Donnerstag, 31. Dezember 2015

12 Tops Challenge Dezember

Das Streifenshirt mit U-Boot-Ausschnitt vom September trage ich sehr gern und ich wollte aus dem Rest vom Coupon gern noch etwas Tragbares nähen. Ich erinnerte mich an dieses Shirt von Ms.Fisher und habe die Idee kurzerhand geklaut übernommen.


Da die Reststücke nicht mehr sehr lang waren, musste ich an den Armen stückeln. Sieht man nicht mal, wenn man es weiß. Zunächst hatte ich Bedenken, dass das unangenehm zu tragen sei, erinnerte mich dann aber an mein Patchworkshirt, bei dem ich die vielen Nähte ja auch nicht spüre.

Heute verlinke ich zum letzten Mal bei der 12 Tops Challenge von Santa Lucia Patterns.

Dieser Langzeit-Sew-Along war eine tolle Idee und ich bin sehr froh, mitgemacht zu haben. Vielen Dank an Constanze für die Organisation! Obwohl ich in letzter Zeit etwas Sew-Along-müde geworden bin, hatte ich schon wieder eine neue Idee für ein Oberteil für den nächsten Monat. Erst danach fiel mir ein, dass das Jahr ja um ist ;-) Zur Erinnerung hier noch mal meine 12 10 Tops:


Ich wünsche euch allen eine guten Rutsch ins neue Jahr!

Montag, 21. Dezember 2015

Weihnachtskleid Sew Along- Finale

Aus meinem Vorsatz, sonntags zu posten, ist nichts geworden. Es war zwar nicht mehr viel zu tun, aber ich konnte mich erst Sonntag Abend dran setzen, säumen und nochmal bügeln. Zum Anziehen hat es dann nicht mehr gereicht. Hier ist also mein Weihnachtskleid 2015:


Es ist kein Traum-Anlass-Kleid geworden, sondern ein Alltagskleid. Aber das war zu erwarten, bzw. geplant. Ich komme ohne Reißverschluss rein, das Kleid hat Taschen und das Material scheint einiges mitzumachen. Rundum ein praktisches Kleid. Wenn ich selber Gastgeberin bin, brauche ich keine langen Ärmel. Bei der großen Feier des Mannes am Samstag trug ich auch ärmellos und mir war sehr warm. An Weihnachten werde ich in diesem Jahr aber Gast sein. Entweder ziehe ich ein Jäckchen drüber oder ein enges Shirt drunter.


Ich habe versucht, das letzte Licht einzufangen, aber Dunkelblau und Winter... Die Rückansichten sind alle nichts geworden, wenn diese blöde Fernbedienung endlich mal auslöst, dann hab ich mich bereits so verrenkt, dass man nur noch ein in Falten gelegtes Kleid sieht.

Alles in Allem bin ich sehr zufrieden mit dem Kleid. Ich freue mich, mir die Zeit dafür genommen zu haben. Ein lieber Dank geht an dieser Stelle an Nina, Wiebke, Katharina und Monika, die den WKSA in diesem Jahr auf dem MeMadeMittwoch-Blog angeführt und wunderschöne Kleider genäht haben.

Sonntag, 13. Dezember 2015

Weihnachtskleid Sew Along - Teil 4

Fast fertig! Wie schon angedeutet, konnte ich den Reißverschluss weglassen und damit Zeit sparen. Ein anderes Problem waren die Ausschnittkanten. Bei Burda wird der Halsausschnitt mit dem Futter verstürzt, aber das habe ich weggelassen. Einen Beleg wollte ich auch nicht, weil mir der Stoff dazu zu dick und steif erschien. Aber er ist sehr elastisch, weshalb ich die Kanten einfach so versäubert habe, wie ich es bei einem Jersey tun würde: mit der Overlock versäubert, knapp umgeschlagen und mit diesem ganz schmalen Zickzackstich, der fast gerade aussieht, festgesteppt.


Sieht erstmal ganz gut aus, aber ein bisschen steht der Ausschnitt nun ab. Mal sehen, ob ich mit dämpfen noch was daran ändern kann. Die Ärmel und den Saum muss ich dann noch genauso machen und dann bin ich fertig:-)

Alle Teilnehmerinnen Treffen sich heute bei Katharina auf dem MeMadeMittwoch-Blog.

Montag, 7. Dezember 2015

Weihnachtskleid Sew Along - Teil 3

Den Rockteil halte ich nur dran, damit ich nicht mit nackten Beinen dastehe

 Bin gerade so ungefähr ... mittendrin. Beim Nähtreffen in Leipzig am Samstag habe ich endlich angefangen zu nähen. Das Oberteil ist fertig und passt. Der Stoff ist allerdings auch sehr elastisch. Der Reißverschluss soll an die Seite und natürlich habe ich beim Schwatzen genau diese Naht zugenäht. Ich komme aber trotzdem hinein und jetzt überlege ich, ob ich den Reißverschluss nicht ganz weglassen soll. Also werde ich als nächstes einfach mal testweise den Rock an das Oberteil steppen und anprobieren. So ein Reißverschluss ist zwar kein großes Ding, aber mit der Nahttasche parallel dazu nicht ganz trivial und ich erinnere mich an letztes Jahr, da habe ich an dieser Stelle ein bisschen geschwitzt. Die kleinen Zeitfenster im Moment erlauben auch nicht, dass ich vor jedem Schritt fünfmal die Burda-Anleitung lese.

Jetzt verlinke ich noch schnell bei Monika auf dem MeMadeMittwoch-Blog und hoffe, dass ich beim nächsten Treffen auch mal am Sonntag zum Bloggen komme.

