Dienstag, 27. Dezember 2016

Schnelle Fledermäuse

Ich habe doch keine Zeit :-P
In den letzten Wochen und Monaten kam ich weder zum Nähen noch zum Bloggen. Da aber natürlich trotzdem ab und zu was entstand, nur gerade nicht für mich, möchte ich die Sachen gern noch verbloggen. Denn mein Blog ist, wie für viele andere auch, für mich so eine Art Ablage zum Dokumentieren, Sortieren, Erinnern.

Am meisten haben mich in diesem Jahr fünf Kostüme blockiert, die ich für den Kinder- und Jugendzirkus genäht habe, in dem meine Tochter trainiert. Ich habe drei Meerjungfrauen genäht (für eine Kautschuk-Nummer) und je einmal Goldmarie und Pechmarie (Trapez). Leider sind die Lichtverhältnisse beim alljährlichen großen Weihnachtszirkus immer so schlecht, dass ich hier wirklich gar keine Fotos zeigen kann. Egal, ich bin einfach nur froh, dass ich es geschafft habe. Ich weiß, dass es viele gibt, die sagen, warum machst du sowas, bloß nicht für andere nähen. usw. Ich sage: Doch! Unbedingt! Weil ich diesen Zirkus einfach nur toll finde! Weil alles was dort geschieht, nur geschieht, weil sich die Kinder und Jugendlichen dafür einsetzen, einfach machen. Die Großen kümmern sich um die Kleinen, behinderte Kinder werden ganz selbverständlich integriert, Ferientrainingslager organisiert, usw. Und das allerbeste ist, jeder kann dort mitmachen, völlig egal ob groß oder klein, dick oder dünn, talentiert oder eben weniger. Die einzige Voraussetzung ist, dass man mitmachen möchte. Und da helfe ich wirklich gern. Nee, ich bin sogar froh, dass ich die Kinder unterstützen kann. So!



Ende Oktober haben wir meinen Geburtstag nachgefeiert und weil die Kinder schon immer mal richtig Halloween feiern wollten, war mein Vierzigster also eine Halloween-Party. Nun ja, es gibt Schlimmeres! Die Große wollte eine Fledermaus sein und die Kleine - na ratet mal! Da ich noch mit den Zirkuskostümen (s.o.) beschäftigt war, habe ich mich für ganz schnelle Kostüme nach dieser Anleitung entschieden. Damit es noch einfacher wird, habe ich schwarzen Badeanzug-Stoff verwendet, nicht super-billig, aber da brauchte ich mir keine Gedanken um offene Kanten machen. Und die Fledermäuse sind elastisch genug, um vielleicht noch ein Jahr länger mitzuwachsen. Auch die Ohren gingen mit Filz und Haarreifen ganz schnell. Die Kleine rannte die ganze Zeit mit den Worten "flieg, flieg" oder "flatter, flatter" durch die Gegend. Mein Kostüm war einfach mal gekauft.

Genießt die verbleibende Zeit zum Jahreswechsel! Das ist für mich die Zeit, wo ich endlich entspannen kann und die Augenringe langsam etwas dezenter werden:-)

Mittwoch, 2. November 2016

MeMadeMittwoch Nr. 65 - Das Mädchen mit dem Perlenohrring

Mit dem Mädchen mit dem Perlenohrring bin ich quasi aufgewachsen, ein Druck davon hing bei meinen Eltern im Wohnzimmer. Deshalb musste ich diesen Stoff unbedingt haben, als ich ihn sah. Obwohl er schwarz ist und ich doch kein schwarz mehr kaufe.



Das Finden eines geeigneten Schnittes und die Anordnung des Druckes darauf waren etwas schwieriger, ich bin aber mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Mittig wollte ich den Druck nicht haben, das war mir irgendwie zu platt und hätte auch doof ausgesehen. Sylvia sagte sehr schön: "Die Formen deines Körpers würden ihr Gesicht zerstören". So an der Seite gefällt es mir viel besser. Dafür musste die linke Seitennaht weichen. Statt dessen hab ich hinten eine Naht eingefügt. Als das Shirt dann fertig war, war es viiiel zu weit und ich musste vorne auch noch eine Mittelnaht einfügen und vorn und hinten habe ich jeweils ca. 5 cm Weite rausgenommen.


Achso, der Schnitt, das war ein kostenloser aus dem Netz, nämlich das Mandy Boat Tee.

Jetzt geht's zum Me Made Mittwoch, heute mit Meike.

Mittwoch, 19. Oktober 2016

MeMadeMittwoch Nr. 64 - in kurzer Hose

Schon seit Juli wollte ich mal eine Velara-Hose (von Schnittgeflüster) probe nähen. Ich wollte wissen, ob die auch für's Büro taugt oder ob es eben doch nur eine Gummizug-Hose ist. Allerdings hatte ich nur noch ein kleines Stück Schurwoll-Stoff in dunkelgrau von diesem Rock übrig. Also habe ich mir eine kurze Schurwoll-Hose genäht. Wie immer ist es schon eine Weile her, dass ich damit anfing und ich konnte mir die Kombi damals im Sommer nicht so richtig vorstellen. Aber es sollte ein Probehose werden, ohne Anspruch darauf, getragen zu werden.

Die Fotos hat übrigens meine Siebenjährige geschossen...

