Mittwoch, 30. September 2015

12 Tops Challenge September und MeMademittwoch Nr. 58 im Ringelshirt


Mit meinem neuen Ringelshirt erwische ich gleich drei Fliegen mit einer Klappe :-)
Ich habe endlich mal wieder was für die 12 Tops Challenge von Santa Lucia Patterns. Da ich einige Termine ausgelassen habe, können es bei mir maximal 9 Tops werden, das reicht mir aber völlig. Dann passt das Oberteil ganz gut zu meinen Working-Girl-Plänen, da es sich unheimlich vielseitig kombinieren lässt. Außerdem verlinke ich natürlich zum MeMadeMittwoch.

Mit dem Poncho saß ich vorgestern im kalten Büro.

Als Schnitt habe ich Renfrew verwendet, den ich schon als Winterkleid mit Schalkragen besitze, habe ihm aber einen U-Boot-Ausschnitt verpasst. Beim Zuschneiden habe ich festgestellt, dass die vordere und hintere Mittellinie nicht rechtwinklig zu den Streifen verläuft (entweder habe ich beim Schnitt kopieren gepennt oder beim Zuschneiden). Jedenfalls musste ich das wieder ausgleichen, damit die Streifen nicht ganz leicht schräg verlaufen. Der Schnitt wirkt jetzt wie nach unten ganz leicht aufgedreht. Das stört mich aber nicht, ich finde, etwas mehr Lässigkeit tut meiner Garderobe ganz gut.


Der Viskosejersey ist ein Coupon vom Stoffmarkt. Ich habe schon mal so einen vernäht. Äußerlich sind die beiden völlig identisch, altern aber ganz unterschiedlich. Während das Streifenshirt von vor einem Jahr inzwischen stark pillt, scheint dieser Stoff hier glatt zu bleiben, die marinefarbenen Streifen werden jedoch nach noch ein paar Wäschen langsam ins Gräuliche gehen. In Anlehnung an Forrest Gump könnte man also sagen "Stoff kaufen ist wie eine Pralinenschachtel. Man weiss nie, was man kriegt."

So war ich vorgestern unterwegs.

Sonntag, 27. September 2015

Working Girl Sew Along - Teil 3: Fit it!

Ich habe mit dem Rock angefangen. In Mini-Schritten. An einem Tag schnell Wollstoff zugeschnitten, an einem anderen Tag Futter gekauft. An wieder einem anderen Tag Futter zugeschnitten. 3 Nähte gemacht. Dann wieder ein Tag, an dem ich nur die Einlage aufgebügelt habe (ich war sowieso beim Bügeln). Und so weiter. Anders geht es gerade nicht. Immer dann, wenn ich abends eine halbe Stunde nähen möchte, kann das kleine Kind nicht schlafen und ruft nach mir. So laut, dass sich wiederum das große Kind beschwert. Immerhin muss das große Kind für die Schule ausgeschlafen sein.


Beim Rock muss ich nur noch den Reißverschluss einnähen, Außenrock und Futterrock zusammennähen und säumen. Wenn ich mir allerdings mein Foto so ansehe, muss ich wohl nochmal prüfen, ob ich ein Bundteil nicht vielleicht verkehrt herum angenäht habe :-(

Zwischendurch wäre ich fast schwach geworden, als ich bei einigen Teilnehmerinnen des Working Girl Sew Along den Astoria Sweater sah. Der würde auch ganz gut zu meinen Kurzer-Kuschel-Pullover-Plänen passen. Aber ich will nicht nur Stoffe aus dem Vorrat verwenden, sondern auch Schnitte.

Da ich beide Schnitte (also Rock und Pulli) schon genäht habe, erwarte ich eigentlich keine Passformprobleme. Aber wir wissen ja: "neuer Stoff, neues Glück".

Freitag, 18. September 2015

Kapuzenpullover Leo

Zum ersten Mal hat sich das große Kind explizit etwas Genähtes von mir gewünscht. Einen kuscheligen Kapuzenpulli mit Sternen. Wir sind zusammen in den Stoffladen (mal ohne die kleine Schwester) und sie hat sich Sweatshirtstoff (extra warm und kuschelig) und Bündchen selbst ausgesucht.


