Sonntag, 21. Dezember 2014

WKSA 2014 - Finale

Es ist spät, aber ich bin fertig! Seit letzter Woche gab es nicht mehr viel zu tun, aber es kam wie es kommen musste: das kleine Kind war von Dienstag bis Samstag krank. Und ich meine richtig krank. So mit maximalem Körperkontakt. Mama und sonst nichts. Selbst beim Mittagsschlaf musste ich dabei bleiben, sonst wäre sie immer wieder aufgewacht. Das war jetzt nicht so schlimm, denn aufgrund miserabler Nächte konnte ich den Schlaf gut gebrauchen. Von der Großen kenne ich das gar nicht, sie ist eigentlich nie länger als einen Tag richtig krank und hängt dann auch nicht so am Rockzipfel.


Zum Weihnachtskleid. Ich habe ja schon einiges gezeigt und es ist richtig gut geworden. Gestern und heute habe ich das Futter an den Ärmeln und am Reissverschluss von Hand angenäht. Ich hätte es ja gern mal anders versucht, aber es war keine Zeit für Experimente. Gesäumt habe ich auch von Hand. Zum Fluchen! Ich hatte mir vor zwei Tagen in der Küche in den linken Daumen geschnitten. Mir ist bewußt geworden, wie oft ich den brauche: beim Stecknadeln stecken zum Beispiel. Das ging jetzt ziemlich umständlich. Außerdem habe ich beim Handnähen öfters das Pflaster mit angenäht.

Morgen gehe ich mit der großen Tochter ins Theater, da werde ich das Kleid tragen. Wahrscheinlich mit Shirt und Stiefeln (oder zumindest blickdichten Strumpfhosen). Und wenn es nicht bekleckert wird, trage ich es Heiligabend einfach wieder.


Vielen Dank an Dodo und Frau Kirsche für die charmante Leitung dieses Sew Alongs. So richtig hat mir das Nähen selten reingepasst und meistens hatte ich erst sonntags abends Zeit, wenn der Post schon geschrieben war. Aber darum geht es ja, etwas Zeit für sich selbst abzuzwacken.

Was das Kleid betrifft, ich bin immer noch baff, dass es ohne Änderungen sitzt. Vielleicht sollte ich öfter mal auf die Langgrößen bei Burda schauen. Wobei mir meistens die Kurzgrößenschnitte gefallen. Jaja, the grass is always greener on the other side of the road. Oder so. Jedenfalls könnte ich mir vorstellen, das Kleid nochmal zu nähen. Aber ohne den Schalkragen, denn Schluppen-, Schal- oder sonstige Kragen habe ich inzwischen einige.


Noch etwas ist mir (mal wieder) aufgefallen. So schön schnell es auch geht, sich ein Jerseykleid zu nähen, es lohnt sich, immer mal wieder auch Kleider aus Webstoffen zu nähen!

Sonntag, 14. Dezember 2014

WKSA 2014 - Teil 5

Es wird! Ich glaube, das ist mir noch nie passiert: Das Kleid sitzt ohne jegliche Änderung! Ich habe weder vor dem Nähen angepasst, noch danach korrigiert. Und der Stoff ist nicht elastisch. Da muss doch irgendwo ein Haken sein?


Dass der Schalkragen nur an einer Längsseite angenäht wird, habe ich ja schon beim letzten Mal festgestellt. Wie zu erwarten war, muss ich da nochmal ran und ihn zusätzlich fixieren, sonst rutscht er nach oben:


Bezüglich der Länge bin ich noch unschlüssig. Ich hatte beherzt alle Saumzugaben weggeschnitten, da mir das Kleid viel zu lang erschien. Ich war der Meinung, länger als bis knapp unters Knie steht mir nicht. Jetzt bin ich mir nicht mehr ganz sicher. So knapp wie möglich säumen oder mit ordentlich Saumzugabe, sodass meine übliche Länge erreicht wird?