Samstag, 5. Dezember 2015

12 Tops Challenge November

Ich bin ein bisschen spät dran. Mein Top ist zwar schon eine Weile fertig, aber ich bin nicht zum fotografieren gekommen. Heute beim Nähtreffen in Leipzig gab es endlich die Gelegenheit und hell genug war es auch. Ende Oktober kam mir die Idee, den Schnitt vom Mintfarbenen Shirt (das trage ich sehr gerne!) nochmal zu nähen, aber in Spitze. Keine Ahnung, was mich da geritten hat, denn ich trage sonst nie Spitze.


Beim Stoffmarkt Ende Oktober habe ich auch gleich eine graue Spitze gekauft, die sich sehr baumwollig anfühlt. Ich wollte etwas Substanz und nicht so eine ganz dünne Unterwäschenspitze.

Beim Mint-Shirt hatte ich schon mal geschrieben, dass ich den Burda-Schnitt 101 aus dem Heft 12/2014 verwendet habe, aber ohne dieses extra Seitenteil. Diesmal habe ich es auch weggelassen und nach dem ersten Anprobieren auf jeder Seite nochmal ca. 6cm (von unten langsam nach oben auslaufend) weggenommen. Durch den etwas festen Spitzenstoff wirkt es sonst sehr sackig. Ein bisschen ist der Sack-Charakter noch vorhanden, aber das muss dann wohl so...


Den Ausschnitt habe ich mit Schrägband eingefasst, bevor ich die Schulternähte geschlossen habe. Der Grauton eines vorhandenen Stoffes passte ganz gut, nur war der Stoff gemustert. Ich habe es gerade so geschafft, zwischen den Mustern die Schrägstreifen herauszuschneiden. Zumindest im sichtbaren Bereich,
auf der Innenseite kann man an einer Stelle ein Stück vom Muster sehen. Das ist halt jetzt persönliche Note.


Beim Stoffmarkt wurde ich noch gefragt, wie ich das Teil den Füttern wolle. Gar nicht. Ich ziehe ein Langarmshirt drunter. Die Ärmel habe ich aus einem Rest Romanit genäht, passend zum Romanit-Bleistiftrock. Denn an den Ärmeln brauchte es was dehnbares. Im Original in der Burda werden an den Ärmeln Reisverschlüsse eingenäht.

Also jetzt schnell ab zu Santa Lucia Patterns, wo die anderen Teilnehmerinnen schon längst versammelt sind.

Montag, 23. November 2015

Weihnachtskleid Sew Along 2015 - Teil 2

Heute nur eine kurze Meldung: Ich bin bei Stoff und Schnitt geblieben und habe gestern noch zugeschnitten. Ich habe im Vergleich zum letztjährigen Weihnachtskleid nur eine Kleinigkeit geändert: Die Rockteile bestanden jeweils aus Seiten- und Mittelteil. Ich konnte keine Notwendigkeit dieser Nähte entdecken, sie sind nicht formgebend. Vermutlich verlängern sie nur optisch die Abnäher vom Oberteil. Ich habe Vorder- und Rückteil jeweils als ein Stück zugeschnitten.


Der einzige Grund meiner Strebsamkeit ist, dass ich bis kurz vorm nächsten Termin vermutlich zu gar nichts komme, also wollte ich wenigstens zuschneiden. Nähen werde ich dann hoffentlich beim Nähtreff in Leipzig.

Die über 100 Teilnehmerinnen treffen sich schon seit gestern auf dem MeMadeMittwoch-Blog.

Dienstag, 17. November 2015

Nähbloggertreffen Köln 2015

Es war sooo schön und ich bin sooo müde! Wie immer nach solchen Treffen bin ich total geflasht. Inzwischen kennt man viele Nähblogger persönlich, aber es kommen immer wieder welche hinzu, deren Blogs, oder zumindest deren Namen aus den Kommentaren, man schon kennt. Ich finde es so erstaunlich, dass sich bei diesen Treffen immer wieder so unterschiedliche Frauen zusammenfinden, die aber irgendwie alle charismatisch, intelligent und besonders sind. Jede hat eine interessante Geschichte zu erzählen.

Und wie immer habe ich die Fotos vergessen. Die Kamera hatte ich eingepackt, aber sie blieb das ganze Wochenende im Koffer, ich hatte irgendwie gar keine Gelegenheit, sie auszupacken. Das hat fast schon Tradition, stört mich selber aber nicht so sehr. Die Bilder sind ja in meinem Kopf. Nur am Sonntag habe ich im Museum mit dem Handy fotografiert.

Na, könnt ihr mich entdecken?

Ich fange mal ganz von vorne an. Nach sieben Stunden Sitzen im engsten und vollsten IC aller Zeiten, wurden Frauenoberbekleidung und ich von machen statt kaufen am Bahnhof empfangen. In ihrer schönen Wohnung wurden wir sehr herzlich und ganz unkompliziert aufgenommen. Frühstück gab es jeweils bei Frau Overluck, auch das war ganz entzückend! Vielen, vielen Dank euch beiden, wir haben uns sehr wohl bei euch gefühlt!

Am Freitag abend trafen sich einige schon Angereiste zum Essen. Der Vorschlag, noch einen Club zu besuchen (dessen Internetauftritt zugegebenermaßen mein Interesse weckte) war schnell vom Tisch, die Müdigkeit war einfach zu groß. Aber nett schwatzen ist ja auch nicht zu verachten.