Zunächst wollte ich irgendeinen Schnitt aus dem Bestand nehmen, habe mich dann aber doch für Leo mit Raglan-Ärmeln von Pattydoo entschieden. Und das war gut so. Ich hatte gelesen, dass der sehr schmal ausfällt, was gut zu meinem schmalen Kind passt. Da der Schnitt für Jersey gedacht ist, habe ich eine Nummer größer zugeschnitten, denn unser Stoff ist relativ dick.

Sonntag, 13. September 2015

Working Girl Sew Along - Teil 2: Planung

Weiter geht's. Aus Zeitgründen werde ich versuchen, viel Vorhandenes und Gekauftes mit einfließen zu lassen. Nee, stimmt gar nicht, das würde ich sowieso machen. Ich habe festgestellt, dass ich trotz der Ausmistungsaktionen der letzten Jahre (in mehreren Wellen), zwei (Kauf-)Hosen mit weiten Beim behalten habe, die habe ich immer gern getragen und das Material ist nicht das schlechteste. Mal sehen, ob ich die mit einbeziehen kann. Eine der Hosen ist grau, das ist gut und eine ist schwarz, das ist nicht so gut. Ich versuche ja schon seit einer Weile auf schwarz zu verzichten. Meine favorisierten Grundfarben sind Dunkelblau, Dunkelgrau und Hellgrau. Dazu mag ich zartes Rosa, kräftiges Pink und nicht zu dunkles Lila. Ungefähr so:

Ich glaube, das Rosa kommt falsch rüber, das Rosa das ich meine ist weniger blaustichig.

In den letzten Monaten hat sich gezeigt, das auch Mint ganz gut dazu und zu mir passt. Diese Farben möchte ich jedenfalls beibehalten. Mir schwirrt schon einiges im Kopf rum, was ich miteinander kombinieren kann. Nähen möchte ich auf jeden Fall vorerst zwei Teile.


1. Wie im letzten Post schon erwähnt, einen lila Kuschel-Pullover, mit außen liegenden Nahtzugaben, wie im S+S-Katalog abgebildet. Da ich keinen Schnitt von Stoff und Stil besitze, werde ich einfach einen vorhandenen Schnitt anpassen. Am besten gleich Renfrew, aus dem ich gerade schon ein Ringelshirt mit U-Boot-Ausschnitt genäht habe (zeige ich beim nächsten Treffen der 12 Tops Challenge). Hey, das Ringelshirt passt sicher auch in meine kleine Arbeitsgarderobe! Zack, schon sind es drei genähte Teile;-)
Jedenfalls soll der Pullover nicht zu lang werden, damit ich ihn mit Marlene-Hosen, aber auch schmalen Hosen und schmalen Röcken kombinieren kann.

Modell 101, Burda 4/2009

2. Einen Wollstoff-Rock, in schmaler Silhouette, aber trotzdem leicht ausgestellt, wegen Bewegungsfreiheit und so. Als Stoff habe ich einen Fischgrat in Dunkelgrau (das Muster ist nicht leicht zu erkennen). Ein Schnäppchen vom Maybachufer in Berlin. Nach dem Burda-Schnitt 104 (02/2010) habe ich ja schon einen Rock genäht, den ich beim letzten MeMadeMittwoch getragen habe. Entweder nehme ich den Schnitt nochmal oder ich probiere die 101 aus der Burda 04/2009. Die dürften ungefähr gleich weit ausgestellt sein. Gefüttert sind sie beide nicht, das muss ich natürlich ändern.

Modell 104, Burda 2/2010

Ansonsten habe ich noch flache Schnürschuhe bestellt. Ich wollte ja wirklich mal die Gelegenheit nutzen, dass ich jetzt in der Innenstadt arbeite und im stationären Einzelhandel kaufen. Aber es ging nicht. Das was ich wollte, gab's einfach nicht :-( Und so ein Überwurf-Poncho-Decken-Ding in rosa habe ich gekauft. Auf zu mehr Lässigkeit! Hihi.