Inzwischen ist das Futter fertig und auch schon am Halsausschnitt mit dem Kleid verbunden. Wie ich jetzt die Ärmel verstürzen soll ist mir noch nicht ganz klar. Beim Lesen der Anleitung bildete sich ein Knoten in meinem Gehirn. Dann noch das Futter am Reissverschluss fixieren und so ein paar Kleinigkeiten, Saum dran und dann müsste ich eigentlich fertig sein.

Der Fünfte Treff findet heute wieder mit Dodo auf dem MeMadeMittwoch-Blog statt.

Mittwoch, 10. Dezember 2014

MeMadeMittwoch Nr. 47 in silber!!!

Jedes Jahr um diese Zeit gibt es in den Läden Glitzerfummel zu kaufen. Selbst im Discounter um die Ecke habe ich Pullover mit Lurexfäden gesehen. Während ich noch innerlich den Kopf schüttelte und dachte "nee, das ist nichts für mich", fiel mir ein, dass ich noch einen silbernen Kapuzenpulli im Schrank habe.


An einem Tag, an dem man mal gar nichts Aufregendes vorhat, weder Vorstandssitzung noch Papstbesuch, kann man ruhig mal die ollen Kamellen aus dem Schrank holen. Das Teil hat es noch nicht mal auf diesen Blog geschafft, aber im alten Blog habe ich es schonmal gezeigt. Huch, das war vor fast sieben Jahren!


Der Stoff, ein Feinstrick mit silbernen Lurexfäden, fällt unheimlich schwer und ist nicht wärmend. Ich muss also unbedingt etwas drunter ziehen.


Auf dem MeMadeMittwoch-Blog treffen sich auch heute wieder viele selbstnähende Damen.

Sonntag, 7. Dezember 2014

WKSA 2014 - Teil 3 und 4

Nachdem ich letzten Sonntag schon geschwänzt habe, muss ich heute ran. Ich glaube, der Sonntag ist für mich etwas ungünstig zum Posten. Und in den letzten Tagen konnte ich auch nichts vorbereiten, da musste ich nähen. Wenn ich denn mal 10 Minuten Zeit hatte. Fotos muss ich später nachreichen, denn die Speicherkarte unserer Kamera ist nicht mehr nutzbar. Ich habe wohl diesen kleinen Schieber abgebrochen, mit dem man die Karte schreibschützen kann und dummerweise stand er wohl zuletzt auf schreibgeschützt. Mal schauen, ob ich heute noch Handyfotos machen kann oder ob ich irgendwo noch eine andere Speicherkarte finde.

Seit dem letzten Mal ist folgendes passiert: Ich habe es endlich geschafft, das Futter zuzuschneiden!!! Das war so: eines Abends blockierte der Mann den Rechner. Ich hatte auch keinen Grund, ihn wegzulocken, denn er bereitete das Weihnachtsgeschenk für seine Eltern vor und das ist ja gut so. Ich hätte noch ein paar Nähte mit der Overlock bearbeiten können, aber das kleine Kind schlief an dem Abend so unruhig, dass es bei jedem Geräusch aufwachte, selbst beim Schließen der Zimmertür. Die Tür zum Schlafzimmer der Kinder stand also offen, overlocken war nicht drin. Ich MUSSTE also zuschneiden, es ging gar nicht anders.  Inzwischen sind auch die Nähte des Futters geschlossen, aber eingenäht ist es noch nicht. Dazu musste ich erst noch den großen Schalkragen vorbereiten. Bisher glaubte ich ja, der wird irgendwie doppelt gelegt und verstürzt, aber nein, er wird nur an einer der Längsseiten angenäht und die restlichen Nahtzugaben werden eingeschlagen festgenäht. Mehr habe ich gestern abend dann nicht mehr geschafft. Und heute habe ich nochmal alle Nähte schön flach gebügelt.

Jetzt bringe ich erstmal das große Kind ins Bett, hoffe, dass ich dabei nicht selber einschlafe und dann drehe ich erstmal eine Runde auf dem MeMadeMittwoch-Blog um zu schauen, wie weit die anderen sind.