Als es Herbst wurde, kam ich an einem Schaufenster vorbei und sah drei Schaufenster-Puppen mit kurzen Wollhosen und Strumpfhosen. Na klar, dass ich daran nicht gedacht hatte (logisch, da war im Sommer nicht dran zu denken)! Also habe ich das probiert und es hat ganz gut funktioniert. Die Bilder sind von Sonntag, als ich meinen 5-Shades-of-Grau-Look erst mal probieren wollte.

Es ist nämlich so, dass ich seit ein paar Tagen in einer neuen Firma arbeite. Kleidungstechnisch das volle Kontrastprogramm zu vorher! Während man in der alten Firma wirklich grottenschlecht angezogen sein musste, um nicht aufzufallen, muss darf ich mir jetzt wieder mehr Mühe geben. Die neuen Sneakers kann ich jetzt erstmal wieder zu Hause lassen. Ich hätte große Lust, mir einige neue Büro-Outfits zu nähen, nur die Zeit ...

... mit der Bemerkung "Mama, deine Klamotten sehen heute so richtig doof aus!"

Das Shirt ist übrigens dieses hier und zu meiner Graue-Maus-Verkleidung trug ich noch einen grauen Mantel, meine pinke Handtasche und pinke Ohrringe. Ich denke, ich kann durchaus so ins Büro gehen, zumal es ja gar keine formalen Vorschriften gibt. Was meint Ihr?

Endlich bin ich auch ml wieder beim MeMadeMittwoch dabei!

Freitag, 30. September 2016

Ihre erste Schlafanzughose!

Letzte Gelegenheit, im September noch einen Post zu veröffentlichen! Ich nähe durchaus ab und zu, bringe aber irgendwie gerade nichts zu ende. Oder mache nur Murks. Da trifft es sich gut, dass ich euch heute mal etwas zeigen kann, das ich gar nicht selber genäht habe, sondern meine große Tochter. Ihr erstes selbstgenähtes Stück ist eine Schlafanzughose aus einem alten Bettbezug. Den hat sie selbst für ihr Projekt gewählt, weil der Stoff so schön weich ist. An den Ecken war er schon ganz dünn und löchrig, er wurde also oft benutzt und gewaschen.


Meine Große ist ja nicht gerade ein Nachwuchs-Handarbeits-Bastel-Talent. Ihr fehlt die Geduld, sie ist viel zu hektisch, weiß schon alles besser, bevor man es ihr gezeigt hat usw. Aber an der Nähmaschine wird sie ganz entspannt (ok, für uns alte Hasen ist das nichts Neues, aber ich wusste nicht, dass das auch bei Kindern funktioniert). Vor einem Jahr haben wir für Papas Geburtstag eine Girlande gemacht. Mit einem Stanzer große Kreise aus buntem Papier gestanzt und mit der Nähmaschine aneinander genäht. Das Nähen hat sie ganz allein übernommen. Da war sie zwar erst Sechs, aber ich hatte gar kein schlechtes Gefühl, ihr meine "gute" Maschine zu überlassen.


In den Sommerferien hatten wir zwei eine Woche lang gemeinsam frei und ich habe mir verschiedene Ideen zurechtgelegt, falls Langeweile aufkommt. Da haben wir die Hose begonnen. Den Schnitt hatte ich vorher kopiert und auf den Stoff gesteckt (mit Stecknadeln steht sie noch auf Kriegsfuß). Sie hat abgemalt, zugeschnitten und dann die von mir gesteckten Teile mit der Overlock genäht. Dazu haben wir ein Fußbänkchen unter das Pedal gestellt und sie hatte es erstaunlich schnell raus, die Geschwindigkeit zu kontrollieren.

Der Schnitt ist B1665b aus der B*Trendy #7. Der Bund/Tunnel für den Gummi wird auch mit der Overlock angenäht, also nicht umgeklappt und festgesteppt. Das hielt ich für einfacher. So brauchten wir keine Nähmaschine, auch die Hosensäume sind nur versäubert. Die Hose lag bis vor zwei Wochen rum, obwohl nur noch der Gummi und die Hosensäume fehlten. Jetzt wird sie regelmäßig getragen.

Wir sind beide mächtig stolz ;-)


Montag, 15. August 2016

Zum Geburtstag ...


... des kleinen Kindes gab es diesmal einiges Genähtes. Zunächst mal ein stinknormles Shirt aber mit langem Arm, denn ich habe das Gefühl, da haben wir länger was davon. Ich habe wieder den Raglan-Leo von pattydoo verwendet. Weil ich weiß, dass der sehr schmal ausfällt, in 104, die eigentlich noch zu groß ist. Der Katzenstoff ist vom Stoffmarkt und die Bündchen sind aus Ribjersey von Stoff und Stil. Leider weigert sich das jetzt dreijährige Kind mal wieder, das Shirt anzuprobieren. Von der Oma gab es eine schöne Sweat-Jacke, auch da wissen wir nicht, ob die passt. Sachen anprobieren ist ja Quälerei!


Für die Puppe gab es ein Shirt nach diesem Schnitt und eine Jeans von hier. Ich habe nach Puppenschnitten für 18''-Puppen gesucht, da ich im deutschsprachigen Raum nichts gefunden habe. Zum Schnitte selber basteln hatte ich keine Zeit. Für die Hose habe ich eine alte Jeans von mir verwendet. Eigentlich hatte ich das Shirt zunächst aus einem anderen Stoff genäht (eignet sich ja super zur Resteverwertung), aber dieses war kurz nach der Fertigstellung verschwunden. Ich habe das ganze Haus durchsucht, meinen Stoffschrank durchwühlt (ich hatte nämlich zeitgleich ein paar Stoffe herausgezogen und befürchtet, das Shirt mit zurück in den Schrank gepackt zu haben), aber es blieb verschwunden. Leider befürchte ich ja, ich habe es zusammen mit Stoffschnipseln entsorgt. Aber so passt es ja auch ganz gut und die Puppe durfte ihre Sachen zumindest probieren.