Weitere Planungen gibt's heute bei mamamachtsachen.

Mittwoch, 9. September 2015

MeMadeMittwoch Nr. 57

Ich dachte mir, ich zeige mal eines der Outfits, mit denen ich mich in diesem Jahr immer gut angezogen gefühlt habe, bevor es zu kalt dafür wird. Rock und Oberteil habe ich in diesem Frühjahr genäht, nachdem ich angefangen hatte, mir über eine Kombigarderobe Gedanken zu machen.


Zumindest den Farben werde ich treu bleiben, wenn es um die weitere Planung geht. Apropos: am Sonntag ist das nächste Treffen beim Working Girl Sew Along.

Heute schaue ich aber erstmal eine Runde beim MMM.

Montag, 7. September 2015

Working Girl Sew Along - Teil 1: Zieldefinition

Eigentlich hatte ich schon beschlossen, bei diesem Sew Along nicht mitzumachen. Obwohl ich am Anfang gleich laut "Hier" geschrien hatte. Die Zeit fehlt für so einen engen Rahmen und das wird sich in absehbarer Zeit auch nicht ändern. Wenn ich aber mal ehrlich bin, entsteht fast alles was ich nähe mit dem Hintergedanken, auch bei der Arbeit getragen zu werden. Und wie Alex, die Organisatorin des Working Girl Sew Along, ziehe ich mich nach der Arbeit nicht nochmal um. Ich muss zwar unter der Woche mit den Kindern nicht auf den Spielplatz, das haben sie durch Tagesmutter/Kindergarten bzw. jetzt Schulhort schon erfolgreich absolviert. Aber über den Boden krabbeln (also drinnen :-)) oder ähnliches gehört auch zu meinem Alltag. Also werde ich hier und heute doch meine Gedanken niederschreiben, da es meine Herbstgarderobe sowieso betreffen wird. Ob ich dann termingerecht nähen kann, will ich nicht versprechen.

Einen Dress Code gibt es bei mir im Büro nicht. Im Gegenteil. Die Leute laufen hier ziemlich grottig rum. Ich glaube, ich erwähnte es schon mal, ich arbeite in der IT-Branche. Da ich aber kein Software-Entwickler bin, sondern Marketing-Tussi, muss ich mich ja nicht am Wettkampf um das schlechteste Outfit beteiligen. Mein Arbeitsplatz wird auch als erstes wahrgenommen, wenn man die Firma betritt. Wenn es einen Empfang gäbe, dann wäre ich das wohl. Manchmal finde ich es ziemlich traurig, wenn Kunden im schicken Anzug zu einem Termin kommen und sie werden von einem Kollegen in Jeans und T-Shirt empfangen. Anzug und Business-Kostüm fände ich für eine IT-Firma auch sehr übertrieben, aber es gibt so viele Varianten zwischen Anzug und Jeans.

Für mich bedeutet das zwar ziemlich freie Auswahl, aber ich beschränke mich selbst. Das hat meiner Meinung nach mit Wertschätzung des Gegenüber zu tun. Aber auch mit Selbstachtung. Außerdem: wie ernst wird man genommen, wenn man sich bei einem schwierigen Thema durchsetzen muss und versucht das in Jogginghose. Oder in Gummi-Flipflops.

Was heißt das jetzt für mich? Im Moment trage ich Röcke, Kleider, Hosen (bis jetzt habe ich es ohne Jeans geschafft, aber ich bin erst seit ein paar Monaten in der Firma) und daran werde ich nichts ändern. Aber ich habe das Gefühl, einige bequeme Teile könnten nicht schaden. Lässig und trotzdem schick. Ein Outfit wird ja ganz wesentlich durch die Schuhe beeinflusst. Und da liegt für mich oft das Problem: Die Kleider und Röcke in meinem Kopfkleiderschrank verlangen oft nach hohen oder anderen grazile Schuhen. In diesem Herbst habe ich Lust, mir welche von den vielen tollen flachen Modellen zu kaufen, die gerade in den Läden stehen. Da muss mein Kopf noch ein bissl rattern, wie das zu meinen bisherigen Klamotten passen soll. Hosen wären natürlich passend, aber die möchte ich mir nicht nähen, da mir Kaufhosen wunderbar passen und ich mit meiner wenigen Nähzeit haushalten muss. Aber so in Richtung Marlenehose mit kürzeren oder reingesteckten Oberteilen - das könnte mir gefallen.