Edit: So sieht's jetzt erstmal aus:




Ich bin eigentlich guter Dinge, dass ich rechtzeitig fertig werde auch wenn noch einiges zu tun ist :-)

Mittwoch, 3. Dezember 2014

MeMadeMittwoch Nr. 46 im Renfrew-Kleid


Als ich das Shirt mit dem tollen Kragen bei lila und gelb sah, wußte ich, sowas will ich auch (jetzt sind wir quitt, was?). Mir fiel auch gleich der passende Jersey aus meinem Lager ein, den ich schon seit Jahren hatte, den ich immer wieder streichelte und immer wieder weglegte. Der Stoff ist braun, also gar nicht meine Farbe, aber so kuschelig, dass man ihm die Farbe verzeihen kann.

Mönchskuttenverdacht ;-)

Da ich zwei Meter Stoff hatte und mir beim Gedanken an winterliche Temperaturen (wie wir sie aktuell ja auch haben) eher nach Ganzkörper-Kuscheln war, habe ich das Top zum Kleid verlängert. Es trägt sich ganz wunderbar und ist einfach nur warm. Ich möchte gar nicht wissen, was der Stoff enthält ;-)

Dank vorgezogenem Weihnachtsgeschenk kann ich jetzt auch fernauslösen,
egal was für ein Chaos gerade herrscht :-)

Genäht habe ich während zweier kleiner feiner Nähtreffen im November. Beim zweiten wollte ich eigentlich nur säumen, aber die Maschine fraß den Stoff und gab ihn nicht mehr her. Ich musste die Stichplatte abschrauben. Dabei ist mir ein Schräubchen in die Maschine gefallen. Ich habe gefühlt ewig versucht, sie wieder herauszubekommen. Als ich dann die Maschine nochmal beherzt umgedreht habe, fiel sie tatsächlich raus, in meinen Rock. Ich fand sie nicht gleich (es war dieser Rock) und stand auf. Dabei ist die Schraube tatsächlich wieder (!) in die Maschine gefallen. Wie blöd kann man sich anstellen! Dieses Mal kam sie aber ganz einfach wieder raus und ich konnte zusammenschrauben und säumen. Während die anderen also viel geschafft haben, waren es bei mir ein Rocksaum und zwei Ärmelsäume. Aber ich war trotzdem froh, dass ich die Maschine nicht wegbringen musste.

Die anderen Teilnehmerinnen gibt es auch heute wieder auf dem MeMadeMittwoch-Blog, heute mit buntekleider.

Sonntag, 23. November 2014

WKSA 2014 - Teil 2

Ich bin bei meinem Plan geblieben. Bloß gut, dass ich schon Ende Oktober mal angefangen hatte zu nähen, sonst wäre noch nichts weiter passiert. Mal sehen, wie lange ich mich auf meinem Vorsprung ausruhen kann ;-)


Bisher habe ich alle Abnäher und Teilungsnähte an Ober- und Rockteil geschlossen (und auf die Karos geachtet, da ging sehr viel Zeit drauf), und die Nahttaschen eingenäht.


Als nächstes plane ich, beide Teile zusammen (ich glaube, da gibt es nochmal Ärger mit den Karos) und den Reißverschluss in die linke Seitennaht einzunähen. Außerdem muss ich erstmal noch das Futter zuschneiden.

Das zweite Treffen findet heute unter Leitung von Frau Kirsche statt.

Mittwoch, 19. November 2014

Zwergenmütze und -Shirt

Falls hier der Eindruck entstehen sollte, ich nähe nur für die große Tochter (und natürlich für mich), dem ist selbstverständlich nicht so.


Natürlich trägt die kleine Tochter sehr viel von der großen Schwester auf, aber manchmal kriegt sie doch was Neues.


Für die Zwergenmütze habe ich, entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten, sogar in ein paar Zentimeter neuen Stoffes investiert.


Der ist nämlich so kuschelig, dass ich mir das füttern sparen konnte. Dazu noch ein Rest des Rib-Jerseys von Stoff und Stil und fertig.

Schon vor einer Weile habe ich dieses Shirt genäht.