Am Samstag waren wir aufgeteilt, ich war bei der Nähnerdstadtführung. Zunächst stellte uns Bele (die zwar keinen Blog hat, aber bei diesem Treffen eine große Rolle spielte) einige Plätze mit nähtechnischem Bezug in der Kölner Innenstadt vor. Das war interessant und sehr kurzweilig. Anschließend stürmten wir die Filialen von Stoff und Stil und Alfatex. Das Stoffe-Shoppen nahm einige Zeit in Anspruch. Erst gegen Drei merkten die meisten, dass der Magen schon länger durchhing. Kurzer Stopp in einem Café in der Nähe vom Alfatex. Rein zufällig waren gleich 3 Tische durch "uns" belegt. Bei den Essensbestellungen gab es großen Verzug, weshalb wir uns an unserem Tisch kalte Thunfisch-Tramezzini als schnelle Alternative reinstopften. Aber in netter Gesellschaft, wo niemals die Themen ausgehen, ist das alles kein Problem.

Dann wurden wir nochmal aufgeteilt, ich ging in ganz kleiner Gruppe, angeführt von Luzie und Marja Katz, zum Stoffschnäppchenmarkt. Das ist ein kleiner Stoffladen mit schönen klassichen Schätzen. Es gab dort tolle Woll-Mischungen in meinen Grundfarben grau und marine. Und zwar so viele, dass ich überfordert war. Aber Luzies phänomenale Einkaufsberatung hat mich, nicht zum ersten Mal an diesem Tag, gerettet. Das kann ich nur empfehlen. Wenn ihr die Gelegenheit habt, holt sie euch als Beraterin zum Stoffeinkauf ;-)

Dann bin ich mit der S-Bahn zurückgefahren, die anderen Mädels kamen gerade von Fashion for Designers zurück und wir hatten 10 Minuten, um die Stoffe von uns zu werfen und uns umzuziehen. Also schnell das Weihnachtskleid 2014 übergeworfen, Schminksachen eingepackt und losgelaufen zum abendlichen Treffpunkt. Dort war es sehr warm und ich war froh über mein ärmelloses Kleid. Jeder hatte ein genähtes Dömchen auf dem Platz liegen. Bei leckerem Essen und immer wieder neu gemischten Grüppchen wurde geredet und gelacht bis uns spätabends die Augen zufielen.

kurz vor der Führung durch die Ausstellung
Am Sonntag gab es noch einen besonderen Höhepunkt: wir besuchten LOOK! im MAKK. Klingt lustig, oder? "LOOK! Modedesigner von A bis Z" ist eine Sammlung des Museums für angewandte Kunst Köln. Bele und ihre Kollegin führten uns durch die Ausstellung und gewährten einen ausgiebigen Blick hinter die Kulissen. Machen statt kaufen hatte übrigens zur aufwendigen Erstellung der Figurinen schon mal gepostet. Diese Hintergrundinformationen fand ich fast interessanter als die ausgestellte Couture selbst. Merke: Es lohnt sich, im Museum eine Führung zu buchen!

Nach einem letzten Schwatz im Museumscafé ging es zum Bahnhof. Die Rückfahrt dauerte 9 Stunden und ich war dankbar, dass mich der nette Taxifahrer in ein Gespräch verwickelt hat, ich wäre sonst auf der Stelle eingeschlafen.

Lieber Kölnerinnen, das war ein tolles Wochenende! Vielen lieben Dank an Dreikah (Am gelungensten ist eine Veranstaltung ja immer dann, wenn man nicht merkt, was für ein riesen Organisations-Aufwand dahinter steckt und sie hat uns so routiniert umsorgt, ich habe das Gefühl, sie hat sowas nicht zum ersten Mal gemacht ;-)), Alle Wünsche werden wahr, Mein wunderbarer Kleiderschrank, Marja Katz, Bele und natürlich nochmal an machen statt kaufen und Overluck!

Montag, 16. November 2015

Weihnachtskleid Sew Along 2015 - Teil 1

Da isser, der nächste Sew Along! Auf diesen habe ich allerdings schon gewartet. Bzw. ich habe ihn bereits seit Langem in meine Nähpläne eingearbeitet, wenn man das so sagen kann. Schnitt und Stoff stehen bereits fest, ich muss mir nur noch die Zeit zum Nähen freischaufeln. Aber das wird der Sew Along schon für mich richten.

Bei diesem ersten Termin heute weile ich zwar noch beim Nähblogger-Treffen in Köln, aber es gibt ja noch nichts weiter zu tun, als zurück und ein ganz kleines bisschen nach vorn zu schauen. Im letzten Jahr habe ich zum ersten Mal beim Weihnachtskleid Sew Along mitgemacht und mir das Kleid 125 aus der Burda 08/2011 genäht.
 

WKSA 2014 - Teil 1
WKSA 2014 - Teil 2
WKSA 2014 - Teil 3 und 4
WKSA 2014 - Teil 5
WKSA 2014 - Finale

Es handelt sich um einen Langgrößenschnitt, der mir ohne Änderungen (!) gut gelungen ist und das Kleid sitzt perfekt. Ich habe damals schon überlegt, ob ich den Schnitt nicht nochmal nähen sollte. Nach einigen Trageerfahrungen (sehr oft habe ich das Kleid nicht an, es ist eben doch irgendwie zu besonders) stand fest, ich werde es ohne den Schalkragen versuchen und mit einem elastischen Stoff. Dadurch wird das Kleid hoffentlich alltagstauglicher, ich nähe ja nicht nur für einen Abend.

