach hinten). Ich habe die beiden Vorderteile an der vorderen Mitte übereinandergelegt, sodass sich ein normales Vorderteil mit V-Ausschnitt ergab. Es passte auch alles ohne Reissverschluss über den Kopf, war mir aber doch ein kleines bisschen zu hoch geschlossen. Also habe ich den Ausschnitt nochmal etwas vergrößert. Die Abnäher habe ich offen gelassen, die Weite wird durch einen Gummizug in der Taille zusammengehalten (Nahtzugabe der Taillennaht zum Tunnel umgeklappt, Gummi rein, fertig) Den Rockteil habe ich von Modell 113 aus Burda 8/2009 übernommen (und ganz leicht weiter gemacht). Von welchem Schnitt die Nahttaschen kommen, weiß ich nicht mehr.


Normalerweise bin ich kein Freund von Gummizügen in der Taille, zumindest nicht für Erwachsene. Und davon, dass ein Gürtel ein Sackkleid auf Figur trimmt, auch nicht. Aber beides zusammen gefällt mir ganz gut. Der Gummi hält alles zusammen, durch den Gürtel sieht es besser aus. Aber Gürtelschlaufen müssen sein, die fehlen bei meinem Kleid noch. Hat jemand eine Quelle für schmalere Ledergürtel in nicht-schwarz oder -braun, ohne Nieten, Fransen u.ä.? Solange ich da noch suche, muss dieser schwarze Gürtel ran.



Ich fühle mich sehr wohl in dem Kleid, eben auch an den Tagen, wo man lieber etwas unauffälliger unterwegs sein möchte. Dass Muster lässt sich besch***en fotografieren, gefällt mir aber sehr gut. Ich glaube, aus zwei Metern Entfernung ist es gar nicht mehr als Muster wahrnehmbar (@Sylvia ;-))

Jetzt aber ab zum MeMadeMittwoch, wo Frau Crafteln heute einen "Waxirock" zeigt.

Mittwoch, 8. Juni 2016

MeMadeMittwoch Nr. 62 im Burda-Shirt mit Seide


Neuer Versuch eines legeren Oberteils. Heute zeige ich das Modell 103 aus der Burda 2/2016. Nach all der Kleidernäherei ist auch bei mir ein Drang hin zu Hosen zu verspüren. Ursprünglich wollte ich deshalb auch die Shorts zum Oberteil nähen, das ist aber an der Stoffsuche gescheitert. Da es genug passende Hosen in allen möglichen Farben zu kaufen gibt, habe ich der Stelle Zeit gespart.

Quelle

Für den im Rücken vorgesehenen Webstoff habe ich die sandgewaschene Seide von Stoff und Stil genommen. Der Viskose-Jersey ist ein Coupon vom Stoffmarkt, in einer erstaunlich guten Qualität. Ich hatte einige Probleme, beides zu verbinden. So gab es einige Falten am hinteren Ärmel, wo Jersey-Ärmel auf Seiden-Rückenteil trifft. Das war zu erwarten, aber trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ließen sie sich nicht vermeiden. Ich habe sie nachträglich etwas vermindern können, aber ganz weg sind sie nicht. Auch das Säumen ging nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte. Die Seide wollte ich zweimal umschlagen und knapp absteppen und den Jerseyteil overlocken, umschlagen und feststeppen, also getrennt voneinander. Durch die starke Rundung am hinteren Saum ging das mit der flutschigen Seide ganz schlecht, also habe ich kurzerhand alles geoverlockt und einmal schmal umgeschlagen. Ist nicht ganz so, wie ich mir einen Seidensaum wünsche, aber man sieht es nicht, selbst beim Bügeln scheint sich die Overlocknaht nicht durchzuschlagen.


Apropos Saum, den habe ich ringsherum (auch die Ärmelsäume) auch nochmal gekürzt. Ich habe festgestellt, dass ich mir mit Half Tuck nicht gefalle, so schön es auch bei anderen aussieht. Wohler fühle ich mich, wenn der vordere Saum gleich kürzer ist.


Man braucht übrigens auf gar keinen Fall mehr als 80cm von dem Webstoff, falls man in einen teureren Stoff investieren möchte. Eventuell sogar noch weniger, da muss ich nochmal messen. Auf jeden Fall lohnt sich das, das Shirt fühlt sich wirklich toll an auf der Haut. Und wenn man kleine Kinder hat, ist es gar nicht so blöd, dass die Seide hinten ist :-)

Übrigens: das ist heute mein 200. Post! Yippie! Glückwunsch anne! Danke! :-)

Und jetzt ab zum MeMadeMittwoch!