Den Stoff hatte ich bei einer Stofftauschparty der Dresdner Nähblogger von Frauenoberbekleidung bekommen. Vielen Dank nochmal dafür! Für lange Ärmel reichte der Stoff nicht und wenn ich schon mit einer anderen Farbe kombinieren muss, dann wollte ich ein Raglan-Shirt. Aber ich hatte keinen Schnitt und wollte auch nicht extra einen kaufen.


Dann stolperte ich über diese Anleitung und dachte, manchmal kommt man selber nicht auf die einfachsten Lösungen. Wie gut, dass es das Internet gibt! Die Idee mit den weißen Ärmeln habe ich gleich übernommen, denn was passenderes hatte ich gar nicht.

Sonntag, 16. November 2014

WKSA 2014 - Teil 1

Wie schön, dass es in diesem Jahr wieder einen Weihnachtskleid Sew Along, diesmal moderiert von Dodo und Kirschenkind, gibt! Ich habe zwar noch nie mitgemacht, weil ich immer genügend Kleider im Schrank hatte, die auch weihnachtstauglich waren und sich über diesen zusätzlichen Auftritt gefreut haben. Aber in diesem Jahr brauche ich den WKSA. Da ich noch nicht wieder zurück im Job bin, besteht meine Alltagskleidung im Moment überwiegend aus Jeans und T-Shirt. Das Kleid, das ich vorhabe zu nähen, steht schon länger auf meiner Liste und auch den Stoff gibt es schon eine Weile. Nur die Notwendigkeit für das Kleid fehlte. Beim letzten Nähtreffen in Leipzig Ende Oktober habe ich sogar schon angefangen zu nähen. Aber seitdem nicht mehr weitergemacht. Zu wenig Motivation. Bisher habe ich nur ein paar Nähte geschlossen (das hat lange genug gedauert, der Stoff ist mal wieder kariert und ich kann nicht anders, ich lasse mich gern von Karos geißeln), Reissverschluss, Taschen, Futter, Anpassungen - das fehlt alles noch.


Und das soll es werden: Modell 125 aus der Burda 8/2011.


Der Stoff ist vom Sterntaler Werksverkauf vor fast 3 Jahren. Er ist warm, so flanellig, hat Stand und ich habe reichlich 3 Meter davon. Ich schätze, er ist aus Baumwolle. Jedenfalls keine Wolle und auch kein Polyester.


Burda füttert nur das Oberteil, ich habe aber auch Futter für den Rock gekauft. In zartrosa. Bei Bogner. Da gibt es so ein zartes Soft-Futter für 7 €/Meter, das finde ich perfekt und ich habe es sogar  schonmal verabeitet (zufällig in derselben Farbe).

Da das Kleid in Langgröße ist, habe ich auf meine übliche Oberteil-Verlängerung verzichtet. Ich bin gespannt, ob das klappt. Beim recherchieren habe ich entdeckt, dass Nastjusha das Kleid im letzten Jahr genäht hat, sogar mit ähnlichem Muster. Ich hoffe, ich werde am Ende ähnlich zufrieden sein.

Alle, die mitmachen, treffen sich heute auf dem MMM-Blog.

Mittwoch, 5. November 2014

MeMadeMittwoch Nr. 45 im Patchworkshirt

In der Übergangszeit trage ich viel Jeans. Dann merke ich immer, dass ich Oberteile brauche.


Mit dem Patchworkshirt aus der Burda 10/2014 kann man sehr schön Stoffreste abbauen. Da ich in der letzten Zeit einige Viskosejerseys verbeitet habe, die Dunkelblau enthalten, hatte ich genug passende Reste. Nur am Rücken musste ich einmal mehr stückeln, als vorgesehen, so groß waren die Reste dann doch nicht. Den geblümten (der auf den Bildern wie ein helleres Blau wirkt) habe ich zwar neu angeschnitten, aber da hatte ich auf dem Stoffmarkt mal nur einen halben Meter zum Kombinieren gekauft.


 Das Shirt sitzt ziemlich eng, das habe ich aber erst gemerkt, als ich die erste Seitennaht schon geoverlockt hatte. So konnte ich nur aus der zweiten Seitennaht noch einen Zentimeter rauslassen. Eigentlich hätte ich es ahnen können, denn beim Streifenshirt war es genauso. Jerseyschnitte von Burda waren bei mir sonst immer reichlich, haben die das irgendwas geändert?