Der Stoff lief mir dann beim holländischen Stoffmarkt im Frühjahr 2015 über den Weg. Er ist dunkelblau, relativ fest und nicht quer- sondern längselastisch. Der Händler warf Sylvia und mir irgendeinen Fachbegriff entgegen, den wir aber nicht verstanden haben. Macht aber nichts, die Schnittteile quer aufzulegen, sollte kein Problem darstellen, ich habe immerhin zwei Meter Stoff gekauft. Am meisten Stoff frisst bei dem Schnitt der Schalkragen im schrägen Fadenlauf und den lasse ich ja weg.

Jetzt bin ich mal gespannt auf den ersten Teil des WKSA auf dem MeMadeMittwoch-Blog.

Montag, 2. November 2015

Working Girl Sew Along - Teil 5: Abschluß-Präsentation

Mit den Sew Alongs ist das so eine Sache. Ich mache schon nicht bei vielen mit, aber wenn man Pech hat, fällt alles zusammen auf dasselbe Wochenende. Ich will aber mal nicht meckern, denn ich habe alles geschafft, was ich mir beim Working Girl Sew Along vorgenommen habe. Anfangs dachte ich noch "huch, die anderen planen halbe Kollektionen und ich? Nur zwei Teile. Im Nachhinein kann ich aber sagen "Alles richtig gemacht!" Träumen ist zwar schön, aber realistisch zu bleiben kann nicht schaden ;-)

Eigentlich habe ich beide Teile schon hier auf dem Blog gezeigt, weil ich sie natürlich auch schon tragen wollte und nicht erst bis heute warten. Sie fügen sich gut in meine bestehende Garderobe ein, ich kann vieles dazu Kombinieren. Zusammen kann ich Sweater und Rock auch anziehen, obwohl das gar nicht unbedingt so geplant war.


Den Sweater (hier schon beschrieben) habe ich aus dem Renfrew-Schnitt gebastelt. Er ist sehr warm und gemütlich und trotzdem bürotauglich. Eine lange Kette dazu wäre noch schön.

Beim Rock (hier schon gezeigt) habe ich mich für Modell 104 aus der Burda 2/2010 entschieden, weil ich den schon mal genäht hatte und keine Probleme zu erwarten waren. Er ist schlicht und durch den Wollstoff schön warm. Das habe ich bereits gemerkt, als er zum Handsäumen auf meinem Schoß lag. Der andere Rock hätte mich auch interessiert. Aber wenn man kaum Zeit hat, muss man eben pragmatisch sein.

Vielen Dank an Alex von MamaMachtSachen für die Organisation des Sew Alongs und den Anstoß, über die eigene Arbeitsgarderobe nachzudenken. Ich habe auch besonders gern die Gedankengänge, Planungen und Verwirklichungen der anderen gelesen.

Samstag, 31. Oktober 2015

12 Tops Challenge im Oktober

Im Oktober habe ich sogar zwei Oberteile genäht. Yeah!

Fotos zu machen war gar nicht so einfach...

Einmal den Lila Sweater im Rahmen des Working Girl Sew Along, den ich hier angekündigt hatte. Ich habe mich an dem Bild aus dem Stoff-und-Stil-Katalog orientiert und einfach den vorhandenen Renfrew-Schnitt zerschnitten bzw. den Ausschnitt angepasst. Die Nähte liegen außen und sind, genau wie alle Säume, unversäubert.

... bei dem Gewusel


Insgesamt bin ich sehr zufrieden, der Sweater ist so geworden, wie ich mir das vorgestellt hatte. Und er ist sehr warm!

Leider unscharf. Was hatte die Fotografin denn da getrunken?

Beim Nähtreffen mit Frauenoberbekleidung und Wolleliese habe ich außerdem ein lang geplantes Vorhaben umgesetzt. Das geschah eher aus der Not heraus, weil ich den Reissverschluss für den Rock, den ich eigentlich beim Nähtreffen beenden wollte, vergessen hatte.


Jedenfalls habe ich ein Oberteil nach dem Schnitt des Streifenshirts (hier und hier) genäht, aber nur mit der Raffung an der vorderen Raglannaht. Ab den Achseln abwärts habe ich einen anderen Schnitt verwendet. Das war zwar schwieriger als ich mir das vorgestellt hatte, aber es hat sich gelohnt. Es ist einerseits ein schlichtes Shirt, dass sich auch mal unterordnen kann, aber trotzdem nicht ganz langweilig.


Beide Oberteile verlinke ich wieder bei der 12 Tops Challenge.

Mittwoch, 28. Oktober 2015

MeMadeMittwoch Nr. 60 im Wollrock


Heute trage ich den Wollrock, den ich im Rahmen des Working Girl Sew Along genäht habe.


Hier hatte ich über meine Pläne und über Schnitt und Stoff berichtet. Am Sonntag, zum Finale des WGSA werde ich nochmal was schreiben.


Beim MeMadeMittwoch findet ihr wie immer alle Teilnehmerinnen.

Mittwoch, 21. Oktober 2015

MeMadeMittwoch Nr. 59 im Ringelshirt

Letzten Mittwoch sah ich bei Ina von Fitzladen ihr tolles Ringelshirt aus der Burda 1/2014 und erinnerte mich, dass ich letztes Jahr auch eins genäht hatte. Habe es gleich rausgekramt.


Heute mal mit gekaufter/m Langjacke/Kurzmantel :-) Die überlangen Ärmel des Shirts gleichen nämlich perfekt die Dreiviertelärmel der Jacke aus. Diese Jacke besitze ich schon seit ein paar Jahren, aber ich finde sie keineswegs unaktuell. Was ich daran aber merkwürdig finde, am Ende eines Tages tun mir die Schultern weh. Kann sowas an der Jacke liegen?