Weil das kleine Mädchen eine gute Puppenmutter ist (im Gegensatz zu ihrer großen Schwester), habe ich nach diesem Schnitt eine Puppentrage genäht. Komplett aus vorhandenen Materialien. Mein Mann und ich waren uns einig, dass dieses Geschenk der Riesenknaller wird. Aber das Kind möchte uns wohl beweisen, dass es nicht so berechenbar ist. Also abwarten, bis der Geburtstags-Rummel verflogen ist;-)

Mittwoch, 20. Juli 2016

MeMadeMittwoch Nr. 63 - im "schnellen, leichten" Sommerkleid

Was ich heute zeige, wollte ich eigentlich schon letzten Mittwoch posten, aber dann traf mich die Blogunlust, über die ich inzwischen schon bei vielen anderen Nähbloggern gelesen habe. Bei Mein gewisses Etwas gibt es übrigens eine Reihe zum Thema "Sinn des Nähbloggens". Sehr lesenswert und ich bin gespannt, wer als nächstes Sindys Fragen beantwortet.


Da ich letzte Woche aber schon Fotos gemacht hatte, will ich die wenigstens heute zeigen, inklusive aller Sitz-Knitterfalten. Vor einigen Wochen hatte ich festgestellt, dass mir meine üblichen Sommerkleider entweder zu unbekleidet oder zu schwitzig waren. Mir war nach etwas Schlichtem, dass zwar luftiger als meine Jerseykleider (z.B. aus flatteriger Viskose), aber dennoch bürotauglich ist (schulterbedeckend, kein riesiger Ausschnitt). Einen schönen kleingemusterten Viskose-Webstoff hatte ich noch vom Stoffmarkt vor einem oder zwei Jahren hier liegen. Zunächst wollte ich daraus einen Jumpsuit nähen, fand keinen passenden Schnitt und habe mich dann doch für ein Kleid entschieden und dafür, den Schnitt einfach aus Vorhandenen zusammenzubasteln.


Für das Oberteil habe ich mich an Modell 127 aus der Burda 3/2015 orientiert. Dort ist es zwar das Oberteil eines Wickelkleides, aber mir gefiel der gemäßigte Ausschnitt und die angeschnittenen Ärmel/überschnittenen Schultern (die Schulternaht verläuft schräg nach hinten). Ich habe die beiden Vorderteile an der vorderen Mitte übereinandergelegt, sodass sich ein normales Vorderteil mit V-Ausschnitt ergab. Es passte auch alles ohne Reissverschluss über den Kopf, war mir aber doch ein kleines bisschen zu hoch geschlossen. Also habe ich den Ausschnitt nochmal etwas vergrößert. Die Abnäher habe ich offen gelassen, die Weite wird durch einen Gummizug in der Taille zusammengehalten (Nahtzugabe der Taillennaht zum Tunnel umgeklappt, Gummi rein, fertig) Den Rockteil habe ich von Modell 113 aus Burda 8/2009 übernommen (und ganz leicht weiter gemacht). Von welchem Schnitt die Nahttaschen kommen, weiß ich nicht mehr.


Normalerweise bin ich kein Freund von Gummizügen in der Taille, zumindest nicht für Erwachsene. Und davon, dass ein Gürtel ein Sackkleid auf Figur trimmt, auch nicht. Aber beides zusammen gefällt mir ganz gut. Der Gummi hält alles zusammen, durch den Gürtel sieht es besser aus. Aber Gürtelschlaufen müssen sein, die fehlen bei meinem Kleid noch. Hat jemand eine Quelle für schmalere Ledergürtel in nicht-schwarz oder -braun, ohne Nieten, Fransen u.ä.? Solange ich da noch suche, muss dieser schwarze Gürtel ran.



Ich fühle mich sehr wohl in dem Kleid, eben auch an den Tagen, wo man lieber etwas unauffälliger unterwegs sein möchte. Dass Muster lässt sich besch***en fotografieren, gefällt mir aber sehr gut. Ich glaube, aus zwei Metern Entfernung ist es gar nicht mehr als Muster wahrnehmbar (@Sylvia ;-))

Jetzt aber ab zum MeMadeMittwoch, wo Frau Crafteln heute einen "Waxirock" zeigt.

Mittwoch, 8. Juni 2016

MeMadeMittwoch Nr. 62 im Burda-Shirt mit Seide


Neuer Versuch eines legeren Oberteils. Heute zeige ich das Modell 103 aus der Burda 2/2016. Nach all der Kleidernäherei ist auch bei mir ein Drang hin zu Hosen zu verspüren. Ursprünglich wollte ich deshalb auch die Shorts zum Oberteil nähen, das ist aber an der Stoffsuche gescheitert. Da es genug passende Hosen in allen möglichen Farben zu kaufen gibt, habe ich der Stelle Zeit gespart.