Zum Geburtstag habe ich dieses Jahr ein Stativ bekommen. Jetzt kann ich alle Räume nach dem besten Licht absuchen und bin zum fotografieren nicht immer auf eine Stelle mit Tisch gegenüber angewiesen. So ein "Fernzünder" wäre auch noch schön ;-) dann klappt es mit dem fokussieren hoffentlich auch besser als bei Selbstauslöser-Bildern.

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Zum heutigen MeMadeMittwoch mit Dodo geht es hier entlang.

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Fledermausshirt

Ich habe da nochwas zum Thema Fledermäuse. Als ich vor einer Weile mal wieder den Raglan-Shirt-Schnitt für die große Tochter in der Hand hatte, dachte ich, den Schnitt kann man doch ganz einfach zu einem Fledermausshirt machen. Gesagt, getan, aber "erstmal nur" mit einem gut fallenden Jersey aus meinem Lager, den ich für mich nicht gern verwende, weil er einen Polyanteil hat. Haha, natürlich wurde das Probeteil gleich das Eigentliche, weil ich doch nie Lust habe, etwas nochmal zu nähen.


 Als ich meiner Tochter von meinen Plänen erzählte, war sie überzeugt, dass auf ein Fledermausshirt auch eine Fledermaus gehört! Von mir aus. Da ich zur gleichen Zeit auch eine Leggings zugeschnitten hatte (die beiden Sachen waren nicht als Set gedacht), sollten dort auch Feldermäuse drauf :-( Ich habe mich auf eine kleinere, in einer anderen Farbe runterhandeln lassen, weil ich so zusammenpassende Kombinationen nicht mag. Kann schnell in Richtung Schlafanzug gehen. Ein bisschen sieht das ganze ja trotzdem so aus, das Kind muss halt noch reinwachsen. Ich kann einfach nicht anders, ich nähe die Sachen immer ein wenig größer, weil ich mich echt über die Arbeit ärgern würde, wenn die Sachen schon nach kurzer Zeit nicht mehr passen würden.


Den Schnitt habe ich, wie schon gesagt, selbst gebastelt. Das geht mit jedem Langarm-Shirt-Schnitt, egal ob Raglan oder nicht. Man legt einfach das Ärmel-Teil an Vorder-bzw. Rückteil an und zeichnet sich ein neues Schnittteil, bei dem der Ärmel gleich am Vorder-bzw. Rückteil mit dran ist. Dann einen schön geschwungenen Übergang zwischen Saum und Ärmelsaum zeichnen.


Für die Leggings habe ich einen Rest Romanit-Jersey vom Schwan-Kleid genommen, dadurch ist sie etwas dicker. Wenn gekaufte Hosen oder Leggings oben am Bund richtig passen, dann sind sie bei meinem Kind meistens nur noch Dreiviertel-Hosen. Also habe ich in der Breite Größe 104 und in der Länge Größe 122 genommen. Krass oder? Und weil das Kind sich beschwert hat, dass sie bei selbst genähten Sachen nicht so gut weiß, wo hinten ist (ich nähe schon lange keine Labels mehr ein), habe ich ein H für "hinten" reingestempelt. Außerdem ist das der Anfangsbuchstabe unseres Nachnamens ;-)

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Basteln mit Kindern - Teil 2

Hier wurde mal wieder gebastelt.


Irgendwann, vor einem Jahr (oder schon zwei?) haben wir mal die Papprollen vom Klopapier gesammelt, da mein Mann an Weihnachten mit Tochter und Neffen eine Murmelbahn durchs ganze Haus bauen wollte. Dann fing er sich einen mysteriösen Virus ein, die seine Gelenke lahmlegte und seitdem haben wir zuviele von diesen Papp-Rollen. Glücklicherweise hält das Internet einige Ideen bereit, was man daraus machen kann (ok, wegwerfen ginge natürlich auch). Wir haben mal ein wenig kopiert.