Montag, 30. Mai 2016

Häschen in der Grube

Am letzten Mittwoch wollte ich endlich mal wieder beim MeMadeMittwoch mitmachen. Also zog ich am Dienstag mein neues TanteHerta-Shirt an und machte morgens vor der Arbeit ein paar Fotos. Abends schaute ich sie mir dann an, um ein paar Geeignete für den Post auszuwählen und noch das Gesicht zu verdecken. Aber das sah so schlimm aus, dass ich augenblicklich alle Bilder löschen musste! Ich weiß ja, man soll beim MMM das wirkliche Leben zeigen und nicht nur die schönen Sachen, aber das ging in diesem Fall wirklich nicht, sorry!

Bei mir ist also irgendwie der Wurm drin, da müsst ihr wieder mit Kindersachen vorlieb nehmen ;-)


Bei Pinterest habe ich diese nette Idee für eine Hasen-Applikation gefunden, die musste ich unbedingt nachmachen. Der Hasenstoff ist ein Rest des Pferde-Nickis von der Zuckertüte. Ich wußte, wenn ich diese Hasentasche aufnähe, wäre das kleine Kind begeistert, egal, wie das restliche Kleidungsstück aussieht.


Ebenfalls über Pinterest hatte ich für das große Kind den Schnitt für ein "Girls A-line Pullover Dress" entdeckt. Der geht erst bei Größe 4 (Jahre) los, also habe ich ihn auf 3 verkleinert und zur Tunika verkürzt. Leider ist der Ausschnitt etwas groß. Ich will den Schnitt aber unbedingt noch für die Große probieren.


Da ich meine Stoffreste vernähen will, die aber nicht immer soo passend sind, hat mir das große Mädchen geholfen, den hellblauen Interlock ein bisschen zu bestempeln. Als Stempel haben wir das Innere einer Klopapierrolle genommen, auch das habe ich mal bei Pinterest entdeckt (das sollte hier eigentlich gar kein Lob-Gesanges-Post werden).


Es müssen übrigens nicht immer niedliche Tiere sein. Auch diese kleine "Verschönerung" eines Flohmarkt-T-Shirts ist Internet-inspriert und gefällt dem kleinen Kind ausgesprochen gut.

Mal sehen, ob ich irgendwann nochmal die Kurve kriege und wieder Erwachsenen-Sachen nähe;-)

Donnerstag, 19. Mai 2016

Sommersachen

Ich habe noch ein paar unverbloggte Kindersachen. Bevor es hier ganz still wird, weil gerade nichts für mich entsteht, will ich die mal zeigen. Oberste Prämisse beim Nähen von Kindersachen ist für mich gerade wieder das Vernähen von vorhandenen Stoffen oder Stoffresten. In diesem Post fasse ich zwei Teile als "Sommer-Raglans"zusammen:


Das Kleid für die Große musste unbedingt noch sein, bevor sie gar kein Pink mehr mag. Den Stoff habe ich mal bei einer Stofftauschparty der Dresdner Nähblogger von Anja bekommen. Es ist so gecrashte Baumwolle mit keinen Stickereien, in die sich mein Kind gottseidank sehr verliebt hat. 


Der Schnitt ist das Titelmodell aus der Ottobre 02/2005. Größe 128 in der Breite und 134 in der Länge. Da es ein verschlußloses Webstoffkleid ist, fällt es logischerweise sehr locker, kind muss ja rein und rauskommen. Ich habe aber nachträglich einiges wieder weggenommen, sonst wäre sie in dem Kleid verloren gegangen.


Was mich ein wenig stört, ist der vordere zu große Armausschnitt, aber es ist ja ein Sommerkleid, da ist es vielleicht nicht so schlimm, dass es da so offen ist.


Bei der Kleinen war es Bedarfsnähen. Sie liebt Leggins und dazu ein Oberteil, aber bitte kein Kleid! Da ich mich immer noch nicht an Leggins mit kurzen Oberteilen gewöhnen kann (ich habe die Neunziger überlebt erlebt!) habe ich etwas Tunikaähnliches genäht.