Quelle

Für den im Rücken vorgesehenen Webstoff habe ich die sandgewaschene Seide von Stoff und Stil genommen. Der Viskose-Jersey ist ein Coupon vom Stoffmarkt, in einer erstaunlich guten Qualität. Ich hatte einige Probleme, beides zu verbinden. So gab es einige Falten am hinteren Ärmel, wo Jersey-Ärmel auf Seiden-Rückenteil trifft. Das war zu erwarten, aber trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ließen sie sich nicht vermeiden. Ich habe sie nachträglich etwas vermindern können, aber ganz weg sind sie nicht. Auch das Säumen ging nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte. Die Seide wollte ich zweimal umschlagen und knapp absteppen und den Jerseyteil overlocken, umschlagen und feststeppen, also getrennt voneinander. Durch die starke Rundung am hinteren Saum ging das mit der flutschigen Seide ganz schlecht, also habe ich kurzerhand alles geoverlockt und einmal schmal umgeschlagen. Ist nicht ganz so, wie ich mir einen Seidensaum wünsche, aber man sieht es nicht, selbst beim Bügeln scheint sich die Overlocknaht nicht durchzuschlagen.


Apropos Saum, den habe ich ringsherum (auch die Ärmelsäume) auch nochmal gekürzt. Ich habe festgestellt, dass ich mir mit Half Tuck nicht gefalle, so schön es auch bei anderen aussieht. Wohler fühle ich mich, wenn der vordere Saum gleich kürzer ist.


Man braucht übrigens auf gar keinen Fall mehr als 80cm von dem Webstoff, falls man in einen teureren Stoff investieren möchte. Eventuell sogar noch weniger, da muss ich nochmal messen. Auf jeden Fall lohnt sich das, das Shirt fühlt sich wirklich toll an auf der Haut. Und wenn man kleine Kinder hat, ist es gar nicht so blöd, dass die Seide hinten ist :-)

Übrigens: das ist heute mein 200. Post! Yippie! Glückwunsch anne! Danke! :-)

Und jetzt ab zum MeMadeMittwoch!

Montag, 30. Mai 2016

Häschen in der Grube

Am letzten Mittwoch wollte ich endlich mal wieder beim MeMadeMittwoch mitmachen. Also zog ich am Dienstag mein neues TanteHerta-Shirt an und machte morgens vor der Arbeit ein paar Fotos. Abends schaute ich sie mir dann an, um ein paar Geeignete für den Post auszuwählen und noch das Gesicht zu verdecken. Aber das sah so schlimm aus, dass ich augenblicklich alle Bilder löschen musste! Ich weiß ja, man soll beim MMM das wirkliche Leben zeigen und nicht nur die schönen Sachen, aber das ging in diesem Fall wirklich nicht, sorry!

Bei mir ist also irgendwie der Wurm drin, da müsst ihr wieder mit Kindersachen vorlieb nehmen ;-)


Bei Pinterest habe ich diese nette Idee für eine Hasen-Applikation gefunden, die musste ich unbedingt nachmachen. Der Hasenstoff ist ein Rest des Pferde-Nickis von der Zuckertüte. Ich wußte, wenn ich diese Hasentasche aufnähe, wäre das kleine Kind begeistert, egal, wie das restliche Kleidungsstück aussieht.


Ebenfalls über Pinterest hatte ich für das große Kind den Schnitt für ein "Girls A-line Pullover Dress" entdeckt. Der geht erst bei Größe 4 (Jahre) los, also habe ich ihn auf 3 verkleinert und zur Tunika verkürzt. Leider ist der Ausschnitt etwas groß. Ich will den Schnitt aber unbedingt noch für die Große probieren.


Da ich meine Stoffreste vernähen will, die aber nicht immer soo passend sind, hat mir das große Mädchen geholfen, den hellblauen Interlock ein bisschen zu bestempeln. Als Stempel haben wir das Innere einer Klopapierrolle genommen, auch das habe ich mal bei Pinterest entdeckt (das sollte hier eigentlich gar kein Lob-Gesanges-Post werden).


Es müssen übrigens nicht immer niedliche Tiere sein. Auch diese kleine "Verschönerung" eines Flohmarkt-T-Shirts ist Internet-inspriert und gefällt dem kleinen Kind ausgesprochen gut.

Mal sehen, ob ich irgendwann nochmal die Kurve kriege und wieder Erwachsenen-Sachen nähe;-)

Donnerstag, 19. Mai 2016

Sommersachen

Ich habe noch ein paar unverbloggte Kindersachen. Bevor es hier ganz still wird, weil gerade nichts für mich entsteht, will ich die mal zeigen. Oberste Prämisse beim Nähen von Kindersachen ist für mich gerade wieder das Vernähen von vorhandenen Stoffen oder Stoffresten. In diesem Post fasse ich zwei Teile als "Sommer-Raglans"zusammen:


Das Kleid für die Große musste unbedingt noch sein, bevor sie gar kein Pink mehr mag. Den Stoff habe ich mal bei einer Stofftauschparty der Dresdner Nähblogger von Anja bekommen. Es ist so gecrashte Baumwolle mit keinen Stickereien, in die sich mein Kind gottseidank sehr verliebt hat. 


Der Schnitt ist das Titelmodell aus der Ottobre 02/2005. Größe 128 in der Breite und 134 in der Länge. Da es ein verschlußloses Webstoffkleid ist, fällt es logischerweise sehr locker, kind muss ja rein und rauskommen. Ich habe aber nachträglich einiges wieder weggenommen, sonst wäre sie in dem Kleid verloren gegangen.


Was mich ein wenig stört, ist der vordere zu große Armausschnitt, aber es ist ja ein Sommerkleid, da ist es vielleicht nicht so schlimm, dass es da so offen ist.