Die Tiere haben wir hier gefunden. Das Monster mit dem gestreiften Hut hier. Und die Kraken sind von hier. Davon hatte meine Tochter mal einen mit im Kindergarten und hat prompt Bestellungen von anderen Mädchen bekommen. Vermutlich wegen der strassbesetzten Arme. Einen hat sie dann noch gemacht und zu einem Kindergeburtstag verschenkt.


Wir haben natürlich auch versucht, eigene Figuren zu erschaffen, aber das ist gar nicht so einfach, das hat sich das Kind leichter vorgestellt. Die Eigenkreationen sind teilweise noch nicht fertig und vielleicht werden sie es auch nie.


Das Baby mit Schnuller soll das kleine Mädchen darstellen, das neugierig zugeguckt hat. Das Schwarz-Weiße sollte ein Zebra werden, da war das Kind sehr überrascht, dass ein Karomuster rauskommt, wenn man Längs- und Querstreifen malt ;-)


Mir gefallen die Fledermäuse am Besten. Und Schwups - sind wir beim Thema Halloween. Bisher mochte ich das eigentlich gar nicht so, aber das Kind liebt es natürlich. Also werden wir demnächst mal eine Gespenster-Girlande probieren.


So eine Gespenster-Spirale haben wir letzten Winter schon mal zu einem gespenstischen Kindergeburtstag verschenkt. Wir hatten sie aus weißem Moosgummi geschnitten und haben hinten ein kleines Geschenk dran geklebt.


Wenn ihr euch auch schon immer gefragt habt, warum sich alle Kinderbastelbücher an den Festen des Jahres entlanghangeln, dann habe ich den großen Vorteil jetzt erkannt: Es kommt immer der Zeitpunkt, an dem man sagen kann "So, jetzt isses vorbei - weg mit dem ganzen Plunder!"

Mittwoch, 1. Oktober 2014

MeMadeMittwoch Nr. 44, gestreift

Zum ersten Mal habe ich ein Kleidungstück aus dem gleichen Stoff genäht, wie der Schnittanbieter (Burda 01/2014, Modell 122), noch dazu ist es das Titelmodell! Derselbe Stoff ist es sicher nicht, meiner ist ein Coupon vom Stoffmarkt in Marine/Weiß. Ich bin überzeugt, dieser Schnitt entfaltet seine Wirkung nur mit diesen gleichmäßigen Streifen.


Das Shirt lässt sich gut nähen und tragen. Ich liebe ja sowieso Raglan, das betont die Schultern so schön. Und man spart sich das Ärmel einsetzen. Obwohl Burda es hinbekommt, auch bei Raglan-Schnitten erst Seiten- und Ärmelnähte zu schließen und dann tatsächlich den Ärmel einzusetzen. Jaja, selber schuld, wenn man die Anleitung liest. Mach ich immer und entscheide dann, wieviel ich davon ignoriere;-)


Für den Belegstreifen am Halsausschnitt habe ich den pinken Jersey vom Brigitte-Dress genommen, nur für mich, denn das sieht man ja von außen nicht.


Übrigens sagt Burda, man bräuchte 1,90m vom Streifenstoff. Mit ein bisschen Zuschneide-Tetris, das ich beim letzten gemeinsamen Nähen bei Frauenoberbekleidung absolviert hatte, haben die 1,50m des Coupons locker gereicht. Und das geforderte transparente Elastikband habe ich auch nicht vermisst.


Weiter MMM-Modelle gibt es wieder hier, heute zum ersten Mal mit Dodo.