Hiermit verlinke ich zum MeMadeMittwoch und den anderen Teilnehmerinnen, heute angeführt von Ella Mara im schicken Crèpe-Wickelkleid.




Montag, 19. Oktober 2015

Schlafanzug "Muh"

Ja, ich nähe auch sowas. Aber nicht freiwillig. Von diesem Kuhjersey habe ich 60cm geschenkt bekommen, mit dem passenden Bündchen und mit den Worten "Da kannst du was Schönes für die Kleine nähen, es gibt doch da diese süßen Pumphosen". Äh ja, gibt es.


Gottseidank sagte die Schenkende aber auch "Also ist natürlich egal, was du daraus nähst, ob einen Schlafanzug oder sonstwas." Gute Idee, denn einen Schlafanzug trägt man selten in der Öffentlichkeit.

Wer braucht schon Betten, wenn man Schränke hat...
Nicht dass wir uns falsch verstehen, das Kind freut sich über die Kühe und darüber freue ich mich dann. Ausserdem brauchten wir noch einen Schlafanzug. Aber über Geschmack kann man eben gut streiten.


In Größe 92 bekommt man, wenn so umfangreiche Bündchen vorgesehen sind, tatsächlich Vorder- und Rückenteile untereinander auf den 60cm angeordnet, sodass noch genügend Platz für die Hose bleibt. Es ist sogar immer noch ein Stück Stoff in der Größe einer Unterhose übrig. Für das Oberteil habe ich wieder den Raglan-LEO von Pattydoo, wie beim Kapuzensweater des großen Kindes, verwendet. Die Hose ist freestyle nach einer vorhandenen Schlafanzughose entstanden.

Mittwoch, 30. September 2015

12 Tops Challenge September und MeMademittwoch Nr. 58 im Ringelshirt


Mit meinem neuen Ringelshirt erwische ich gleich drei Fliegen mit einer Klappe :-)
Ich habe endlich mal wieder was für die 12 Tops Challenge von Santa Lucia Patterns. Da ich einige Termine ausgelassen habe, können es bei mir maximal 9 Tops werden, das reicht mir aber völlig. Dann passt das Oberteil ganz gut zu meinen Working-Girl-Plänen, da es sich unheimlich vielseitig kombinieren lässt. Außerdem verlinke ich natürlich zum MeMadeMittwoch.

Mit dem Poncho saß ich vorgestern im kalten Büro.

Als Schnitt habe ich Renfrew verwendet, den ich schon als Winterkleid mit Schalkragen besitze, habe ihm aber einen U-Boot-Ausschnitt verpasst. Beim Zuschneiden habe ich festgestellt, dass die vordere und hintere Mittellinie nicht rechtwinklig zu den Streifen verläuft (entweder habe ich beim Schnitt kopieren gepennt oder beim Zuschneiden). Jedenfalls musste ich das wieder ausgleichen, damit die Streifen nicht ganz leicht schräg verlaufen. Der Schnitt wirkt jetzt wie nach unten ganz leicht aufgedreht. Das stört mich aber nicht, ich finde, etwas mehr Lässigkeit tut meiner Garderobe ganz gut.


Der Viskosejersey ist ein Coupon vom Stoffmarkt. Ich habe schon mal so einen vernäht. Äußerlich sind die beiden völlig identisch, altern aber ganz unterschiedlich. Während das Streifenshirt von vor einem Jahr inzwischen stark pillt, scheint dieser Stoff hier glatt zu bleiben, die marinefarbenen Streifen werden jedoch nach noch ein paar Wäschen langsam ins Gräuliche gehen. In Anlehnung an Forrest Gump könnte man also sagen "Stoff kaufen ist wie eine Pralinenschachtel. Man weiss nie, was man kriegt."

So war ich vorgestern unterwegs.

Sonntag, 27. September 2015

Working Girl Sew Along - Teil 3: Fit it!

Ich habe mit dem Rock angefangen. In Mini-Schritten. An einem Tag schnell Wollstoff zugeschnitten, an einem anderen Tag Futter gekauft. An wieder einem anderen Tag Futter zugeschnitten. 3 Nähte gemacht. Dann wieder ein Tag, an dem ich nur die Einlage aufgebügelt habe (ich war sowieso beim Bügeln). Und so weiter. Anders geht es gerade nicht. Immer dann, wenn ich abends eine halbe Stunde nähen möchte, kann das kleine Kind nicht schlafen und ruft nach mir. So laut, dass sich wiederum das große Kind beschwert. Immerhin muss das große Kind für die Schule ausgeschlafen sein.


Beim Rock muss ich nur noch den Reißverschluss einnähen, Außenrock und Futterrock zusammennähen und säumen. Wenn ich mir allerdings mein Foto so ansehe, muss ich wohl nochmal prüfen, ob ich ein Bundteil nicht vielleicht verkehrt herum angenäht habe :-(

Zwischendurch wäre ich fast schwach geworden, als ich bei einigen Teilnehmerinnen des Working Girl Sew Along den Astoria Sweater sah. Der würde auch ganz gut zu meinen Kurzer-Kuschel-Pullover-Plänen passen. Aber ich will nicht nur Stoffe aus dem Vorrat verwenden, sondern auch Schnitte.

Da ich beide Schnitte (also Rock und Pulli) schon genäht habe, erwarte ich eigentlich keine Passformprobleme. Aber wir wissen ja: "neuer Stoff, neues Glück".