Quelle: Stoff und Stil
Eine Sache steht schon fest. Ich habe letzten Winter einen tollen Kuschel-Sweatshirt-Stoff bei Stoff und Stil gekauft, der MUSS einfach verarbeitet werden. Dazu passt auch die Tatsache, dass mein neuer Arbeitsplatz ziemlich kühl ist. Übrigens: neuen Stoff will ich nicht kaufen, diese Bedingung muss unbedingt noch mit genannt werden.

So, das muss für heute erstmal reichen, ich gehe mal weiter in mich. Vielen Dank schon mal an Alex von Mamamachtsachen für die tolle Anregung!

Mittwoch, 2. September 2015

MeMadeMittwoch Nr. 56 im blauen Wickelkleid

Pünktlich zum MMM gehen die Temperaturen nach unten, sodass ich das Wickelkleid von der Schuleinführung noch einmal zeigen kann. Gestern wäre mir das zu warm gewesen.


Es handelt sich um das Ultimade Wrap Dress von Sew Over It. Diesen Schnitt überhaupt zu nähen, auf diese Idee brachte mich erst annyulla bei einem Nähtreffen in Leipzig. Das war bereits im März! Ein Wickelkleid wollte ich schon länger, aber ich bin eben nicht dazu gekommen. Im Juli fing ich dann an mit dem Nähen und das zog sich bis in den August. Es ist nicht schwer zu nähen, aber ich hatte immer nur Zeit für ein bis zwei Nähte und außerdem baute ich einige Fehler ein, die wieder korrigiert werden mussten. Z.B. zauberte ich in jeden Ärmel beim Annähen eine Falte. Die Seitennaht, in die eigentlich das Loch für das Bindeband sollte, habe komplett zugenäht, mit der Overlock. Das sind alles Dinge, die man wieder ändern kann, man muss nur Lust dazu haben :-(



Dafür habe ich einiges anders (schneller) gemacht, als vorgesehen. Am Ausschnitt wollte ich mal so eine Art Bündchen probieren, wie ich es bei Wiebke und Sylvia (sogar in echt) gesehen hatte. Das ging einfacher als mit dem vorgesehenen Beleg. Der Ausschnitt liegt dadurch auch schön an, ist aber trotzdem zu groß. Etwas drunter ziehen um den Ausschnitt zu entschärfen, finde ich doof, mal abgesehen von einem Unterkleid, aber das macht man ja aus anderen Gründen. Ich mag den großen V-Ausschnitt. Für den besonderen Anlaß zeige ich ihn auch, weil's einfach elegant ist. Im Alltag wird im Herbst wohl sowieso ein Tuch um den Hals kommen.


Die Rundungen in den vorderen Kanten mussten auch weichen, ich hatte befürchtet, mit einfachem Umschlagen krieg ich keine schönen Rundungen hin, ohne dass sich etwas verzieht. Obwohl das Kleid mit den Rundungen tatsächlich schöner wäre. Die Ärmellänge ist individuell (ich mag diese Länge sehr) und am Saum habe ich 10 cm zugegeben und extra noch eine fette Nahtzugabe dazu.

Hier noch ein Bild von der Schuleinführung. Nach einer Weile des Tragens sieht man am Ausschnitt das Unterkleid :-(

An sich sitzt das Kleid super (na gut, das ist ja der Vorteil eines "echten" Wickelkleides, es wird halt so gewickelt, dass es sitzt). Ich kann leider nicht mehr sagen, welche Größe ich genommen habe, vielleicht habe ich das irgendwo vermerkt, da muss ich nochmal schauen.

Womit die anderen Damen aus der Sommerpause in den MeMadeMittwoch starten, seht ihr auf dem MMM-Blog. Heute mit Claudia im schicken Leopardenwickel.

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