Edit: Beim Überfliegen der MMM-Beträge habe ich gerade einen Zwilling entdeckt :-)

Dienstag, 23. September 2014

Basteln mit Kindern - Teil 1

Vor einiger Zeit postete Frau Crafteln zum Thema Kinder zu Nähnerds machen. Ich war erfreut, (auch in den Kommentaren) zu lesen, dass dieses Thema auch bei anderen Müttern eine Rolle spielt, auch wenn sie normalerweise nichts darüber schreiben. Meine Große ist jetzt 5 und vom Thema Nähen im weitesten Sinne sind wir noch weit entfernt. Aber es gibt noch jede Menge andere Fähig- bzw. Fertigkeiten, die ich meinem Kind gern mitgeben möchte, die aber in unserem Kindergarten offenbar überhaupt keine Rolle spielen. Ich rede von ganz einfachem Bastelkram, der aber bereits zu einem Erfolgserlebnis führt. Mir ist schon klar, dass man heutzutage (früher war ja alles anders ;-)) lieber sagt, die Kinder können jederzeit an ihr Malzeug ran, sie sollen sich kreativ austoben, wann und wie sie wollen. Klar, das hat was, aber wenn ihnen keiner zeigt, was man mit dem Material anstellen kann oder wie man ein Werkzeug benutzt, bleibt es eben bei gelangweiltem Gekritzel und langfristig leidet die Motivation.


Ich möchte ein wenig sammeln, was man mit Kindern alles machen kann oder könnte. Anfangen möchte ich mit einem Buch, das wir erst in der Bibliothek entdeckt und für toll befunden haben und das daraufhin von der Oma käuflich erworben wurde: 365 Dinge aus Papier und Pappkarton


Eigentlich geht es "nur" um ausgeschnittenes Papier, aber es werden tolle Ideen gezeigt. Wir blättern auch gern einfach mal nur so darin, um uns inspirieren zu lassen. Eines der ersten kompletten Werke aus dem Buch, waren die "Vögel auf der Leitung", die jetzt über dem Bett der Großen hängen (und auch die Kleine immer wieder faszinieren).


Natürlich sind die allgegenwärtigen Loom-Bänder auch an uns nicht vorübergegangen. Bei allem negativen Aufstoßen (nicht verrottender Kunststoff, man muss erst das Material kaufen und kann nichts vorhandenes Einsetzen, wer braucht schon so viele Armbänder), finde ich die Dinger toll. Im Sommerurlaub haben sich drei von vier Kindern (4 bis 7 Jahre) lange selbst beschäftigen können. In den Pausen, zwischen dem Rumtoben. Und sie konnten völlig selbständig werkeln, ohne Erwachsene. Ich habe mein Kind bisher selten so lange still sitzen sehen. Im Vergleich dazu gibt die Strickliesl immer noch Anlass zum Frust und ist wieder in der Bastelkiste verschwunden.


Ein paar Ideen habe ich noch, die wir in der nächsten Zeit mal ausprobieren werden. Pinterest ist natürlich eine wahre Fundgrube. Was habt Ihr für Erfahrungen mit Euren Kindern gemacht? Habt Ihr Anregungen? Was kann man schnell und ganz leicht nachmachen?

Mittwoch, 17. September 2014

MeMadeMittwoch Nr. 43 mit der pinken Brigitte

Zum ersten MMM nach der langen Sommerpause trage ich heute mein neues Kleid. Es ist für die nicht mehr ganz so heißen Spätsommertage, wie heute, perfekt. Ich hatte schon im August damit angefangen und bei einem sehr schönen kleinen Nähkränzchen letzten Sonntag mit Frauenoberbekleidung und Malou weitergemacht. Fertig geworden bin ich erst heute morgen.

Bilder gibt's heute nur von drinnen mit zu wenig Licht...

Der Schnitt heißt Brigitte Dress und es gibt ihn als kostenlosen Download. Ich wollte schon immer mal eine Art Etuikleid, aber aus Jersey nähen. Also den konstruierten Look mit Abnähern und so, aber trotzdem bequem. Der pinke Single Jersey ist ein Coupon vom letzten Stoffmarkt. Obwohl er kein Elasthan enthält, konnte ich den Reisverschluss weglassen.

... oder von draußen mit zuviel Licht.