Freitag, 18. September 2015

Kapuzenpullover Leo

Zum ersten Mal hat sich das große Kind explizit etwas Genähtes von mir gewünscht. Einen kuscheligen Kapuzenpulli mit Sternen. Wir sind zusammen in den Stoffladen (mal ohne die kleine Schwester) und sie hat sich Sweatshirtstoff (extra warm und kuschelig) und Bündchen selbst ausgesucht.


Zunächst wollte ich irgendeinen Schnitt aus dem Bestand nehmen, habe mich dann aber doch für Leo mit Raglan-Ärmeln von Pattydoo entschieden. Und das war gut so. Ich hatte gelesen, dass der sehr schmal ausfällt, was gut zu meinem schmalen Kind passt. Da der Schnitt für Jersey gedacht ist, habe ich eine Nummer größer zugeschnitten, denn unser Stoff ist relativ dick.

Sonntag, 13. September 2015

Working Girl Sew Along - Teil 2: Planung

Weiter geht's. Aus Zeitgründen werde ich versuchen, viel Vorhandenes und Gekauftes mit einfließen zu lassen. Nee, stimmt gar nicht, das würde ich sowieso machen. Ich habe festgestellt, dass ich trotz der Ausmistungsaktionen der letzten Jahre (in mehreren Wellen), zwei (Kauf-)Hosen mit weiten Beim behalten habe, die habe ich immer gern getragen und das Material ist nicht das schlechteste. Mal sehen, ob ich die mit einbeziehen kann. Eine der Hosen ist grau, das ist gut und eine ist schwarz, das ist nicht so gut. Ich versuche ja schon seit einer Weile auf schwarz zu verzichten. Meine favorisierten Grundfarben sind Dunkelblau, Dunkelgrau und Hellgrau. Dazu mag ich zartes Rosa, kräftiges Pink und nicht zu dunkles Lila. Ungefähr so:

Ich glaube, das Rosa kommt falsch rüber, das Rosa das ich meine ist weniger blaustichig.

In den letzten Monaten hat sich gezeigt, das auch Mint ganz gut dazu und zu mir passt. Diese Farben möchte ich jedenfalls beibehalten. Mir schwirrt schon einiges im Kopf rum, was ich miteinander kombinieren kann. Nähen möchte ich auf jeden Fall vorerst zwei Teile.


1. Wie im letzten Post schon erwähnt, einen lila Kuschel-Pullover, mit außen liegenden Nahtzugaben, wie im S+S-Katalog abgebildet. Da ich keinen Schnitt von Stoff und Stil besitze, werde ich einfach einen vorhandenen Schnitt anpassen. Am besten gleich Renfrew, aus dem ich gerade schon ein Ringelshirt mit U-Boot-Ausschnitt genäht habe (zeige ich beim nächsten Treffen der 12 Tops Challenge). Hey, das Ringelshirt passt sicher auch in meine kleine Arbeitsgarderobe! Zack, schon sind es drei genähte Teile;-)
Jedenfalls soll der Pullover nicht zu lang werden, damit ich ihn mit Marlene-Hosen, aber auch schmalen Hosen und schmalen Röcken kombinieren kann.

Modell 101, Burda 4/2009

2. Einen Wollstoff-Rock, in schmaler Silhouette, aber trotzdem leicht ausgestellt, wegen Bewegungsfreiheit und so. Als Stoff habe ich einen Fischgrat in Dunkelgrau (das Muster ist nicht leicht zu erkennen). Ein Schnäppchen vom Maybachufer in Berlin. Nach dem Burda-Schnitt 104 (02/2010) habe ich ja schon einen Rock genäht, den ich beim letzten MeMadeMittwoch getragen habe. Entweder nehme ich den Schnitt nochmal oder ich probiere die 101 aus der Burda 04/2009. Die dürften ungefähr gleich weit ausgestellt sein. Gefüttert sind sie beide nicht, das muss ich natürlich ändern.

Modell 104, Burda 2/2010

Ansonsten habe ich noch flache Schnürschuhe bestellt. Ich wollte ja wirklich mal die Gelegenheit nutzen, dass ich jetzt in der Innenstadt arbeite und im stationären Einzelhandel kaufen. Aber es ging nicht. Das was ich wollte, gab's einfach nicht :-( Und so ein Überwurf-Poncho-Decken-Ding in rosa habe ich gekauft. Auf zu mehr Lässigkeit! Hihi.

Weitere Planungen gibt's heute bei mamamachtsachen.

Mittwoch, 9. September 2015

MeMadeMittwoch Nr. 57

Ich dachte mir, ich zeige mal eines der Outfits, mit denen ich mich in diesem Jahr immer gut angezogen gefühlt habe, bevor es zu kalt dafür wird. Rock und Oberteil habe ich in diesem Frühjahr genäht, nachdem ich angefangen hatte, mir über eine Kombigarderobe Gedanken zu machen.


Zumindest den Farben werde ich treu bleiben, wenn es um die weitere Planung geht. Apropos: am Sonntag ist das nächste Treffen beim Working Girl Sew Along.

Heute schaue ich aber erstmal eine Runde beim MMM.

Montag, 7. September 2015

Working Girl Sew Along - Teil 1: Zieldefinition

Eigentlich hatte ich schon beschlossen, bei diesem Sew Along nicht mitzumachen. Obwohl ich am Anfang gleich laut "Hier" geschrien hatte. Die Zeit fehlt für so einen engen Rahmen und das wird sich in absehbarer Zeit auch nicht ändern. Wenn ich aber mal ehrlich bin, entsteht fast alles was ich nähe mit dem Hintergedanken, auch bei der Arbeit getragen zu werden. Und wie Alex, die Organisatorin des Working Girl Sew Along, ziehe ich mich nach der Arbeit nicht nochmal um. Ich muss zwar unter der Woche mit den Kindern nicht auf den Spielplatz, das haben sie durch Tagesmutter/Kindergarten bzw. jetzt Schulhort schon erfolgreich absolviert. Aber über den Boden krabbeln (also drinnen :-)) oder ähnliches gehört auch zu meinem Alltag. Also werde ich hier und heute doch meine Gedanken niederschreiben, da es meine Herbstgarderobe sowieso betreffen wird. Ob ich dann termingerecht nähen kann, will ich nicht versprechen.