Bei der Kleinen war es Bedarfsnähen. Sie liebt Leggins und dazu ein Oberteil, aber bitte kein Kleid! Da ich mich immer noch nicht an Leggins mit kurzen Oberteilen gewöhnen kann (ich habe die Neunziger überlebt erlebt!) habe ich etwas Tunikaähnliches genäht.


Der Schnitt ist aus der Ottobre 01/2011, das Modell weiß ich gerade nicht. Ohne Bändchendurchzug am Ausschnitt, sondern überall mit Gummi und eben zur Tunika verlängert.


Den Jersey mit den Tassen, Kannen und teedrinkenden Damen besitze ich schon ewig. Ich glaube, der kommt aus der Zeit, als ich mir meine erste Overlock zugelegt habe, das ist auf jeden Fall 10 Jahre her.

So, jetzt darf es gern wieder etwas wärmer werden, damit die Sachen auch aus dem Schrank dürfen.

Donnerstag, 28. April 2016

Shirt endlich fertig und neue Overlock!

Vor fast zwei Monaten zeigte ich schon einmal dieses Shirt  und meine Enttäuschung darüber, dass es nicht so geworden war wie es eben sollte. Mir gefiel doch aber die Farbe so! Es gibt selten Stoffe in diesen bestimmten Beerentönen, die mir so gefallen, deshalb wollte ich es retten. Glücklicherweise fand ich noch einen Rest des Stoffes und konnte die zu engen Ärmel  neu zuschneiden. So ganz ideal ist es nach wie vor nicht, aber durchaus tragbar.

auch mal!

Ich habe sehr lange gebraucht und das schiebe ich diesmal auf die Overlockmaschine. Ich habe nämlich eine neue, die Imaginé von Babylock. Das Shirt hatte ich angefangen, mit der Imaginé meiner Mutter zu nähen, die ich zu Testzwecken ein paar Tage bei mir hatte. Als ich meine eigene kaufen wollte, war sie nicht gleich lieferbar. Also musste ich warten, denn ich wollte die schönen Overlocknähte auf gar keinen Fall mit den hässlichen meiner alten Pfaff kombinieren. Jetzt ist die Maschine da, ich bin glücklich und das Shirt ist fertig.

na gut!

Erster Eindruck zur Maschine: Hach, toll! Es ist schon klasse, wenn man sich einfach dransetzen und losnähen kann, ohne sich erst in die Bedienungsanleitung zu vertiefen. Ich kann gern dazu nochmal ausführlich was schreiben, wenn wir ein bisschen mehr zusammen genäht haben. Meine alte Pfaff ist ja eine Kombimaschine und soll jetzt nur noch als Covermaschine dienen. Mal sehen, wie wir klar kommen, denn bisher war das der frustrierendere Teil des Jersey-Nähens. Die Säume am Shirt sind schonmal ordentlich gecovert, aber dafür musste ich auch lange einstellen, probieren und fluchen.

mit meiner üblichen Uniform: Strickjacke und Tuch

Letzten Mittwoch sah ich übrigens bei Mein gewisses Etwas ein Shirt nach TanteHerta von echtknorke. Ich bin ja sonst nicht so der Lemming, vor allem nicht bei E-Books, aber ich habe mir den Schnitt noch am selben Tag gekauft und eine erste Version wartet zugeschnitten auf Vollendung.

Mittwoch, 23. März 2016

MeMadeMittwoch Nr. 61 im Weihnachtskleid


 Meine letzte MeMadeMittwoch-Teilnahme war im Oktober! Huch, wieso sagt mir das denn keiner? Dabei könnte ich inzwischen fast jeden Mittwoch mitmachen. Dann zeige ich heute mal mein Kleid vom Weihnachtskleid Sew Along 2015. Das hatte ich bisher nur einmal (eben an Weihnachten) getragen, weil es nur ganz kurze Ärmel hat. Heute trage ich ein Langarm-Shirt darunter, was glücklicherweise unter Strickjacke und Tuch verschwindet, sonst würde das ein wenig merkwürdig aussehen.









Das Jäckchen habe ich aus einer alten, gekauften Long-Strickjacke gemacht. Die hatte ich mehr oder weniger nur gekauft, weil mir die Farbe so gefiel. Leider ist sie aus Baumwolle und die wird ja mit der Zeit immer etwas hart. Ich habe die Jacke in der Taille abgeschnitten und gesäumt und trage sie zu dem Kleid, bis mir was besseres einfällt. Oder es wärmer wird. Das wäre ja mal was!



Die anderen Mittwochs-Damen gibt es wie immer auf dem MMM-Blog zu sehen.

Montag, 21. März 2016

Wickelkleid Fashion Style

Das Wickelkleid aus dem letzten Post ist fertig. Die in den Kommentaren empfohlene Einlage am Kragen habe ich erstmal weggelassen, weil die gedoppelten Oberteile schon so schön veroverlockt waren, die wollte ich nicht wieder öffnen. Außerdem hatte ich ein wenig mit Sprühstärke experimentiert, hat auch nichts geholfen. Der Kragen ist auch nicht das einzige Problem des Kleides. Ich sage es gleich, ich bin nicht viel glücklicher damit geworden. Ich liebe den Stoff und mir gefällt der Schnitt (vom Prinzip her), aber beides passt eben nicht zusammen. Schade um den Stoff.

Danke an Sylvia für's Fotografieren!