 Die Form gefällt mir wirklich gut, vielleicht gibt es einen Nachfolger. Ich hoffe nur, ich habe alle Änderungen dokumentiert, davon gab es nämlich einige. Ich habe das Kleid verlängert, sowohl um meine üblichen 4cm im Oberkörper, als auch am Saum. Eigentlich ist das Kleid eine Art verlängerte Tunika. Es gab auch einen Sew Along und wenn man mal nach Brigitte Dress googelt, findet man einige Versionen englischer Bloggerinnen, wo man die Länge gut sehen kann. Die Ärmel habe ich etwas schmaler (beim nächsten Mal noch mehr!) und kürzer gemacht. Was überhaupt nicht geht, sind die Brustabnäher. Ich habe zwar ein wenig korrigiert, aber mehr schlecht als recht, da mich das Schnittmuster dummerweise dazu verleitet hatte, die Abnäher auszuschneiden. Ich konnte sie also im Nachhinein nicht mehr richtig anpassen. 

Ich hoffe, im Herbst geht das Kleid auch mit Unterkleid und Strickjacke. Die Farbe mag ich sehr, ich würde nicht jedes Pink tragen, dieses schon. Alle Teilnehmerinnen treffen sich heute wieder auf dem MMM-Blog, diesmal angeführt vom Kirschenkind. Ich kann erst heute abend schauen, jetzt gehe ich erstmal mit Brigitte und meinen Kindern in den Zoo.

Donnerstag, 4. September 2014

Unfertiges Sommerkleid

Wie ich in meinem letzten Post schon schrieb, habe ich mit dem Nähen von Sommersachen schon vor einem Monat abgeschlossen. Dennoch möchte ich mein letztes Sommerkleid noch zeigen, obwohl es unfertig über den Winter gebracht werden muss. Ich brauche das vor allem für mich zur Dokumentation, denn es wäre schade, wenn das Kleid ein Ufo bliebe.


Der Schnitt ist das Titelmodell (Nr. 25) aus der Patrones April 2007 und für mich der erste Patrones-Schnitt. Ich hatte mal 2 Semester lang Spanisch für Anfänger, damit kann man zwar noch lange keine Nähanleitung lesen, aber ich habe irgendwie alle Fragen beantwortet bekommen, die ich hatte. Es handelt sich um ein Fake-Wickelkleid, das im schrägen Fadenverlauf geschnitten ist. Die Kombination Schnitt-Stoffqualität-Muster funktioniert ganz gut, einzeln wären zumindest zwei davon zum wegrennen. Ich bin kein Freund von ganzen Kleidern im schrägen Fadenverlauf, da leidet die Passform viel zu sehr. Mit 23 kann man das gut tragen oder wenn einem die Passform egal ist. Der (Kunst-)Stoff, man könnte ihn vielleicht als Crash-Chiffon bezeichnen, lässt sich bescheiden nähen, man bekommt eigentlich keine akurate Naht hin. Und vom Zuschneiden erzähle ich jetzt besser mal nichts. Aber zusammen heben sich die Problemchen auf und das unruhige Muster kaschiert locker die eine oder andere Nähungenauigkeit.


Laut Anleitung wird das Kleid doppelt genäht, es ist sonst auch viel zu transparent. Ich hatte eine blaue Viskose bei Stof und Stil bestellt, weil ich den Poly-Chiffon nicht als Futter auf der Haut haben wollte. Aber die Viskose ist ein bisschen zu dick und würde dem Kleid zu sehr das flatterhafte nehmen. Ich habe ein gekauftes Seidenkleid mit einem ganz zarten Viskosefutter, das trägt sich ganz wunderbar. Also habe ich beschlossen, ein Viskose-Unterkleid zu nähen. Das fehlt jetzt noch.

Der Grund, warum ich das Kleid aber im Juli schon in die Ecke gepfeffert habe, ist dieser:


Ein Rollsaum sollte doch perfekt geignet sein, für so einen dünnen Stoff. Natürlich habe ich an einem Stoffrest getestet und alles war gut. Aber dann löste sich der Saum an einigen Stellen. Das Dumme ist ja, dass der Saum jetzt schon die finale Länge hat ohne weiteren Platz für eine Nahtzugabe. Ich muss also nochmal Rollsaum versuchen und hoffen, dass nicht wieder dasselbe passiert. Sowas ärgert mich!

Naja, jetzt ist erstmal Herbst, bis zum nächsten Frühling hab ich genug Zeit, mich wieder abzuregen.

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