Der Schnitt ist aus der Ottobre 01/2011, das Modell weiß ich gerade nicht. Ohne Bändchendurchzug am Ausschnitt, sondern überall mit Gummi und eben zur Tunika verlängert.


Den Jersey mit den Tassen, Kannen und teedrinkenden Damen besitze ich schon ewig. Ich glaube, der kommt aus der Zeit, als ich mir meine erste Overlock zugelegt habe, das ist auf jeden Fall 10 Jahre her.

So, jetzt darf es gern wieder etwas wärmer werden, damit die Sachen auch aus dem Schrank dürfen.

Donnerstag, 28. April 2016

Shirt endlich fertig und neue Overlock!

Vor fast zwei Monaten zeigte ich schon einmal dieses Shirt  und meine Enttäuschung darüber, dass es nicht so geworden war wie es eben sollte. Mir gefiel doch aber die Farbe so! Es gibt selten Stoffe in diesen bestimmten Beerentönen, die mir so gefallen, deshalb wollte ich es retten. Glücklicherweise fand ich noch einen Rest des Stoffes und konnte die zu engen Ärmel  neu zuschneiden. So ganz ideal ist es nach wie vor nicht, aber durchaus tragbar.

auch mal!

Ich habe sehr lange gebraucht und das schiebe ich diesmal auf die Overlockmaschine. Ich habe nämlich eine neue, die Imaginé von Babylock. Das Shirt hatte ich angefangen, mit der Imaginé meiner Mutter zu nähen, die ich zu Testzwecken ein paar Tage bei mir hatte. Als ich meine eigene kaufen wollte, war sie nicht gleich lieferbar. Also musste ich warten, denn ich wollte die schönen Overlocknähte auf gar keinen Fall mit den hässlichen meiner alten Pfaff kombinieren. Jetzt ist die Maschine da, ich bin glücklich und das Shirt ist fertig.

na gut!

Erster Eindruck zur Maschine: Hach, toll! Es ist schon klasse, wenn man sich einfach dransetzen und losnähen kann, ohne sich erst in die Bedienungsanleitung zu vertiefen. Ich kann gern dazu nochmal ausführlich was schreiben, wenn wir ein bisschen mehr zusammen genäht haben. Meine alte Pfaff ist ja eine Kombimaschine und soll jetzt nur noch als Covermaschine dienen. Mal sehen, wie wir klar kommen, denn bisher war das der frustrierendere Teil des Jersey-Nähens. Die Säume am Shirt sind schonmal ordentlich gecovert, aber dafür musste ich auch lange einstellen, probieren und fluchen.

mit meiner üblichen Uniform: Strickjacke und Tuch

Letzten Mittwoch sah ich übrigens bei Mein gewisses Etwas ein Shirt nach TanteHerta von echtknorke. Ich bin ja sonst nicht so der Lemming, vor allem nicht bei E-Books, aber ich habe mir den Schnitt noch am selben Tag gekauft und eine erste Version wartet zugeschnitten auf Vollendung.

Mittwoch, 23. März 2016

MeMadeMittwoch Nr. 61 im Weihnachtskleid


 Meine letzte MeMadeMittwoch-Teilnahme war im Oktober! Huch, wieso sagt mir das denn keiner? Dabei könnte ich inzwischen fast jeden Mittwoch mitmachen. Dann zeige ich heute mal mein Kleid vom Weihnachtskleid Sew Along 2015. Das hatte ich bisher nur einmal (eben an Weihnachten) getragen, weil es nur ganz kurze Ärmel hat. Heute trage ich ein Langarm-Shirt darunter, was glücklicherweise unter Strickjacke und Tuch verschwindet, sonst würde das ein wenig merkwürdig aussehen.









Das Jäckchen habe ich aus einer alten, gekauften Long-Strickjacke gemacht. Die hatte ich mehr oder weniger nur gekauft, weil mir die Farbe so gefiel. Leider ist sie aus Baumwolle und die wird ja mit der Zeit immer etwas hart. Ich habe die Jacke in der Taille abgeschnitten und gesäumt und trage sie zu dem Kleid, bis mir was besseres einfällt. Oder es wärmer wird. Das wäre ja mal was!



Die anderen Mittwochs-Damen gibt es wie immer auf dem MMM-Blog zu sehen.

LinkWithin

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...