Am Wochenende hatte ich wunderbaren Näh-Besuch, da habe ich das Kleid getragen. Abends waren der Mann und ich essen (wenn die Kinder schon mal nicht da sind) und auch da durfte das Kleid mit, ein wenig getarnt mit schwarzer Strickjacke und grau gemustertem Tuch). War ok, mehr aber auch nicht. Also das Kleid, das Essen war nämlich super.

Wohin mit diesen Händen? Any Ideas?

Ich glaube, ich zerschneide das Kleid wieder und mache mir ein locker fallendes Oberteil daraus, wenn der Stoff reicht. Auch wenn Protest von den Nähdamen kam, aber wohlfühlen sieht irgendwie anders aus. Da ändern auch kürzere Ärmel nicht viel. Vermutlich braucht der Stoff einfach einen weicheren Fall. Bei dem Wickelkleid sieht es immer aus, als hätte ich kein Unterkleid drunter, habe ich aber :-P

Mittwoch, 2. März 2016

Update

Ich prokrastiniere hier so vor mich hin. In Nähangelegenheiten jedenfalls. Und ich verstehe gar nicht, warum das so ist. Also gebe ich mal eine so eine Art Statusbericht ab und hoffe, das bringt wieder Schwung in mein Nähleben.

Ob der Schlafanzug-Effekt verschwindet, wenn die Ärmel gesäumt sind?

Vor einigen Wochen habe ich zwei Teile für mich angefangen. Die liegen hier rum, aus Gründen. Einmal das Wickelkleid 11 aus der Fashion Style 09/2015. Aus einem ganz feinen zarten Jersey in einer tollen Farbe. Ich glaube, das Kleid wird gut, aber der Stoff hat zu wenig Stand für den Schal-Wickel-Kragen. Seit ich das eingesehen habe, liegt das Kleid in der Ecke. Ich habe mir jetzt den 12.03. als Termin gesetzt, da möchte ich es anziehen fertig genäht haben, um dann zu entscheiden, ob ich es zu einer Einladung anziehe (huhu!).


Das zweite unfertige Teil ist eine Kopie eines gekauften Shirts, das ich sehr gerne trage. Das Original ist, jetzt haltet euch fest, von einem Kafferöster und da hat wohl eine Frau namens .elene .ischer (oder so) ihre Finger im Spiel gehabt. Oder auch nicht, jedenfalls steht ihr Name drin. Deshalb habe ich es aber nicht gekauft, sondern mich hatte das Material gelockt: Leinenjersey in grau, ganz dezent mit Silber überall (nach den vielen Wäschen seit letztem Frühjahr aber nur noch super-dezent bis gar nicht mehr). Es stellte sich heraus, dass auch der Schnitt toll ist und ich habe ihn abgenommen. Dazu habe ich einen Coupon  Baumwoll-Jersey ohne Elastan vom Stoffmarkt angeschnitten, weil ich dachte, das wäre vergleichbar mit dem Original-Material. War wohl ein Fehler, denn es fällt anders. Nein es würde anders fallen, wenn es denn passte. Die Ärmel sehen aus wie Presswürste und dadurch sehen die überschnittenen Schultern merkwürdig aus. Wie kann das sein? Ich kann es mir nicht erklären und solange das so ist, liegt das Teil wo? Genau! Ich hoffe, ich muss nicht erklären, dass die Ecken hier nur im übertragenen Sinne vollgestopft sind. Jedenfalls hatte ich mir das so toll vorgestellt, der Schnitt, die Farbe, die Farbe! Hach, jetzt habe ich einfach keine Lust mehr *trotzigmitdemFußstampf*.

Ihr könnt nix erkennen? Eben!

Vor zwei Wochen oder so hatte ich einen Nachmittag lang sturmfrei. Endlich mal keiner da und ich hatte keine Lust zu nähen. Ist das zu fassen? Da ich aber die Gelegenheit trotzdem nutzen wollte, habe ich gefärbt. Ich habe noch ein paar  Procion-Pülverchen rumliegen und die holt man besser nicht raus, wenn Kinder durchs Haus springen. Vor vielen Jahren hatte ich mir eine weiße Bettwäsche gekauft, den Hotel-Look fand ich damals offensichtlich toll (?). Diese Bettwäsche ist aber nicht nur weiß, neeiiiin sie hat auch eine weißes Muster (???!!!). Meine Waschmaschine hat jetzt alles schön blau gefärbt. Zum Glück war auch der Ehemann und selbst ernannte Technik-Vorstand des Hauses abwesend, das schont die Ohren. Und nein die Waschmaschine ist jetzt kein bisschen blau! Ich kann also einen Erfolg verbuchen! Auch wenn ich ihn nicht anziehen kann. Aber dieses Projekt stand schon seit Jahren auf meiner Liste, jetzt ist ein Haken dran.

Besser?
An dieser Stelle möchte ich mal eine Buch-Nicht-Empfehlung aussprechen. Sowas muss es auch mal geben, bei den vielen Empfehlungen, die mir in letzter Zeit im Netz so entgegenwabern. Ich besitze seit langem das Buch "Grundkurs Stoffe färben" von Christa Rolf, weil ich mir Hilfe und Tipps beim Färben erhofft hatte. Ich finde das kann man auch erwarten, wenn man den Titel liest. Leider habe ich selten etwas derartig Unstrukturiertes und Ungenaues gelesen. Man muss ständig hin- und herblättern, weil die Anleitungsteile überall verstreut sind. Außerdem finde ich "Rezepte" a la "50g Waschsoda werden in heißes Wasser gegeben ... Das ergibt einen pH-Wert von ca. 12" für einen Grundkurs ungeschickt. Wie viel Wasser? 10ml? 10l?