Einen Dress Code gibt es bei mir im Büro nicht. Im Gegenteil. Die Leute laufen hier ziemlich grottig rum. Ich glaube, ich erwähnte es schon mal, ich arbeite in der IT-Branche. Da ich aber kein Software-Entwickler bin, sondern Marketing-Tussi, muss ich mich ja nicht am Wettkampf um das schlechteste Outfit beteiligen. Mein Arbeitsplatz wird auch als erstes wahrgenommen, wenn man die Firma betritt. Wenn es einen Empfang gäbe, dann wäre ich das wohl. Manchmal finde ich es ziemlich traurig, wenn Kunden im schicken Anzug zu einem Termin kommen und sie werden von einem Kollegen in Jeans und T-Shirt empfangen. Anzug und Business-Kostüm fände ich für eine IT-Firma auch sehr übertrieben, aber es gibt so viele Varianten zwischen Anzug und Jeans.

Für mich bedeutet das zwar ziemlich freie Auswahl, aber ich beschränke mich selbst. Das hat meiner Meinung nach mit Wertschätzung des Gegenüber zu tun. Aber auch mit Selbstachtung. Außerdem: wie ernst wird man genommen, wenn man sich bei einem schwierigen Thema durchsetzen muss und versucht das in Jogginghose. Oder in Gummi-Flipflops.

Was heißt das jetzt für mich? Im Moment trage ich Röcke, Kleider, Hosen (bis jetzt habe ich es ohne Jeans geschafft, aber ich bin erst seit ein paar Monaten in der Firma) und daran werde ich nichts ändern. Aber ich habe das Gefühl, einige bequeme Teile könnten nicht schaden. Lässig und trotzdem schick. Ein Outfit wird ja ganz wesentlich durch die Schuhe beeinflusst. Und da liegt für mich oft das Problem: Die Kleider und Röcke in meinem Kopfkleiderschrank verlangen oft nach hohen oder anderen grazile Schuhen. In diesem Herbst habe ich Lust, mir welche von den vielen tollen flachen Modellen zu kaufen, die gerade in den Läden stehen. Da muss mein Kopf noch ein bissl rattern, wie das zu meinen bisherigen Klamotten passen soll. Hosen wären natürlich passend, aber die möchte ich mir nicht nähen, da mir Kaufhosen wunderbar passen und ich mit meiner wenigen Nähzeit haushalten muss. Aber so in Richtung Marlenehose mit kürzeren oder reingesteckten Oberteilen - das könnte mir gefallen.

Quelle: Stoff und Stil
Eine Sache steht schon fest. Ich habe letzten Winter einen tollen Kuschel-Sweatshirt-Stoff bei Stoff und Stil gekauft, der MUSS einfach verarbeitet werden. Dazu passt auch die Tatsache, dass mein neuer Arbeitsplatz ziemlich kühl ist. Übrigens: neuen Stoff will ich nicht kaufen, diese Bedingung muss unbedingt noch mit genannt werden.

So, das muss für heute erstmal reichen, ich gehe mal weiter in mich. Vielen Dank schon mal an Alex von Mamamachtsachen für die tolle Anregung!

Mittwoch, 2. September 2015

MeMadeMittwoch Nr. 56 im blauen Wickelkleid

Pünktlich zum MMM gehen die Temperaturen nach unten, sodass ich das Wickelkleid von der Schuleinführung noch einmal zeigen kann. Gestern wäre mir das zu warm gewesen.


Es handelt sich um das Ultimade Wrap Dress von Sew Over It. Diesen Schnitt überhaupt zu nähen, auf diese Idee brachte mich erst annyulla bei einem Nähtreffen in Leipzig. Das war bereits im März! Ein Wickelkleid wollte ich schon länger, aber ich bin eben nicht dazu gekommen. Im Juli fing ich dann an mit dem Nähen und das zog sich bis in den August. Es ist nicht schwer zu nähen, aber ich hatte immer nur Zeit für ein bis zwei Nähte und außerdem baute ich einige Fehler ein, die wieder korrigiert werden mussten. Z.B. zauberte ich in jeden Ärmel beim Annähen eine Falte. Die Seitennaht, in die eigentlich das Loch für das Bindeband sollte, habe komplett zugenäht, mit der Overlock. Das sind alles Dinge, die man wieder ändern kann, man muss nur Lust dazu haben :-(



Dafür habe ich einiges anders (schneller) gemacht, als vorgesehen. Am Ausschnitt wollte ich mal so eine Art Bündchen probieren, wie ich es bei Wiebke und Sylvia (sogar in echt) gesehen hatte. Das ging einfacher als mit dem vorgesehenen Beleg. Der Ausschnitt liegt dadurch auch schön an, ist aber trotzdem zu groß. Etwas drunter ziehen um den Ausschnitt zu entschärfen, finde ich doof, mal abgesehen von einem Unterkleid, aber das macht man ja aus anderen Gründen. Ich mag den großen V-Ausschnitt. Für den besonderen Anlaß zeige ich ihn auch, weil's einfach elegant ist. Im Alltag wird im Herbst wohl sowieso ein Tuch um den Hals kommen.


