Dienstag, 17. November 2015

Nähbloggertreffen Köln 2015

Es war sooo schön und ich bin sooo müde! Wie immer nach solchen Treffen bin ich total geflasht. Inzwischen kennt man viele Nähblogger persönlich, aber es kommen immer wieder welche hinzu, deren Blogs, oder zumindest deren Namen aus den Kommentaren, man schon kennt. Ich finde es so erstaunlich, dass sich bei diesen Treffen immer wieder so unterschiedliche Frauen zusammenfinden, die aber irgendwie alle charismatisch, intelligent und besonders sind. Jede hat eine interessante Geschichte zu erzählen.

Und wie immer habe ich die Fotos vergessen. Die Kamera hatte ich eingepackt, aber sie blieb das ganze Wochenende im Koffer, ich hatte irgendwie gar keine Gelegenheit, sie auszupacken. Das hat fast schon Tradition, stört mich selber aber nicht so sehr. Die Bilder sind ja in meinem Kopf. Nur am Sonntag habe ich im Museum mit dem Handy fotografiert.

Na, könnt ihr mich entdecken?

Ich fange mal ganz von vorne an. Nach sieben Stunden Sitzen im engsten und vollsten IC aller Zeiten, wurden Frauenoberbekleidung und ich von machen statt kaufen am Bahnhof empfangen. In ihrer schönen Wohnung wurden wir sehr herzlich und ganz unkompliziert aufgenommen. Frühstück gab es jeweils bei Frau Overluck, auch das war ganz entzückend! Vielen, vielen Dank euch beiden, wir haben uns sehr wohl bei euch gefühlt!

Am Freitag abend trafen sich einige schon Angereiste zum Essen. Der Vorschlag, noch einen Club zu besuchen (dessen Internetauftritt zugegebenermaßen mein Interesse weckte) war schnell vom Tisch, die Müdigkeit war einfach zu groß. Aber nett schwatzen ist ja auch nicht zu verachten.

Am Samstag waren wir aufgeteilt, ich war bei der Nähnerdstadtführung. Zunächst stellte uns Bele (die zwar keinen Blog hat, aber bei diesem Treffen eine große Rolle spielte) einige Plätze mit nähtechnischem Bezug in der Kölner Innenstadt vor. Das war interessant und sehr kurzweilig. Anschließend stürmten wir die Filialen von Stoff und Stil und Alfatex. Das Stoffe-Shoppen nahm einige Zeit in Anspruch. Erst gegen Drei merkten die meisten, dass der Magen schon länger durchhing. Kurzer Stopp in einem Café in der Nähe vom Alfatex. Rein zufällig waren gleich 3 Tische durch "uns" belegt. Bei den Essensbestellungen gab es großen Verzug, weshalb wir uns an unserem Tisch kalte Thunfisch-Tramezzini als schnelle Alternative reinstopften. Aber in netter Gesellschaft, wo niemals die Themen ausgehen, ist das alles kein Problem.

Dann wurden wir nochmal aufgeteilt, ich ging in ganz kleiner Gruppe, angeführt von Luzie und Marja Katz, zum Stoffschnäppchenmarkt. Das ist ein kleiner Stoffladen mit schönen klassichen Schätzen. Es gab dort tolle Woll-Mischungen in meinen Grundfarben grau und marine. Und zwar so viele, dass ich überfordert war. Aber Luzies phänomenale Einkaufsberatung hat mich, nicht zum ersten Mal an diesem Tag, gerettet. Das kann ich nur empfehlen. Wenn ihr die Gelegenheit habt, holt sie euch als Beraterin zum Stoffeinkauf ;-)

Dann bin ich mit der S-Bahn zurückgefahren, die anderen Mädels kamen gerade von Fashion for Designers zurück und wir hatten 10 Minuten, um die Stoffe von uns zu werfen und uns umzuziehen. Also schnell das Weihnachtskleid 2014 übergeworfen, Schminksachen eingepackt und losgelaufen zum abendlichen Treffpunkt. Dort war es sehr warm und ich war froh über mein ärmelloses Kleid. Jeder hatte ein genähtes Dömchen auf dem Platz liegen. Bei leckerem Essen und immer wieder neu gemischten Grüppchen wurde geredet und gelacht bis uns spätabends die Augen zufielen.

kurz vor der Führung durch die Ausstellung
Am Sonntag gab es noch einen besonderen Höhepunkt: wir besuchten LOOK! im MAKK. Klingt lustig, oder? "LOOK! Modedesigner von A bis Z" ist eine Sammlung des Museums für angewandte Kunst Köln. Bele und ihre Kollegin führten uns durch die Ausstellung und gewährten einen ausgiebigen Blick hinter die Kulissen. Machen statt kaufen hatte übrigens zur aufwendigen Erstellung der Figurinen schon mal gepostet. Diese Hintergrundinformationen fand ich fast interessanter als die ausgestellte Couture selbst. Merke: Es lohnt sich, im Museum eine Führung zu buchen!

Nach einem letzten Schwatz im Museumscafé ging es zum Bahnhof. Die Rückfahrt dauerte 9 Stunden und ich war dankbar, dass mich der nette Taxifahrer in ein Gespräch verwickelt hat, ich wäre sonst auf der Stelle eingeschlafen.

Lieber Kölnerinnen, das war ein tolles Wochenende! Vielen lieben Dank an Dreikah (Am gelungensten ist eine Veranstaltung ja immer dann, wenn man nicht merkt, was für ein riesen Organisations-Aufwand dahinter steckt und sie hat uns so routiniert umsorgt, ich habe das Gefühl, sie hat sowas nicht zum ersten Mal gemacht ;-)), Alle Wünsche werden wahr, Mein wunderbarer Kleiderschrank, Marja Katz, Bele und natürlich nochmal an machen statt kaufen und Overluck!

Kommentare:

  1. Der Taxifahrer war einer von den Guten. Ich bin wie ein Buschbaby mit tellergroßen Augen durch die Nacht geschlichen. Zug fahren mit dir ist sehr kurzweilig, gerne mal wieder.

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  2. Ich werd ja ganz rot bei Deinen netten Worten. Martina (Max Lau) hat mir übrigens sehr ans Herz gelegt, dass wir unseren feinen Wollcrepe nicht in die Waschmaschine geben sollen. Sie hat sich so mal nen Stoff ruiniert, der war nicht mehr glatt zu kriegen.

    Ganz liebe Grüsse
    Luzie

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    1. Oh, danke für den Tipp! Vielleicht schneide ich ein Stück ab und wasche es. Ich will mich nicht so recht damit abfinden, einen Stoff gar nicht waschen zu können;-)

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  3. Danke Anne für deinen Bericht.
    Wie viel Nähblogger ward ihr gesamt?
    Lg Anja

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  4. Danke liebe Anne. Ich fand es toll, dass du dabei warst und wir ein wenig Zeit hatten bei der Stadtfühung um uns kennenzulernen.
    Und dein Kleid am Abend war der Hammer!!
    LG Karin

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Vielen Dank für's Kommentieren!

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