Jede Menge Ausbesserungen schiebe ich auch noch vor mit her. Ich habe mich für zwei Kindersachenflohmärkte angemeldet und muss Bestandsaufnahme machen. Was kann weg, was wird neu benötigt, was könnte man noch retten usw. Spaß macht das nicht, ist aber leider notwendig.

Hier hatte ich ja schonmal erwähnt, dass ich mich momentan klamottenmäßig ganz gut ausgestattet fühle. Ich brauche gerade nichts ganz dringend. Tatsächlich könnte fast jeden Tag MeMadeMittwoch sein und ich könnte was zeigen. Aber auch der lockt mich gerade wenig. Immer diese Foto-Shootings...

So, jetzt isses alles raus. Vielen Dank, falls ihr bis hierhin gelesen habt! Ob's was gebracht hat, werden wir sehen. Ein großer Popo-Tritt wird hoffentlich ein kleines Nähtreffen in näherer Zukunft, spätestens ab da geht's sicher wieder aufwärts. So ein bisschen Frühling würde auch helfen ...


Montag, 15. Februar 2016

Schnelles Dackelshirt

Ok, über Bloglovin habe ich bereits einen Follower verloren, sagt zumindest die aktuelle Statistik-Mail. Ob das an den Kindersachen liegt? Egal, heute müsst ihr nochmal da durch. Am Wochenende konnte ich aber ein paar Nähte an meinem aktuellen Kleid machen. Da fehlen jedoch noch einige Nähte, bis es sich mal auf den Blog verirrt. Witzig finde ich ja, dass viele Teilnehmerinnen des Summer Shawl Knit Along im Moment auch nicht dazu kommen, für sich nähen. Aber das wird sich ändern, da bin ich mir sicher.

Heute also nochmal Kinderkram: Ich bekam drei Reststückchen sehr niedlicher Patchworkstoffe geschenkt. Das passte ganz gut zu der Tatsache, dass das kleine Mädchen gerade nur die Sachen anziehen will, auf denen irgendwelche Tiere oder ähnliches zu sehen sind. Da hat sie natürlich Pech mit ihrer Mutter, die zu Vertüddeltes nicht leiden kann.



Glücklicherweise genügen dem Kind auch ganz kleine Tierchen. Mit einem Rest von diesem "Mäusezähnchen"-Schrägband und 3 kleinen Knöpfen habe ich ein geerbtes einfaches Jungsshirt in Größe 92 verschönert. Ging zur Abwechslung mal ganz schnell und dem Kind gefällt's.


Dienstag, 9. Februar 2016

Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminza Efraimstochter

So gingen meine beiden heute aus dem Haus:

Pippi mit Maus und ohne Herrn Nilson

Das kleine Kind mag keine Verkleidungen, deshalb gabs nur gekaufte Ohren und Mäuseschwanz (ich seh gerade, auf dem Bild liegt er auf dem Boden).

Die Große wollte endlich mal Pippi Langstrumpf sein. Ich glaube, in den letzten beiden Jahren bin ich schon haarscharf an diesem Kostüm vorbeigeschrammt. Letztendlich hatte aber immer eine andere Verkleidung das Rennen gemacht.

Wir haben uns an das Buch gehalten, da wird Pippis Äußeres etwas anders beschrieben, als man es von der Serie kennt. Das heißt, gelbes Kleid, das zu kurz ist, weil sie es selbst genäht hat. Darunter schaut ein blaues Höschen mit weißen Punkten vor (die extragroßen weißen Punkte hat das Kind mit Textilfarbe und Schablonen selbst aufgemalt). Ein Strumpf ist schwarz, einer geringelt. Na gut, bei uns sind es Leggings.

Ich habe leider nur dieses eine Bild von heute Morgen, ein Fotoshooting gestern war nicht möglich, da war das große Kind noch krank und hatte große Panik, heute nicht zum Fasching gehen zu können. Jetzt ist aber alles gut.

Dienstag, 2. Februar 2016

Geburtstagssachen

Im Januar und Februar liegen die Projekte für mich traditionsgemäß auf Eis. Das liegt zum einen am Geburtstag der Großen und zum anderen an Fasching. Zum 7. Geburtstag wollte ich schnell noch eine Idee verwirklichen, die ich mal auf Pinterest gefunden habe (leider führt der Link inzwischen ins Leere), bevor das Kind zu groß ist für solche Hängerchen.

Sollte ich den Tüll vielleicht noch etwas kürzen?

Ich habe wieder meinen üblichen Raglan-Schnitt (ursprünglich war der mal aus einer Ottobre, ist aber inzwischen oft geändert worden) genommen und zu einem schmalen Kleid verlängert, vorn etwas kürzer als hinten. Für den Tüll (von Stoff und Stil, der ist so herrlich weich und es gibt ihn ihn schönen Farben) habe ich Vorder- und Rückteil (gedanklich) in viele Streifen zerschnitten, bis sie ungefähr doppelt so breit waren wie vorher. Die Mehrweite an Raglan-Nähten und Halsausschnitt habe ich gekräuselt, auf die Jersey-Teile gesteckt und dann alles als eine Lage verarbeitet. Nur die Seitennähte wurden separat geschlossen. Diese Mischung aus feenhaftem Tüll und coolem Jersey in grau-melange gefällt mir sehr gut und dem Kind tatsächlich auch :-)

Meine Tochter hatte sich explizit einen  Rock zum Geburtstag gewünscht. Sie hat wohl ein Mädchen in der Klasse, das öfter einen Rock, kein Kleid, trägt und das scheint ihr zu gefallen. Und was für eine Art von Rock? Egal, Hausptsache schön. Hm. Ich habe mich für diesen Faltenrock entschieden, für den man keinen Schnitt, sondern nur das Taillenmaß braucht. 