Die Rundungen in den vorderen Kanten mussten auch weichen, ich hatte befürchtet, mit einfachem Umschlagen krieg ich keine schönen Rundungen hin, ohne dass sich etwas verzieht. Obwohl das Kleid mit den Rundungen tatsächlich schöner wäre. Die Ärmellänge ist individuell (ich mag diese Länge sehr) und am Saum habe ich 10 cm zugegeben und extra noch eine fette Nahtzugabe dazu.

Hier noch ein Bild von der Schuleinführung. Nach einer Weile des Tragens sieht man am Ausschnitt das Unterkleid :-(

An sich sitzt das Kleid super (na gut, das ist ja der Vorteil eines "echten" Wickelkleides, es wird halt so gewickelt, dass es sitzt). Ich kann leider nicht mehr sagen, welche Größe ich genommen habe, vielleicht habe ich das irgendwo vermerkt, da muss ich nochmal schauen.

Womit die anderen Damen aus der Sommerpause in den MeMadeMittwoch starten, seht ihr auf dem MMM-Blog. Heute mit Claudia im schicken Leopardenwickel.

Montag, 24. August 2015

Zuckertüte mit Pferd

Geschafft. Kind Nr. 1 ist endlich in der Schule. Ein Kleid für die Schuleinführung brauchte ich nicht zu nähen, das Kind war ganz vernünftig und ging von Anfang an davon aus,  das "gute" mitwachsende Kleid zu tragen, dass es seit Jahren zu Hochzeiten und ähnlichem anzieht. Sie hat es auch nur circa 1,5 Stunden getragen, denn dann ging es mit der ganzen Familie zum Picknick in den Wald, inklusive Schatzsuche für die Kinder. Also der Schatz war eigentlich "nur" der Nachtisch, der aber mit einem Zahlenschloss verschlossen war. Die Zahlen mussten bei verschiedenen Aufgaben im Wald herausgefunden werden.


Ich konnte mich also in den vergangenen Wochen ganz in Ruhe der Zuckertüte widmen. Dabei dauerte die Ideenfindung am längsten, denn ich wollte etwas mädchenhaftes, aber nicht kitschiges, etwas das ihr gefällt (ein Pferd auf der Zuckertüte hatte sie sich explizit gewünscht, aber die Kaufexemplare hatten mindestens Flügel oder glitzerten oder waren sonst irgendwie schrecklich) und eben auch ein bisschen individuell ist. Das ist bei dem Pferdewunsch ja gar nicht so einfach, wie ich finde. Da ich besser nähen als basteln kann, habe ich die Zuckertüte also benäht.


Als feststand, dass ich ein kuscheliges Pferd (Nickistoff mit einem Schweif aus geerbtem Handstickgarn) applizieren würde, mit einem dünnen Volumenvlies, damit es plastischer wird, musste ich nur noch eine Weile im Stoffladen herumschleichen, um ein paar passende Stoffe zusammen zu stellen. Das Nähen ging dann ziemlich schnell. Ein Anleitung ist eigentlich gar nicht nötig, ich habe aber eine bei Lillesol und Pelle gefunden und war ganz froh, zu sehen, dass es tatsächlich so funktioniert, wie ich es mir gedacht hatte, immerhin hatte ich noch nie zuvor einen Papprohling mit Stoff bezogen. Dort sind auch viele tolle Modelle verlinkt.


Die Mühe hat sich jedenfalls gelohnt, denn das Kind hauchte mir ein: "Mama, ich habe die schönste Zuckertüte von allen" entgegen.

Übrigens war ich sogar so rechtzeitig fertig, dass doch noch etwas Zeit blieb, um ein Kleid für mich (ja, das dunkelblaue Wickelkleid rechts) zu nähen;-)
Das werde ich bald noch mal separat zeigen.


Mittwoch, 29. Juli 2015

MeMadeMittwoch Nr. 55 und 12 Tops Challenge Juli im mintfarbenen Wandershirt

Dass ich gerade nicht viel zum Nähen und Posten komme, ist wohl offensichtlich, wenn man sich anschaut, von wann der letzte Post ist. Na gut, ich habe in den letzten Wochen versucht, ein Pferd auf eine Zuckertüte zu applizieren. Dazu bald mehr. Ansonsten habe ich einen Rest vom mintfarbenen Kastenshirt zu einem einfachen T-Shirt verarbeitet.


Wir hatten noch einen 3-Generationen-Wanderurlaub in den Bergen geplant und dafür konnte ich ein luftiges Oberteil gut gebrauchen. Den Schnitt 138 aus Burda 3/2009 wollte ich schon immer mal probieren, auch wenn man im Heft nicht gut erkennen kann, wie der Sitz des Shirts ist, denn es ist nicht angezogen zu sehen.


Mit dem unelastischen Baumwolljersey funktioniert der Schnitt ganz gut, es ist wirklich schön luftig. Im Vorderteil wird es gerafft und mit einer Brosche zusammengehalten. Man könnte das natürlich auch dauerhaft fixieren, aber mir gefällt es so. Ich bin ganz zufrieden mit dem Ergebnis, glaube aber nicht, dass es davon noch eins geben wird.

Ich verlinke das Oberteil zum MeMadeMittwoch ("Das packe ich in meinen Koffer" mit Wiebke im heißen Overall) und zur 12 Tops Challenge. Die Fotos hat übrigens wieder meine Tochter gemacht. Sie macht das ganz gerne und ich bin schon froh, wenn sie die schwere Kamera nicht fallen lässt, ist eine wackelige Angelegenheit ;-)

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