Es war mal wieder unmöglich, Fotos am Modell zu machen :-(

Den Baumwollstoff, im Sale von Stoff und Stil ergattert, hatte ich schon länger im Schrank und wußte, dass ihr das Muster gefällt. Ein kurzer Reisverschluss war auch noch vorhanden, also brauchte ich nur das dunkelblaue Satin-Schrägband zu kaufen. Der Rock ist sehr schnell genäht! Und theoretisch sollte er genau passen, da man ja auf Maß arbeitet. Ich habe ihn aber schon zwei Mal enger genäht. Ich vermute, das Satinband ist schuld, dass er immer wieder von den nicht vorhandenen Hüften rutscht. Wenn das nicht besser wird, werde ich es wohl durch ein Baumwollschrägband ersetzen.

So, jetzt widme ich mich wieder dem Faschingskostüm.

Sonntag, 17. Januar 2016

Kuschelpulli

Der Dokumentation wegen möchte ich heute noch schnell einen Kinderpulli verbloggen, den ich eigentlich schon Ende 2015 genäht habe. Erst war es nicht kalt genug, das Teil anzuziehen. Der Stoff ist ein Rest meines Sweaters vom Working Girl Sew Along und sehr kuschelig und sehr warm. Dann wurde es kälter, aber es war und ist mir unmöglich, dieses Kind darin zu fotografieren. Nicht nur, dass es schon am Morgen total bekleckert ist. Nein, sobald es die Kamera sieht, kommt es auf sie zugelaufen. Kennt ihr das? Es will das Foto sehen, noch bevor es gemacht wurde.


Ich will meine Kinder ja gar nicht für den Blog posieren lassen und nehme lieber nebenbei entstandene Bilder, die zufällig das Kleidungsstück zeigen. Aber ich wüsste auch gar nicht, wie ich die Kinder überreden sollte, für die Kamera still zu halten.


Achso, der Pulli ist wieder ein Leo von Pattydoo, aber etwas verlängert und ausgestellt, das gefällt mir im Winter bei so kleinen Strumpfhosenmonstern einfach besser. Auch alles andere war irgendwelche Reste, ich habe nichts neues gekauft.

Dienstag, 5. Januar 2016

Rückblick 2015

Im letzten Post des letzten Jahres habe ich alle genähten Oberteile gezeigt. Wenn ich mir schon einmal die Mühe gemacht habe, zeige ich die Übersicht hier gleich nochmal;-)



Außerdem habe ich für mich noch folgendes genäht:


Damit komme ich auf insgesamt 19 Teile. Das finde ich sehr beachtlich und bin auch ein bisschen stolz. Nicht nur quantitativ bin ich sehr zufrieden mit den Nähergebnissen des letzten Jahres, sondern ich habe auch das Gefühl, größtenteils das richtige genäht zu haben. Viele Basic-Teile, die ich auch wirklich viel trage. Das liegt zum einen sicher an den Röcken und Oberteilen, die sich gut kombinieren lassen sowie meinem relativ engen Farbrahmen. Zum anderen habe ich ja im Mai wieder angefangen zu arbeiten und seitdem habe ich einfach wieder die Gelegenheit, Sachen zu tragen, die nicht nur praktisch sind um mit ihnen auf dem Boden rumzurutschen.

Ich habe in den letzten Jahren viel ausgemistet und nach dem planvollen Nähen 2015, habe ich nun tatsächlich das Gefühl, ganz gut ausgestattet zu sein. Hätte gar nicht gedacht, dass sich dieser Zustand überhaupt erreichen lässt.

Aber keine Angst, ich werde mich nicht darauf ausruhen, es gibt noch das eine oder andere Teil, das ich unbedingt haben muss! Ganz so planvoll muss 2016 gar nicht werden, manchmal war das auch fast anstrengend. Aber nur fast;-) Ich werde die Erkenntnisse, was meine Farben, Silhouetten usw. angeht weiter nutzen und kann damit sicher auch etwas spontaner entscheiden. In meinem Kopf hat auch das eine oder andere Teil schon Form angenommen, demnächst in diesem Kino! Was mich weiterhin begleiten wird, ist das Häppchen-Nähen (schöner Begriff;-) hiermit erfolgreich übernommen), das geht einfach nicht anders mit den kleinen Plagegeistern. Ich hoffe außerdem auf einige schöne Nähtage in netter Gesellschaft.

Aber die lieben Kleinen gingen 2015 natürlich nicht leer aus:


Das kleine Kind trägt momentan übrigens am liebsten Body und Strumpfhose, sonst nix. Manchmal auch nur Body, egal wie kalt es draußen ist. Ja, dieses Alter zwischen Zwei und Drei (= maximaler Wille bei minimalem Verstand) ist schon allerliebst.

Liebe LeserInnen, ich freue mich auf ein neues Näh- und Blog-Jahr mit euch und hoffe auf viel Austausch in den Blogs und natürlich auch "in echt".

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